Heimspiel gegen Bad Aibling

Am Mittwoch bestreitet das Pharmaserv-Team um Alex Kiss-Rusk sein erstes Heimspiel der neuen Saison. Foto: Peter Voeth

Momentaufnahme vor „Meier III Gameday“

Damen-Basketball-Bundesliga: BC Pharmaserv Marburg – Tus Bad Aibling Fireballs (Mittwoch, 17.30 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Am Feiertag steht für das Pharmaserv-Team das erste Bundesliga-Heimspiel der neuen Runde an. Die Fireballs dürften gehörig motiviert sein. Schließlich ging für sie der Liga-Auftakt gegen einen Aufsteiger in die Hose. Und mit dem BC haben sie sowieso noch ein Hühnchen zu rupfen.

„Wir freuen uns, dass uns Martin Meier und sein Team zum ersten Bundesliga-Heimspieltag der neuen Saison in besonderer Weise unterstützt“, sagt BC-Präsident Oliver Pohland mit Blick auf den Sponsor des Tages, Meier III GmbH – Metzgerei & Partyservice.

Am „Meier III Gameday“ kommt es zur Neuauflage des Playoff-Viertelfinals von vor einem halben Jahr. Damals rangen die Marburgerinnen die Fireballs in einem Entscheidungsspiel nieder. Zwei ihrer damaligen Stützen fielen bei den Oberbayerinnen auch beim 66:69 gegen Freiburg auf: Lindsey Sherbert (22 Punkte) ist eine athletische und vielseitige Spielern. Sie kann sich unter dem Korb durchsetzen, aber auch aus der Distanz für Akzente sorgen. Auch die flinke Flügelspielerin Cyrielle Recoura (14) machte dem BC das Leben schon oft schwer. Dazu punkteten zum Auftakt Alina Hartmann (13) und Zugang Shalen Shaw (11) zweistellig.

Hessens einziger Erstligist im Damen-Basketball geht als Tabellenführer in die Partie. „Daran könnte ich mich gewöhnen“, sagt BC-Trainer Patrick Unger. „Das ist aber nur eine Momentaufnahme.“ Zu verdanken habe man das ohnehin nur den Nördlingerinnen, die ihr Auftaktspiel gegen Göttingen mit zwei Punkten Differenz weniger gewannen, als der BC. „Nördlingens Trainer Patrick Bär hat mir gesagt, dass er nur aus Respekt vor dem Amt drauf verzichtet hat, gegen Göttingen höher zu gewinnen“, verrät Unger, der seit wenigen Wochen auch Bundestrainer ist, mit einem Augenzwinkern.

Auch wenn man aus dem ersten Spieltag noch keine großen Lehren ziehen könne: „Es gibt uns schon ein gutes Gefühl, dass wir nach dem schlechten Start gegen Braunschweig so gut reagiert und am Ende klar gewonnen haben“, sagt Unger, der sich auf das erste Heimspiel der neuen Saison freut. „Es wird anstrengend, weil Bad Aibling ein wildes Team ist, auf die man sich nur schwer einstellen kann. Wir müssen auf jeden Fall besser auf den Ball aufpassen, als in der Anfangsphase am Samstag.“

Genau neun Jahre nach ihrem Debüt steht die gebürtige Marburgerin Finja Schaake vor ihrem 231. Bundesliga-Spiel. Alle bestritt sie für den BC. Damit würde die Nationalspielerin, die in der Jugend des TSV Grünberg mit dem Basketball begann, mit Vereinsrekordhalterin Alexandra Keil (1998 bis 2007) gleichziehen.

(von Marcus Richter)