Heimspiel gegen Wasserburg

Rebecca Tobin (Nr. 24) ist eine von drei Spielerinnen, die auch in der vorigen Saison schon im Kader des TSV Wasserburg standen. Bei Marburg es neben Tonisha Baker (17) und Diana Voynova noch einige mehr. Foto: Melanie Weiershäuser

Alles wie gewohnt – fast

Planet-Photo-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – TSV 1880 Wasserburg (Sonntag, 16 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Die Länderspielpause ist vorbei. Der Endspurt in der Bundesliga-Hinrunde beginnt. Drei Partien stehen dort noch aus. Und die haben es für den Tabellenvierten in sich. Erster Gegner des Pharmaserv-Teams ist der Titelverteidiger und Tabellenführer TSV Wasserburg.

Zumindest für die sechs Marburgerinnen, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren (fünf für Deutschland, eine für Bulgarien) ändert sich dabei nicht viel. Es bleibt international. Zwölf Spielerinnen aus dem 15er-Kader der Oberbayerinnen haben keinen deutschen Pass. Auf eine von ihnen traf das Marburger DBB-Quintett vor Wochenfrist in Saarlouis: Die Tschechin Petra Zaplatova schenkte ihnen zehn Punkte ein.

Was sich auch nicht geändert hat: Dass der elffache Deutsche Meister von der Tabellenspitze aus grüßt. Zu Beginn der Saison schien es, als ob der TSV etwas von seiner Dominanz eingebüßt hätte. Doch erst eine Niederlage (bei Donau-Ries) spricht nicht unbedingt für diese Hoffnung des Rests der Liga.

Was sich allerdings geändert hat: Nach 20 Jahren wird erstmals nicht mehr Jürgen Hertlein auf dem Präsidentensessel des BC Platz nehmen. Er gab vor anderthalb Wochen das Amt ab. Als Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung Oliver Pohland.

 

Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Du warst ja als Assistent des Bundestrainers selber mit der Nationalmannschaft unterwegs. Konntest du dich überhaupt auf Wasserburg vorbereiten?
Patrick: Es geht. Die Pausen werden dafür genutzt und auch die Nächte.

Und wie ist das mit den Daheimgebliebenen mit Training gelaufen?
Patrick: Sie haben mit meinem Co-Trainer Andreas Steinbach trainiert. Sie waren auch drei Mal in Grünberg und haben bei den Bender Baskets mittrainiert. Dafür hilft so eine Kooperation mit einem Zweitligisten auch. Die Nationalspielerinnen bekommen dann am Montag und Dienstag frei.

Nun kommen alle sechs von ihnen mit zwei Klatschen nach Marburg zurück. Wie bekommt ihr die Köpfe wieder hoch und frei bis Sonntag?
Patrick: Das sind zwei verschiedene Wettbewerbe. Vielleicht freut sich die eine oder andere sogar auf den Ligaalltag. In den müssen wir jetzt einfach schnell wieder reinkommen.

Von eurem Saisonziel „Finale“ seid ihr mit einer Bilanz von 5-3 und noch drei schweren Spielen in der Hinrunde noch etwas entfernt, oder?
Patrick: Wir sind noch kein Top-Team und gehören momentan zurecht ins Mittelfeld. Aber wir sind auch noch nicht da, wo wir sein können, sondern vielleicht bei 60 Prozent.

Wasserburg ist aber ein Top-Team. Was macht sie so stark?
Patrick: Sie spielen Defense auf hohem Niveau und sind in der Offense mit niemandem in der Liga zu vergleichen. Sie werden auch am Ende wieder ganz vorne mit dabei sein! Wir müssen halt besser verteidigen. Jetzt kommen drei toughe Spiele, aber ich freue mich drauf!

(von Marcus Richter)

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