Kaphingst-Cup: Mit oder ohne Paula?

Paula Kohl trägt in der kommenden Saison das Grünberger und das Marburger Trikot. Foto: Melanie Weiershäuser

Ausdauertest vor eigenem Publikum

An diesem Wochenende richtet der BC Marburg ein Vorbereitungsturnier aus. Drei Spiele binnen drei Tagen. Ob der jüngste Zugang des Pharmaserv-Teams beim Kaphingst-Cup auch aufläuft, und für wen, ist noch unklar.

Die 18-jährige Paula Kohl spielt für die Bender Baskets Grünberg in der 2. Liga und wird mit einer Doppelspielberechtigung für den BC ausgestattet. „Wenn es zu keiner Überschneidung an den Wochenenden kommt“, sagt Marburgs Trainer Patrick Unger, „hätte ich sie gerne immer dabei.“ Die 1,92 Meter große Centerin erreichte im Sommer mit der U18-Nationalmannschaft die Qualifikation zur Europameisterschaft. „Paula ist eine sehr starke Spielerin, die auch jetzt schon sehr viel Potential hat“, sagt Unger. „Ich freue mich, dass sie dabei ist.“ Ob die 18-Jährige am Wochenende spielen kann, steht noch nicht fest. Laut Unger ist Kohl angeschlagen.

Das gilt auch für die etablierten Marburgerinnen Tonisha Baker und Katie Yohn. Ihre Mannschaftskameradinnen jedenfalls starten diesen Freitagabend um 19 Uhr in den Kaphingst-Cup. Gegner sind Paula Kohls erste Mannschaft, die Bender Baskets Grünberg. Das Team wird von Ungers direkter Amtsvorgängerin trainiert: „Aleks Kojic und ich arbeiten dieses Jahr sehr eng zusammen“, sagt der BC-Coach. So sei auch die Verpflichtung von Kohl möglich gewesen. Auch sonst kennt man sich in Mittelhessen: Finja Schaake lernte das Basketball spielen in Grünberg. Auch Alex Wilke trug schon das Trikot der Mannschaft aus dem Kreis Gießen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Außerdem nehmen am Kaphingst Cup 2017 zwei weitere Zweitligisten teil: die Rhein-Main Baskets und die BVUK Sharks Würzburg. Die letztgenannten Unterfränkinnen sprangen kurzfristig für einen niederländischen Erstligisten ein. Für die spontane Zusage ist Unger dem Team vom Main besonders dankbar. Die Sharks qualifizierten sich im Frühjahr als Tabellenzweiter der Zweitliga-Süd-Staffel für die Playoffs, schieden aber schon in der ersten Runde aus.

Die Rhein-Main Baskets verpassten in der vorigen Spielzeit nur knapp die Teilnahme an den Playoffs der besten vier Mannschaften. Trainiert wird die Spielgemeinschaft aus Hofheim und Langen von Peter Kortmann, der über umfangreiche Erstliga-Erfahrung verfügt. Drei aktuelle Marburgerinnen spielten schon für den ehemaligen deutschen Vizemeister und zweifachen Pokalfinalisten: Svenja Greunke und Stephanie Wagner gingen beim TV Langen in der Jugend und später in der Bundesliga auf Korbjagd. Auch Katie Yohn lief vor ihrem Wechsel an die Lahn für Rhein-Main auf.

Patrick Unger: „Wir wollen am Wochenende Dinge ausprobieren, die wir unter der Woche trainiert haben. Die Verteidigung soll wieder unsere Stärke werden. Ich erwarte ein hohes Engagement auf der defensiven Seite und hoffentlich sehr schnelles Umschalten. Ich würde behaupten, dass wir uns gute Zweitligisten eingeladen haben. Aber klar muss man eigentlich alle drei Spiele gewinnen. Aber letztlich zählt nur, dass wir das umsetzen, was wir trainiert haben, und dass wir wieder in der Lage sind, 40 Minuten lang Gas zu geben.“

 

Spielplan:

Freitag, 08.09.
19.00 Uhr: Marburg – Grünberg

Samstag, 09.09.
12.00 Uhr: Rhein-Main – Würzburg
15.00 Uhr: Grünberg – Rhein-Main
18.00 Uhr: Marburg – Würzburg

Sonntag, 10.09.
12.00 Uhr: Grünberg – Würzburg
14.30 Uhr: Marburg – Rhein-Main

Alle Spiele werden in der Georg-Gaßmann-Halle ausgetragen. Eintritt frei.

(von Marcus Richter)

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