Minis holen Silber in Göttingen

Nachdem die U11 weiblich des BC Marburg bereits beim Hessenpokal mit einem tollen dritten Platz aufwarten konnte, stand am vergangenen Wochenende der nächste Höhepunkt im Kalender: Europas größtes Turnier für
Minibasketballer! Jahr für Jahr treffen sich mehr als 1500 Nachwuchs-Basketballer in Göttingen und spielen mehr als 400 Partien an zwei Tagen.

Da die U11 der Marburger zu einem Großteil dem jüngeren Jahrgang angehört, trat man in der Altersklasse U10 weiblich an. Die Coaches Chiara Lindauer und Thomas Henning waren gespannt, wie sich die Mannschaft im deutschlandweiten Vergleich schlagen würde. Für einige Spielerinnen waren es die ersten Basketballspiele überhaupt.

Die Marburger Mädels starteten hochkonzentriert ins Turnier. Gegen den Gastgeber BG Göttingen führte man schnell 20:0 und beendete das Spiel mit 46:8. Der nächste Gegner, die Bergischen Löwen, waren da schon eine
andere Hausnummer. Doch die BC-Mädels meisterten auch diese Aufgabe trotz erster Verletzungsprobleme souverän und siegten mit mit 24:16.

Und so kam es im letzten Spiel des Tages zum Duell um den Gruppensieg gegen die ebenfalls ungeschlagenen Mädels von Lok Bernau. Und die Marburger Spielerinnen zeigten das erste Mal Anzeichen von Nervosität. Der Gegener war körperlich überlegen und konnte sich zu Beginn schnell absetzen. Doch nach einer Auszeit kam der BC zurück ins Spiel und zur Halbzeit betrug der Rückstand nur noch magere zwei Pünktchen.

Kurz nach Wiederbgeinn gelang dem BC sogar die Führung und es entwickelte sich ein spannendes Finale um den Gruppensieg. 30 Sekunden vor dem Ende führten die Marburgerinnen mit einem Punkt und hatten Ballbesitz. Der
abschließende Wurf war nicht gut und er war weit. Trotzdem flutschte der Ball für drei Punkte durch den Korb und Marburg war Gruppensieger.

Am Abend warteten dann die härtesten Aufgabe des Tages auf die acht- und neunjährigen BC-Mädels: anderthalb Stunden warten auf die Pizzen. Doch auch dies wurde souverän gemeistert. Am nächsten Morgen wartete mit dem USV Halle der Zweitplatzierte der Parallelgruppe als Gegner im Halbfinale. Und das Feuerwerk, das die jüngsten Dolphins da abbrannten, war aller Ehren wert. Aufoperungsvoll wurde gegen die deutlich größeren Gegnerinnen verteidigt. Und bis zur Pause wurden lediglich zwei Würfe des Gegners zugelassen – die den Korb auch noch verfehlten. 24:0(!) lautete der Halbzeitstand.

Und obwohl die Leistungsträgerinnen den Großteil der zweiten Hälfte auf der Bank verbrachten, vergrößerte sich der Abstand weiter. Exzellentes Passspiel und eine fast schon beängstigende Trefferquote schraubten das Ergebnis
bis auf 53:18. Das Finale war erreicht.

Hier wartete in Alba Berlin ein prominenter Gegner. Und trotz zweier Verletzungsausfälle gaben die die Marburgerinnen noch einmal alles. Bis Mitte der zweiten Halbzeit betrug der Rückstand nur zwei Punkte. Doch dann zogen die Berlinerinnen unaufhaltsam davon und gewannen verdient mit zehn Punkten Differenz. Am Ende durfte sich die Marburger U10 über einen tollen zweiten Platz und ein erlebnisreiches Wochenende freuen.

(von Thomas Henning)