Playoffs: Mit Auswärtssieg ins Halbfinale

Das Pharmaserv-Team und seine Fans feiern im „Firedome“ zu Bad Aibling den Einzug ins Halbfinale.

„Wir sind alle glücklich“

Planet-Photo-DBBL: Playoff-Viertelfinale, Spiel 3: Bad Aibling Fireballs – BC Pharmaserv Marburg 82:89 (Endstand 1:2).

Das Pharmaserv-Team steht im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Nach einem Zwölf-Punkte-Rückstand drehen die Marburgerinnen das Entscheidungsspiel. Mit einem starken Schlussspurt fügen sie dem Tabellenvierten die erst zweite Heimniederlage der Saison zu. Gegner des Tabellenfünften aus Hessen im Halbfinale sind, wie im Vorjahr, die Rutronik Stars Keltern, die die Hauptrunde als Erster abschlossen.

1. Viertel: Nach gutem Marburger Start (12:6, 5. Minute) setzt sich Bad Aibling unter dem Korb besser durch, Marburg trifft zu wenig von außen. 23:17.

2. Viertel: Bad Aibling nutzt viele Marburger Ballverluste zu einem 10:0-Lauf (35:27, 17.). Nach einem Buzzerbeater von Lena Bradaric gehen die Fireballs mit Rückenwind in die Kabine. 42:34.

3. Viertel: Die Gastgeberinnen führen mit 46:34 (21.). Vier BC-Dreier verkürzen auf 49:51 (25.). Mit 59:57 gehen die Fireballs ins letzte Viertel.

4. Viertel: Mit 60:59 und 62:61 (32.) holen sich die Hessinnen die Führung zurück. Zwei Dreier von Bad Aiblings Lindsay Sherbert kontern Finja Schaake und Katie Yohn ebenfalls für drei (73:67, 35.). Marburg führt knapp vier Minuten vor Ende mit 79:67, eine Minute vor Schluss mit 84:79.

Dann wird Tonisha Baker nach einem „unabsichtlichen Ellbogen ins Gesicht“ (O-Ton Patrick Unger) vom Feld getragen. Katie Yohn versenkt die letzten vier Freiwürfe.

 

Playoff-Viertelfinale (best of three):
Spiel 1: Bad Aibling – Marburg 81:73
Spiel 2: Marburg – Bad Aibling 75:64
Spiel 3: Bad Aibling – Marburg 82:89

 

Playoff-Halbfinale (best of three):
Spiel 1: Keltern – Marburg: Sonntag, 15.04., 17.30 Uhr
Spiel 2: Marburg – Keltern: Freitag, 20.04., 19 Uhr, Gaßmann-Halle
Spiel 3: Keltern – Marburg: (falls nötig) Sonntag, 22.04., 17.30 Uhr

Im anderen Halbfinale stehen sich Wasserburg und Herne gegenüber.

 

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Tonisha [Baker] hat wohl eine Gehirnerschütterung, aber ihr geht es schon wieder besser. Ich freue mich tierisch über den Sieg, wir sind alle glücklich. Es ist cool, das zweite Team nach Keltern zu sein, das in Bad Aibling gewinnt. Die Art und Weise, wie die Mädels nicht aufgegeben und sich zurückgekämpft haben, macht mich stolz. Es war ein gutes Playoff-Spiel, ab und zu ein bisschen ruppig, aber mit einer klaren Linie der Schiedsrichter. Wir haben das Tempo hochgehalten und Druck auf Bad Aiblings Aufbau gemacht. Am Ende waren sie mit ihrer kleinen Rotation wohl auch müde. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gereboundet und den Ball besser bewegt als vorher und freie Optionen gesehen und genutzt. So sind wir offensiv ins Laufen gekommen. Als Katie [Yohn] den Dreier von Lindsay Sherbert gekontert hat, wusste ich, dass wir gewinnen.“

 

Statistik
Viertel: 23:17, 19:17, 17:23, 23:32.
Marburg: Baker 9 Punkte, Bertholdt 2, Bradley 9/1 Dreier (3 Assists), Greunke 9/1 (4 Ass., 3 Steals), Schaake 20/5, Voynova 11 (12 Reb.), Wagner 4, A.Wilke 4, K.Yohn 21/4
Bad Aibling: L.Bradaric 5/1, L.Engeln 13 (6 Reb.), V.Gibbels (n.e.), A.Hartmann 7/1 (5 Reb.), J.Kancevic (n.e.), C.Recoura 14, L.Sherbert 22/4 (7 Reb., 4 Ass.), C.Waters 6 (9 Reb.), S.Wimmer, D.Young 15 (10 Reb.).
SR: B.Loder, N.Rotter.

 

Fun Facts: Finja Schaake holt mit 225 Bundesliga-Spielen in der Team-Rangliste Hicran Özen (2000 bis 2011) auf Rang 2 ein. – 75. Bundesliga-Sieg für Patrick Unger. – 89 erzielte Punkte sind die meisten für Marburg auswärts in einem Playoff-Spiel. – 32 Punkte im letzten Viertel und 55 in der zweiten Halbzeit sind jeweils die meisten auswärts in einem Playoff-Spiel (und jeweils die drittmeisten auswärts in der Bundesliga überhaupt). – Erster Sieg in der Bundesliga in Bad Aibling (Bilanz 1:4). – Zum zweiten Mal die letzten beide Spiele einer Playoff-Serie ohne Heimvorteil und mit dem Ausscheiden vor Augen gewonnen (Finalserie 2003 gegen Wasserburg). – Zum dritten Mal eine Playoff-Serie ohne Heimvorteil gewonnen (Finalserie 2003 gegen Wasserburg, Viertelfinale 2016 gegen Keltern). – Im zweiten Jahr in Folge Playoff-Serie gegen Bad Aibling gewonnen. – Im dritten Jahr in Folge trifft Marburg in den Playoffs auf Keltern (Bilanz 1:1).

Fail Facts: 9 vergebene Freiwürfe (von 20), davon 5 (von 8) im dritten Viertel.

(von Marcus Richter)