Pokal: Auswärtsspiel bei Donau-Ries

Das Pharmaserv-Team um Marie Bertholdt (links) tritt am Sonntag in Nördlingen an. Foto: Melanie Weiershäuser

„Alle sind mental gut drauf“

Deutscher Pokal, Achtelfinale: TH Wohnbau Angels Donau-Ries – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16 Uhr, Hermann-Keßler-Halle Nördlingen).

Zwei Auswärtsspiele innerhalb von 49 Stunden stehen für das Pharmaserv-Team im Kalender: Sonntag um 16 Uhr ist Sprungball in Nördlingen, schon am Dienstag geht’s um 17 Uhr im rumänischen Satu Mare weiter. Dazwischen: Mal schnell zurück nach Marburg, ein bisschen schlafen, dann ab nach Frankfurt-Hahn und in den Flieger. Das Programm ist heftig. Doch „wir haben uns das ja ausgesucht“, sagt BC-Trainer Patrick Unger.

Ausspannen war dagegen am Donnerstag angesagt. Am Tag nach dem klaren Heimsieg im CEWL-Europapokal gegen SBS Ostrava (89:42) regenerierten die Spielerinnen individuell. Erst abends traf sich die BC-Mannschaft – zur internen Weihnachtsfeier. „Wir waren essen und haben gewichtelt“, verrät der Übungsleiter. „Die Stimmung war ausgelassen, alle sind mental gut drauf“, sagt der 34-Jährige. Doch: „Man merkt, dass alle an einem Strang ziehen und unbedingt ins Pokalviertelfinale kommen wollen.“

Der Gegner am Sonntag ist noch in frischer Erinnerung: Erst am Samstag traf man in Marburg aufeinander. Im Bundesliga-Duell behielt der BC mit 75:73 knapp die Oberhand. Die Partie zeigte: Auf Nördlingens fünf Topscorerinnen ist Verlass. Als Kollektiv hielt das Quintett (Pierre-Louis / Schlott / Hill / Racic / Luisa Geiselsöder) ziemlich genau seinen Saisondurchschnitt von um die 65 Punkten.

Die Mannschaft aus dem Meteoritenkrater ist während der laufenden Runde in eigener Halle eine Macht. Das bekam als eins von fünf Gäste-Teams auch Titelverteidiger Wasserburg zu spüren. Der Adventsmeister kassierte dort seine einzige Niederlage in der Liga. Neben der Heimstärke ahnt Unger noch von anderer Seite Ungemach: „Nördlingen wird es stinken, dass sie bei uns so knapp verloren haben. Ich erwarte einen großen Kampf. Da müssen wir kühlen Kopf bewahren.“

Steffi Wagner ergänzt: „Wir haben nach den beiden letzten Spielen viel Selbstvertrauen und wir wissen, wie wir verteidigen müssen. Und so wollen wir in Nördlingen auftreten.“ „Und mal gucken“, sagt Unger, „vielleicht haben wir ja die eine oder andere Überraschung, die wir aus der Tasche ziehen können.“

(von Marcus Richter)