Wiedersehen mit Tina Menz

1516-menz-chelg-MS

Tina Menz (am Ball) bestritt zwischen 2011 und 2013 genau 54 Pflichtspiele für Marburg. Im Abstiegsendspiel 2013 blockte sie kurz vor Schluss einen Wurf und erzielte danach unseren letzten Punkt der Saison. (Foto: Melanie Schneider)

Fünf Fragen an Tina Menz

Am Samstag empfängt der BC Pharmaserv Marburg um 19 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle die Chemcats aus Chemnitz. Die stehen vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde mit vier Siegen auf Rang elf, einem Abstiegsplatz.

In den Reihen der Chemcats stehen in Lisa Koop, Tina Menz und Amanda Davidson drei frühere BC-Spielerinnen. Hier erfahrt ihr, wie unsere Ehemaligen über ihre jetzige Mannschaft, über Marburg und das Thema Klassenerhalt denken.


Tina, du hattest ja eigentlich vor der Saison schon aufgehört zu spielen, warst sogar in Chemnitz offiziell verabschiedet worden. Wie kam es, dass du jetzt doch wieder für die Chemcats aufläufst?

Tina: Bei meiner Verabschiedung habe ich zugesagt, noch einmal zu helfen, wenn eine Notlage eintritt und Abstiegsgefahr besteht. Es kam dann auch die Anfrage von den Cats für zwei bis drei Spiele. Außerdem hatte ich dann doch noch mal Lust, zu spielen. Wir haben dann entschieden, es nochmal anzugehen und gesagt „ganz oder gar nicht“, so dass ich dann für den Rest der Saison zugesagt habe. Ich wohne in Jena, pendele aber sowieso wegen der Arbeit täglich. Vor allem die zusätzliche Belastung und das viele Unterwegssein war eher das, was ich gar nicht vermisst habe.

 

Wie ist es für dich unter Amanda zu spielen, mit der du lange Zeit zusammengespielt hast?

Tina: Für mich ist es nichts besonderes. Natürlich ist es in einigen Situationen hilfreich, dass wir uns nun schon ein paar Jahre kennen. Wir haben zusammen eine Menge Erfahrung und gehen professionell mit der Situation um.

 

Der Blick auf die Tabelle zeigt für euch eine kritische Situation. Warum bist du dennoch optimistisch, dass ihr den Klassenerhalt schafft?

Tina: Wir haben leider bisher die „falschen“ Spiele gut gespielt, wie gegen Wasserburg, Herne und Keltern. Dass wir drei deutlich stärker besetzte Teams am Rande einer Niederlage hatten, lässt uns hoffen, dass das mit dem Klassenerhalt noch klappt. Ich glaube, dass wir auf jeden Fall das Potenzial haben, die notwendigen Siege noch zu holen. Am Ende entscheidet unsere Leistung und es liegt jetzt noch in unserer Hand.

 

Wie schätzt du eure Chancen in Marburg ein?

Tina: Wir haben eine gute Mannschaft, in der ich auch nur ein Puzzleteil bin. Das Team hat schon vor meiner Rückkehr viel Potenzial gehabt. Wenn wir es am Samstag schaffen, mehr als zwei Viertel gut zu spielen und vor allem bei den Rebounds besser zu arbeiten, sollten wir gute Siegchancen haben.

 

Macht die Rückkehr nach Marburg es für dich zu einem besonderen Spiel?

Tina: Natürlich ist das ein besonderes Spiel für mich und sicher auch für Amanda und Lisa. Ich freue mich vor allem auf die vielen bekannten Gesichter, die Stimmung und die tollen Marburger Fans. Meine zwei Jahre in Marburg waren sehr schön und ich habe mich hier sehr wohlgefühlt. Ich komme deshalb immer sehr gern wieder hierher zurück.

 

(von Marcus Richter)