WNBL: Ersatzgeschwächt ohne Chance in Bamberg

DJK Brose Bamberg – Team Mittelhessen 75:55 (43:21).

In der vorigen Woche hatte sich das Team Mittelhessen vorzeitig für die Playoffs in der Basketballbundesliga der weiblichen U18 qualifiziert. Stark ersatzgeschwächt hatte der Tabellenführer der WNBL-Vorrundengruppe Mitte nun allerdings keine Chance im Spitzenspiel bei Brose Bamberg – mit 55:75 unterlag die Mannschaft von Trainer Matthias Alver.

Vor dem letzten Punktrundenspieltag sind die Mittelhessinnen nun Teil eines punktgleichen Trios: Außer Bamberg haben auch die Dragons Rhöndorf, gegen die die Spielgemeinschaft Grünberg/Marburg in der kommenden Woche spielt, eine 6:3-Bilanz. Dabei handelt es sich um ein Finale um das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde: Wer gewinnt, ist mindestens Zweiter. Da Bamberg in Würzburg, das als Vierter nur um einen Sieg hinter dem Spitzentrio liegt, eine schwere Auswärtsaufgabe hat, ist sogar für die Mittelhessinnen theoretisch Platz eins immer noch möglich.

Den direkten Vergleich gegen Brose hat die Spielgemeinschaft aus Grünberg und Marburg nach dem 58:53-Sieg aus der Hinrunde und dem jetzigen 55:75 allerdings verloren. Bereits im ersten Viertel hatte das Unheil seinen Lauf genommen: „Wir hatten eine andere Besetzung als in den letzten Wochen und dadurch Probleme, auf Betriebstemperatur zu kommen. Das Entscheidende war die Anfangsphase“, erklärte Alver.

Denn in Katharina Quapil, Marie Reichert und Charlotte Kohl, die allesamt in der 2. Bundesliga der Frauen für die Bender Baskets Grünberg im Einsatz waren, musste er gleich auf drei Leistungsträgerinnen verzichten. Bamberg hingegen lief in Bestbesetzung auf und gab direkt den Ton an. Mit 9:0 (3.) starteten die Gastgeberinnen, und bis zum Ende des ersten Viertels zogen sie sogar auf 30:9 davon. Erst jetzt fand der Gast ins Spiel, war konzentrierter und hatte mehr Kontrolle über die Setplays. Fortan verliefen die übrigen drei Viertel völlig ausgeglichen – was aber auch bedeutete, dass Mittelhessen die Hypothek aus den ersten zehn Minuten nicht mehr kompensieren konnte.

„Wir waren am Anfang nicht auf der Höhe. Aber wir haben Moral gezeigt und nicht aufgesteckt. Wir müssen als Team noch mehr zusammenkommen und besser interagieren“, bilanzierte Alver, dessen Mannschaft künftig keine Überschneidungen mehr mit der 2. Liga haben wird und deshalb in den verbleibenden Spielen regelmäßig auf einen kompletten Kader hoffen kann.

Team Mittelhessen: Lotte Seegräber (3 Punkte / 1 Dreier), Hannah Klippel (5), Elisa Dapper (2), Lisa Bonacker (13), Sarah Deneke, Michaela Kucera, Lilly Lukow (11), Luzie Hegele (11), Annika Krusche (8), Hannah Hartmann (2).

(von Jan Sommerlad / Quelle: Gießener Allgemeine)