WNBL: Ersatzgeschwächt verloren

Einbruch im letzten Viertel

 

USC Freiburg – Team Mittelhessen 70:62 (23:20, 16:15, 10:17, 21:10).

Die Vorzeichen standen nicht gut für die Spielgemeinschaft Grünberg/Marburg. Lediglich fünf voll einsatzfähige Spielerinnen standen dem Team Mittelhessen zur Verfügung. Dazu gesellten sich die angeschlagene Elisa Dapper und die beiden Rekonvaleszenten Lotte Seegräber und Anja Oehm, die nach zwei bzw. sechs Monaten Pause und zwei Trainingseinheiten noch nicht bei 100 Prozent sind.

Den besseren Start in die Partie der U-17-Bundesliga (WNBL) erwischten die Gäste (5:0, 2. Minute). Danach benötigte man zu lange, um sich auf die sehr kleinliche Linie der Schiedsrichter einzustellen. Neun Fouls sammelten die Mittelhessinnen bereits im ersten Viertel. Trotzdem blieb man Freiburg auf den Fersen (20:23). Neues Viertel – altes Spiel. Weiter jagte das Team von Trainer Thomas Henning dem knappen Vorsprung der Freiburger hinterher und sammelte dabei weiter fleißig Fouls. Zur Halbzeit lag die Mannschaft immer noch in Reichweite (35:39). Aber die Foulbilanz war verheerend: Anja Oehm und Charlotte Kohl waren bereits mit je drei Fouls belastet, Michaela Kucera schaffte sogar deren vier.

Was jetzt folgte, war die wohl beste Halbzeit die man unter diesen Umständen erwarten konnte. Clever verteidigte man den eigenen Korb und gestattete im dritten Abschnitt lediglich drei Feldkörbe, während man im Angriff ein ums andere Mal einnetzen konnte. Der verdiente Lohn: eine knappe Führung mit drei Punkten vor dem Schlussabschnitt (52:49). Leider stieg auch das Foulkonto. Jetzt waren es bereits drei Spielerinnen, die mit je vier Fouls kurz vor dem Ausschluss standen.

Als Erste erwischte es dann Charlotte Kohl (33. Min.). Die kurze Schockstarre der Mittelhessinnen nutzte der USC, um wieder in Führung zu gehen. Die ausgeruhte Michaela Kucera warf ihre Farben aber wieder in Front (62:60, 36. Min.). Doch so langsam machte sich die kleine Roation bemerkbar. Auch Anja Oehm wurde das vierte Foul angeschrieben und Freiburg nutzte die schwindenden Kräfte der Gäste zum finalen 10:0-Lauf zum 70:62.

„Wir haben das Erreichen der Hauptrunde immer noch selbst in der Hand. So ärgerlich die Niederlage auch ist, unter diesen Umständen haben die Mädels über 36 Minuten einen Bombenjob gemacht und sind dann leider konditionell am Ende eingebrochen“, so der Mittelhessen-Coach nach dem Spiel.

FRB: Vidovic, Mayer 16/2, Kambach, Thüne 5/1, Meyer, Dorn, Liebermann, Kapitza 7, Nufer 11, Cordes 23/1, Ouedraogo 8, Moussa.

TMH: Seegräber 3/1, Klippel 6/1, Dapper 1, Bonacker 7, Oehm 8, Kucera 16, Lukow 8, Hegele DNP, Kohl 13.

(von Thomas Henning)