WNBL: Playoff-Ticket liegt parat

Team Mittelhessen – Main Sharks 64:51 (32:16).

Mit einem ungefährdeten Heimsieg in Grünberg hat sich das Team Mittelhessen aus der Winterpause zurückgemeldet. Die heimische U18-Auswahl triumphierte am achten Spieltag der Mädchen-Bundesliga WNBL (Gruppe Mitte) gegen die Main Sharks aus Würzburg mit 64:51 und schaffte dadurch gleichzeitig den frühzeitigen Einzug in die Playoffs.

Nach gegenseitigem Abtasten in den Anfangsminuten sorgte das Team Mittelhessen bereits im ersten Quarter für einen kleinen Paukenschlag, als es von 2:4 auf 14:4 davonzog. Vor allem das richtige taktische Mittel in der Defense zahlt sich aufseiten des Gastgebers aus, der die beiden gegnerischen Topscorerinnen Danelle Arigbabu und Jessika Schiffer hervorragend kontrollierte.

Genau dieses Duo war es nämlich, das dem Team Mittelhessen im Hinspiel arge Probleme bereitet und daher großen Anteil am Sieg der Main Sharks hatte. Doch bis zur Halbzeit brachte es Schiffer diesmal nur auf vier Punkte, wohingegen Centerin Arigbabu überhaupt nicht scorte. „Es ist uns gelungen, sie vom Korb wegzuhalten und dafür zu sorgen, dass sie kaum den Ball hatte. Und auch Schiffer hatten wir gut im Griff“, sagte Matthias Alver, Trainer des Team Mittelhessen, über die erfolgreiche erste Hälfte seiner Mädels.

Neben den Defensivkünsten überzeugte der Tabellenführer aber auch im Angriff, wo vor allem Marie Reichert immer wieder zur Stelle war und viele Punkte beisteuerte. „Marie hat unser Spiel absolut bereichert und gibt uns eine andere Qualität“, schwärmte Alver vom Auftritt seiner Jugendnationalspielerin.

Mit einem üppigen Polster im Rücken schaltete der Gruppenprimus nach dem Kabinengang allerdings einen Gang runter, weshalb die Gäste die Abschnitte drei und vier in der Summe für sich entschieden. „Das hat mich ein bisschen geärgert, weil wir uns vor allem zu viele individuelle Fehler geleistet haben und Würzburg dadurch nun häufiger über Einzelaktionen zu Punkten kam. Insgesamt überwiegt aber die Freude über den Sieg in diesem wichtigen Spiel. Und jetzt sind wir schon mindestens Dritter, peilen aber natürlich die ersten beiden Plätze an“, lautete Alvers Resümee.

Team Mittelhessen: Bonacker 8, Dapper 2, Hartmann 1, Hegele 2, Kiefer 2, Klippel, Kohl 11, Kucera 3, Lukow 5, Quapil 4, Reichert 26, Seegräber.

(von Enrico Di Meglio / Gießener Anzeiger)