WNBL-Team verliert beim Spitzenreiter

Lisa Bonacker (am Ball, hier gegen Bamberg) punktete in Rhöndorf für das Team Mittelhessen zweistellig. Foto: Melanie Weiershäuser

„Hätten gewinnen können“

Dragons Rhöndorf – Team Mittelhessen 71:55 (36:25).

Nicht in Bestbesetzung hat das Team Mittelhessen eine klare Niederlage in der WNBL kassiert. Zum Abschluss der Hinrunde in der Mädchen-Nachwuchsbundesliga unterlag die heimische U18-Auswahl auswärts mit 55:71 (25:36) dem Spitzenreiter Dragons Rhöndorf. In der Mitte-Staffel belegt das Team aber weiterhin Tabellenplatz zwei.

Mit Charlotte Kohl, Marie Reichert und Luzie Hegele fehlten den heimischen Korbjägerinnen gleich drei wichtige Stammkräfte, deren Ausfall sich letztlich nicht kompensieren ließ. Allerdings wollte Trainer Matthias Alver die Gründe für die Niederlage nicht ausschließlich darauf schieben und erkannte trotzdem Chancen für seine Mannschaft. „Wir hätten auch in dieser Konstellation besser spielen und gewinnen können. Wir hatten aber zu viel Respekt in der Verteidigung, vor allem am Anfang, und waren dort zu passiv und zu ängstlich. Außerdem haben uns im Angriff die guten Wurfpositionen gefehlt“, analysierte der Übungsleiter kritisch.

Rhöndorf wusste die Probleme des Gegners zu nutzen und gewann bereits das erste Viertel mit 18:11, bevor der Gastgeber einen Elf-Punkte-Vorsprung mit in die Kabine nahm. Im dritten Abschnitt blieben die Kräfteverhältnisse unverändert. Während die Dragons von einem in der Breite stark besetzten Aufgebot profitierten und dadurch über ganz unterschiedliche Spielerinnen zu Punkten kamen, wies das Team Mittelhessen besonders beim Rebound Schwächen auf. Erst im Schlussabschnitt agierten die Gäste mit etwas mehr Mut, der ihnen dabei half, den Abstand noch ein wenig zu verkürzen. „Rhöndorf hat mit einer souveränen Teamleistung verdient gewonnen“, gab Alver anerkennend zu. In der Tabelle führen seine Schützlinge nun das Verfolgerfeld an.

Team Mittelhessen: Bonacker 10 Punkte, Dapper 2, Hartmann 7, Kiefer 4, Klippel 6, Krusche, Kucera 14, Lukow 8, Quapil 2, Seegräber 2, Szych.

(von Enrico di Meglio / Quelle: Gießener Anzeiger)