Zugang für 2017/18: Stephanie Wagner

Stephanie Wagner spielt in der kommenden Saison für den BC Pharmaserv Marburg. Foto: Peter Voeth

Marburg holt Nationalspielerin

Der BC Pharmaserv Marburg präsentiert einen weiteren Zugang: Von Vizemeister Rutronik Stars Keltern kommt Nationalspielerin Stephanie Wagner. In den vergangenen fünf Jahren stand die 26-Jährige in Folge fünf Mal im Playoff- und vier Mal im Pokalfinale. Drei Mal gewann die 1,82 Meter große Athletin mit dem TSV Wasserburg das Double. Überdies bringt sie Erfahrung im Europapokal mit.

Die 71-fache deutsche Nationalspielerin erlernte das Basketball spielen beim TV Langen. Später führte sie, gemeinsam mit Svenja Greunke, die Rhein-Main Baskets in die Bundesliga und bis ins Meisterschaftsfinale. In der vorigen Saison kam Wagner für Keltern in 24 Bundesliga-Spielen durchschnittlich knapp 16 Minuten lang zum Einsatz. Wagners Vertrag beim BC läuft zwei Jahre. Im vergangenen Oktober begann die 26-Jährige in Karlsruhe einen Master-Studiengang in Wirtschaftsingenieurwesen. Doch besteht für die Studentin nur zu Klausuren und Prüfungen Anwesenheitspflicht.

Patrick Unger sagt zu der Verpflichtung: „Ich freue mich, dass wir so eine erfahrene Nationalspielerin für uns gewinnen konnten. Steffi soll unsere jüngeren Spielerinnen führen. Als 3-4-Kombo-Guard wird sie uns mehr Tiefe und mehr Optionen geben. Ihre Stärken sehe ich beim Zug zum Korb, beim Wurf von außen und vor allem in der Verteidigung. Steffi wird uns gut unterstützen. Sie hatte in den vergangenen beiden Jahren – auch wegen einer Verletzung – nicht so viel Spielzeit, aber wir hoffen, ihr das Selbstvertrauen zurückgeben zu können.“

Fünf Fragen an Stephanie Wagner:

Was war dir beim Wechsel nach Marburg besonders wichtig?
Steffi: In erster Linie ausschlaggebend war für mich der Trainer, also Patrick Unger. Sein Konzept, mit vielen deutschen Spielerinnen oben mitzuspielen und anzugreifen und auch im europäischen Wettbewerb zu starten, waren wichtige Punkte für meine Entscheidung.

Du hast ja schon oft in Marburg gespielt. Was ist dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?
Steffi: Vor allem die „Jugend trainiert für Olympia“-Landesentscheide, die Hessen-Derbys mit dem TV Langen beziehungsweise den Rhein-Main Baskets und das Länderspiel im November 2015  mit einer super tollen Stimmung in der Halle.

Wie kannst du das Pharmaserv-Team verstärken?
Steffi: Da ich recht flexibel auf Position 3 oder 4 einsetzbar bin, denke ich, dass wir als Team noch etwas variabler spielen können. Das Teamplay von Marburg hat mir schon die vergangenen Jahre gut gefallen, und ich denke, dass ich da sehr gut reinpasse und zusätzlich meine Erfahrung einbringen kann.

Du hast mit Wasserburg und Keltern schon Europapokal-Erfahrung gesammelt. Woran muss sich deine neue Mannschaft nun gewöhnen?
Steffi: Es ist schon ein ganz anderer Rhythmus, wenn man jeweils unter der Woche international und am Wochenende in der Bundesliga spielt. Da ist man manchmal mehr in Bus oder Flugzeug unterwegs als man in der Halle steht. Und man hat nur sehr wenig Zeit, sich taktisch auf den nächsten Gegner einzustellen. Da muss man in den wenigen Trainingseinheiten in dieser Phase voll konzentriert sein. Aber es macht einfach riesigen Spaß, dass man in kurzer Zeit so viele Spiele hat!

Was sind deine Ziele für die kommende Saison?
Steffi: Ganz klar: Ich will wieder ins Finale. Am liebsten natürlich in allen drei Wettbewerben. Ich hoffe, dass wir zusammen als Team gut funktionieren und viel Spaß haben, um unsere Ziele erreichen zu können. Persönlich hoffe ich, dass es bei mir wieder bergauf geht und ich zu meiner alten Stärke zurückfinde.

(von Marcus Richter)