BC Pharmaserv Marburg empfängt Alba Berlin

BC Pharmaserv Marburg empfängt Alba Berlin
Lia Kentzler (rechts) klatscht mit Lena Graf ab. Am Samstag, 18. Oktober, empfangen die noch ungeschlagenen Blue Dolphins Marburg am 4. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga Alba Berlin. Foto: Stefan Tschersich
Lia Kentzler (rechts) klatscht mit Lena Graf ab. Am Samstag, 18. Oktober, empfangen die noch ungeschlagenen Blue Dolphins Marburg am 4. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga Alba Berlin. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins bauen auf ihre Fans

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Pharmaserv Marburg – Alba Berlin
(Samstag, 18.10.2025, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).

 

Mit dem Rückenwind von drei Siegen zum Start in die Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga geht der BC Pharmaserv Marburg in sein zweites Heimspiel. Zu Gast ist am vierten Spieltag ist Alba Berlin (Bilanz 1:2). Präsentiert wird die Partie von Hautsache Heimann.

Was war das denn für ein dritter Spieltag?! Drei der fünf Partien endeten mit ein, zwei, beziehungsweise drei Punkten Differenz. Dazu wurde ein weiteres Duell erst im Schlussabschnitt entschieden. Betroffen waren auch die beiden Teams, die sich am Samstag, 18. Oktober, ab 19 Uhr in der kleinen Georg-Gaßmann-Halle gegenüberstehen: Die Blue Dolphins als ungeschlagener Tabellenzweiter kommen aus einem (quasi) Last-Second-Erfolg in Herne (72:69), die Berlinerinnen unterlagen in eigener Halle gegen Nördlingen hauchdünn mit 64:66 (Bilanz jetzt 1:2).

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„Ohne ihre beiden Stützen Deeshyra Thomas und Emily Kiser entwickelte sich das Spiel für die Alba-Spielerinnen zu einer insbesondere offensiv relativ zähen Angelegenheit gegen die toughen Gäste, die in der Crunchtime das bessere Ende auf ihrer Seite hatten.“ So lautet das Fazit des Hauptstadtclubs auf seiner Website. Eine gehörige Portion Pech hatte Berlin auch bei seiner ersten Saisonniederlage: Die setzte es am Grünen Tisch (0:20), nachdem zum Saisonstart die Anreise nach Osnabrück per Bahn durch eine Vollsperrung verhindert wurde.

Wenn jemand vor der Saison vorausgesagt hätte, im Duell Marburg gegen Berlin träfen Teams mit einer Bilanz von 3:0 beziehungsweise 1:2 aufeinander – hätten wohl die meisten genommen. Alba als Vorjahreshalbfinalist und die Blue Dolphins als Playoffs-Verpasser … Dass die Rollen in der noch jungen Saison jedoch noch umgekehrt verteilt sind – wer hätte das auf dem Zettel gehabt?! Allerdings hatten die Hessinnen bei allen drei Erfolgserlebnissen neben dem Können auch eine gehörige Portion Glück. Und die Hauptstädterinnen – viel mehr Pech geht ja kaum.

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Ihren bislang einzigen Sieg fuhren die Berlinerinnen daheim gegen Herne ein: Der stand mit 70:64 aber bis in die Schlussminute auf wackligen Beinen. Mit knappen Spielen kennen sich die beiden Universitätsstadt-Teams also aus. Weitere Gemeinsamkeit: Zwei Alba-Spielerinnen trugen mal das Blue-Dolphins-Trikot: Marie Bertholdt absolvierte von 2017 bis 2023 für den BC 157 Pflichtspiele. Theresa Simon lief von 2019 bis 2023 für Marburg 105 Mal auf.

Seitdem sind die beiden Ex-Delfine beim Meister von 2024 nicht mehr wegzudenken. Marie gehört mit gut 22,5 Einsatzminuten zu den meistbeschäftigten Albatrossen und sammelt dabei im Schnitt 10 Punkte und 6 Rebounds. Theresa kommt in knapp 19 Minuten auf 5 Punkte, 2 Rebounds und 3 Assists.

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In der Berliner Scorerliste liegt Tessa Stammberger (Smallforward / 1,81 Meter / 10,5 Pkt.) vorn. Außerdem zu beachten sind unter anderem die Routiniers Lena Gohlisch (Pointguard / 1,73 m / 8,5 Pkt. / 3,5 Assists) und – sofern wieder fit – Deeshyra Thomas (Pointguard / 1,70 m / 13 Pkt. / 4 Ass.) sowie zwei Akteurinnen, die frisch vom College kommen: Jo Raflo (USA / Shootingguard / 1,84 m / 7 Pkt.) und Abby Muse (USA / Powerforward / 1,90 m / 2,5 Pkt. / 4,5 Reb.).

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Die Blue Dolphins haben gegen Alba in sechs Versuchen noch nie gewonnen. Doch haben die Lahnstädterinnen jetzt schon ihren besten Saisonstart seit 2018 hingelegt. Und das historische Comeback vorigen Samstag in Herne – noch nie seit dem Wiederaufstieg 1992 hat ein Marburger Erstliga-Team einen 17-Punkte-Rückstand zur Halbzeit noch in einen Sieg gedreht – könnte weiteres Selbstvertrauen geben.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Gegen Berlin wird es ein komplett anderes Spiel als in Herne. Sie spielen einen anderen Basketball: eine sehr gute Verteidigung, und in der Offensive spielen sie sehr kontrolliert und wissen genau, was sie zu tun haben. Berlin hat eine gute Mischung aus Jungen und Erfahrenen sowie guten ausländischen Spielerinnen. Da gibt es sehr viel zu beachten. Wir dürfen auf keinen Fall die Fehler aus der ersten Halbzeit in Herne [33:50-Rückstand] wiederholen und ohne Konzentration spielen. Das hat Herne gut ausgenutzt. So was können wir uns aber nicht leisten. Daran, dass wir den vierten Sieg in Serie holen könnten, denke ich nicht. Natürlich will ich gewinnen, aber es geht nur darum, so viele Siege wie möglich einzusammeln und nicht um irgendwelche Serien. Es wird bestimmt ein gutes Spiel zum Zuschauen. Ich hoffe, dass viele Leute in die Halle kommen, denn die Unterstützung unserer Fans hilft uns sehr.“
(von Marcus Richter)