BC Pharmaserv Marburg reist zu Giro-Live Panthers Osnabrück

BC Pharmaserv Marburg reist zu Giro-Live Panthers Osnabrück
Mit vereinten Kräften wollen die Blue Dolphins Marburg um Kapitänin Mia Heide am Sonntag, 26. Oktober, am 5. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bei den Giro-Live Panthers Osnabrück bestehen. Foto: Stefan Tschersich
Mit vereinten Kräften wollen die Blue Dolphins Marburg um Kapitänin Mia Heide am Sonntag, 26. Oktober, am 5. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bei den Giro-Live Panthers Osnabrück bestehen. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins wollen als Team dagegenhalten

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
Giro-Live Panthers Osnabrück – BC Pharmaserv Marburg
(Sonntag, 26.10.2025, 16 Uhr, OSC-Halle A).

Zu einem Gastspiel in Osnabrück reist der BC Pharmaserv Marburg (Bilanz 3:1) am 5. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga. Die Partie bei den Giro-Live Panthers (2:2) beginnt am Sonntag, 26. Oktober, um 16 Uhr. Mit einem Sieg würden die Gastgeberinnen das Team aus Hessen einholen.

Beide Duellanten waren am vorherigen Spieltag unterlegen. Während die Blue Dolphins in eigener Halle gegen das Defensiv-Bollwerk von Alba Berlin mit 50:68 das Nachsehen hatten, gestalteten die Niedersächsinnen die Partie bei Meister Rutronik Stars Keltern in zwei Vierteln ausgeglichen und mussten sich im Grunde nur dem Gala-Auftritt von Ex-Marburgerin Alex Wilke (28 Punkte) mit 69:77 beugen.

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Die andere Niederlage des OSC kam mit 65:70 beim Pokalsieger Saarlouis Royals. Gewonnen wurde daheim gegen die Eisvögel USC Freiburg (92:65), dazu ein Quasi-Freilos gegen die Berlinerinnen, deren Zug es nicht bis nach Osnabrück schaffte.

Beim Blick auf die Statistiken nach vier Spielen (für Osnabrück sogar nur drei) deuten sich einige Tendenzen an: Die Osnabrückerinnen führen als Team die Liga bei den erzielten Punkten pro Spiel (das 20:0 gegen Berlin nicht eingerechnet) an (75,3), ebenso in den Trefferquoten bei den Zweiern (54,1 Prozent) sowie Dreiern (32,8 %) und damit logischerweise auch in der Feldwurfquote (45,9 %).

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Die Marburgerinnen sind – obwohl bei Zweiern und Dreiern einzeln betrachtet nur Mittelmaß – in der Quote aus dem Feld sogar auf Rang 2 (41,5 %). Der OSC seinerseits hat ligaweit die zweitbeste Freiwurfquote (77,9 %) und Reboundausbeute (35,7 pro Spiel).

Mehr als 29 Minuten Einsatzzeit bekommen bei den Gastgeberinnen Kristen Spolyar (USA / Shootingguard / 1,78 Meter / 19,3 Punkte / 5 Rebounds / 2,7 Assists), Brianna Rollerson (USA / Centerin / 1,86 m / 16,3 Pkt. / 8 Reb.), Olympiateilnehmerin Lina Sontag (Powerforward / 1,91 m / 12 Pkt. / 6,5 Reb. / 2 Ass.), und Océane Monpierre (Frankreich / Pointguard / 1,71 m / 9,7 Pkt. / 3 Ass.), wobei Letztere mit 3,3 Steals pro Spiel die bisher beste Balldiebin der Liga ist, und Kennedy Dickie (Kanada / Smallforward / 1,84 m / 8 Pkt.). Außerdem lassen Stina Almqvists (Schweden / Smallforward / 1,85 m) 8,7 Zähler pro Partie in weniger als 15 Spielminuten aufhorchen. Die Ex-Marburgerin Joey Klug kommt im Schnitt auf gut 13 Minuten.

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Das Parkett im „Datos Home of the Panthers“ in Osnabrück war zuletzt ein hartes Pflaster für die Vertretungen aus Marburg: Der bisher letzte Sieg datiert auf den 6. März 2016 (81:78 nach Verlängerung). Seitdem traten die Blue Dolphins sechs mal in Folge hängenden Kopfes den gut zweieinhalbstündigen Heimweg an. Um das verflixte siebte Mal zu verhindern, gilt daher gegen das offensiv stärkste Team der Liga: Lasst sie bloß nicht werfen! Zumindest einen Schwachpunkt scheint der OSC zu haben: 21,3 Ballverluste pro Partie sind bisher negativer Spitzenwert unter allen zehn Erstligisten.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Uns hat im Heimspiel gegen Berlin die Physis gefehlt. Daran arbeiten wir weiterhin, und wir müssen in Osnabrück besser dagegenhalten. Es ist eine körperlich große Mannschaft, das wird vor allem im Rebound eine Herausforderung. Aber nicht nur unsere großen Spielerinnen, sondern wir müssen das als Team lösen. Sie haben Brianna Rollerson und viele weitere gute Spielerinnen, die es einem schwer machen, und sie spielen einen guten, organisierten und kontrollierten Basketball. Für uns fängt alles in der Defense an. Und in der Offense müssen wir die Balance finden, wann es an der Zeit ist, schnell zu spielen, und wann wir geduldig sein müssen. Und wir müssen kühlen Kopf bewahren, vor allem nach der Niederlage [gegen Berlin].“

(von Marcus Richter)