BC Pharmaserv Marburg empfängt Eigner Angels Nördlingen

BC Pharmaserv Marburg empfängt Eigner Angels Nördlingen
Der BC Pharmaserv Marburg um Kapitänin Mia Heide (am Ball im Testspiel) empfängt am Samstag, 1. November, 19 Uhr, die Eigner Angels Nördlingen um deren Topscorerin Nicole Fransson am 6. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga. Foto: Stefan Tschersich
Der BC Pharmaserv Marburg um Kapitänin Mia Heide (am Ball im Testspiel) empfängt am Samstag, 1. November, 19 Uhr, die Eigner Angels Nördlingen um deren Topscorerin Nicole Fransson am 6. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga. Foto: Stefan Tschersich

Coach Araújo erwartet „schwieriges und knappes Spiel“

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Pharmaserv Marburg – Eigner Angels Nördlingen
(Samstag, 01.11.2025, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).

 

Mit einen Heimspiel startet der BC Pharmaserv Marburg (Bilanz 3:2, Platz 5) in den November. Am 6. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga sind die Eigner Angels Nördlingen (1:4, Platz 9) zu Gast in der Kleinen Georg-Gaßmann-Halle (GGH). Spielbeginn am Samstag, 1. November, ist um 19 Uhr. Die Partie wird präsentiert von Orthozema, dem Orthopädischen Zentrum Marburg Mitte.

Nach einem knappen Viertel der Hauptrunde könnte der Samstagabend mit Blick auf die Tabelle für beide Mannschaften richtungsweisend sein: Die Unistädterinnen haben zwei Siege mehr auf dem Konto als die Kraterbasketballerinnen. Allerdings haben die der Blue Dolphins danach Pokalsieger Saarlouis und Meister Keltern vor der Brust. Die Angels dagegen freuen sich auf zwei machbare Gegner: Freiburg (1:4) und die noch sieglosen mitteldeutschen Basketballerinnen aus Halle.

 

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Die Eigner Angels werden in dieser Spielzeit übrigens volljährig! Es ist ihre 18. Saison im Oberhaus in Folge. Glückwunsch! Das macht den Club aus dem bayerischen Teil Schwabens (oder umgekehrt) zum drittdienstältesten. Auf Platz 2: Herne (19. Saison), auf 1: Marburg (34.). Die Paarung MR – NÖ lässt sich daher durchaus als Traditionsduell bezeichnen.

Was das Pharmaserv erwartet: Nördlingen hat mit 37,8 Prozent ligaweit die schwächste Trefferquote aus dem Feld, die Marburgerinnen sind nach ihrem offensiv schwachen Tag in Osnabrück mit 39,3 Prozent von Rang 2 auf 5 zurückgefallen. Bei den Ballverlusten liegen die Nördlingerinnen mit 20,2 pro Spiel auf dem vorletzten Platz, knapp vor Osnabrück, die die Blue Dolphins (18,8 / Platz 7) am vorigen Spieltag klar besiegten.

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Mehr als 20 Einsatzminuten bekommen für Nördlingen durchschnittlich vier Akteurinnen: Nicole Fransson (Powerforward / 1,87 Meter / Kanada / 19,8 Punkte pro Spiel / 11,6 Rebounds), die aktuell die beste Scorerin und die zweitbeste Rebounderin der Liga ist. Samantha Ashby (Smallforward / Australien, UK / 1,78 m / 19,4 Pkt. / 6,8 Reb.) liegt bei den Assists (3,4) und Steals (2,2) ligaweit unter den Top-Sieben und mit 13 Dreier auf dem Spitzenplatz. Laura Schinkel (Pointguard / 1,73 m / 10,8 Pkt.) erzielte vorige Wochen gegen Keltern 18 Zähler. Vierte im Bunde ist Pauline Meyer (Shootingguard / 1,66 m / 3,4 Pkt.), vor der Saison aus Freiburg gekommen und seit ihrer WNBL-Zeit als Scharfschützin bekannt. Vorige Woche mussten die Angels auf die langzeitverletzten Lisa Bertholdt, Anna Löffler und Sophia Nolan verzichten.

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Für Marburg und Nördlingen ist es das dritte Aufeinandertreffen binnen sieben Wochen. Schon in der Saisonvorbereitung duellierten sich die Teams aus dem Lahntal und aus dem Ries. Beide Male gewannen die Hessinnen: in Nördlingen mit 86:72 und daheim mit 66:65. Letzteres ist auch ein Ergebnis, das für das Pflichtspielmatch am Samstag in Frage kommt. Denn die Delfine machen (inklusive einer Verlängerung) bisher im Schnitt 66,6 Punkte, die Engel 67,2. Die Bilanz aus den jüngsten sechs Pflichtspielen in der GGH liegt für beide Teams bei je drei Siegen, drei Niederlagen.

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Und beide Clubs kommen aus zwei Niederlagen: Marburg 54:70 in Osnabrück und 50:68 gegen Berlin. Nördlingen kassierte daheim ein 63:83 gegen Keltern und in der Vorwoche in Saarlouis ein 70:82. In beiden Partien ließen sich die Angels in je einem Viertel 30 Punkte einschenken – allerdings personell stark geschwächt. Ihren einzigen Erfolg feierte die Equipe aus dem Donau-Ries mit einem dramatischen 66:64 in Berlin.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Wir arbeiten weiter daran, physischer zu spielen, da hatten wir zuletzt Probleme. Wir haben dazu im Training verschiedene Übungen und versuchen da allgemein aktiver zu sein. Das müssen wir dann aber auch so im Spiel umsetzen. Nördlingen hat zwei Spielerinnen, die zusammen mehr als die Hälfte der Punkte machen. Die müssen wir in den Griff kriegen, dabei aber die anderen nicht vergessen, denn die können auch Basketball spielen. Laura Schinkel hat zum Beispiel eine sehr gute Saison. Unsere zwei Siege aus der Vorbereitung bedeuten nichts mehr. Nördlingen ist eins der Teams, die mit uns um die Playoffs spielen. Aber es ist noch früh in der Saison, da kann noch so viel passieren. Es wird noch Überraschungen geben, wie Nördlingens Sieg in Berlin. Nördlingen ist nicht so ein [körperlich] großes Team wie Osnabrück, es dürfte uns eher liegen. Auch vom Spielstil sind sie uns ähnlich. Sie spielen als Team gut zusammen und geben nie auf. Ich erwarte ein schwieriges und knappes Spiel und hoffe, dass wir den vierten Sieg holen.“

(von Marcus Richter)