
Blue Dolphins wollen ins Top-4
Toyota Damen Basketball Bundesliga, Pokal-Viertelfinale:
Qool Sharks Würzburg – BC Marburg
(Samstag, 03.01.2026, 15 Uhr, Sportzentrum Feggrube).
Am ersten Wochenende im neuen Jahr können vier Mannschaften bereits eins ihrer Saisonziele erreichen: das Finalturnier um den Pokal der Toyota Damen Basketball Bundesligen. Der Erstligist BC Marburg hat bei der Auslosung einen der beiden Zweitligisten erwischt: die Qool Sharks Würzburg. Die Partie beim Tabellendritten der Süd-Staffel beginnt am Samstag, 3. Januar, um 15 Uhr.
Im Pokal-Viertelfinale bewerben sich sechs Erst- und zwei Zweitligisten um die vier Startplätze für das Top-4. Mit dabei sind die drei derzeit besten Clubs der Eliteliga, Keltern, Saarlouis und Osnabrück. Und für die Blue Dolphins bietet sich die Möglichkeit, sich zum ersten Mal seit 2019 wieder für diesen Höhepunkt im Basketball-Jahr zu qualifizieren.
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Damals schalteten die Hessinnen im Viertelfinale auswärts den Deutschen Meister Keltern aus – das 69:66 am 6. Januar 2019 blieb bis heute der letzte Sieg gegen den auch aktuellen Champion. Im Top-4 in Herne unterlagen die Marburgerinnen im Halbfinale dem Gastgeber und späteren Pokalsieger und sicherten sich gegen Freiburg Bronze.
In der laufenden Saison hat es die Losfee gut gemeint mit den Lahnstädterinnen: Im Achtelfinale gab es einen schweren aber letztlich machbaren Gegner – das 71:69 in Nördlingen war hart umkämpft – und nun das von der Papierform her leichteste Los: den am niedrigsten platzierten qualifizieren Zweitligisten.
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Die Qool Sharks der Turngemeinde Würzburg stehen nach der Hinrunde der Toyota 2. DBBL Süd mit 7:4 Siegen auf dem dritten Rang. Kurz vor Weihnachten setzte es eine 67:88-Niederlage beim sechstplatzierten TSV Wasserburg. Aber: In eigener Halle sind die Würzburgerinnen in dieser Spielzeit einschließlich Pokal in sechs Auftritten noch ungeschlagen. Im Sportzentrum Feggrube fegten die Haie unter anderem die beiden Top-Teams der Süd-Staffel weg: die in der Liga noch ungeschlagenen Bad Homburg Falcons sowie die zweitplatzierten USC Bascats Heidelberg (die im Pokal-Viertelfinale Alba Berlin empfangen).
Für die Würzburgerinnen treffen in der Liga drei Spielerinnen im Schnitt zweistellig: Mia Wiegand (Pointguard / 1,81 Meter / pro Spiel 13,5 Punkte / 6,3 Rebounds), Kathleen Hill (Kanada / Pointguard / 1,72 m / 12,7 Pkte. / 4,8 Reb. / 5,5 Steals) und Johanna Michel (Powerforward / 1,78 m / 12,2 Pkte. / 7 Reb.). Knapp dahinter reihen sich Paula Wenemoser (Centerin / 1,90 m / 9,8 Pkte. / 5,6 Reb.) und Elina Timoschenko (Powerforward / 1,85 m / 9,3 Pkte. in nur knapp 16 Spielminuten) ein. Im Kader steht in Nora Jacob auch eine gebürtige Marburgerin, die 21-Jährige absolvierte in der vorigen Saison fünf Bundesliga-Einsätze für die Blue Dolphins.
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Trainiert werden die Qool Sharks von Janet Fowler-Michel. Die ehemalige kanadische Nationalspielerin trat früher für die DJKs Bamberg und Würzburg selbst mehrfach gegen Marburg an, zuletzt am 2. November 2005. Im Pokalspiel der 2. Runde in Würzburg erzielte die heute 60-Jährige beim 83:98 gegen den BC 24 Punkte. Es war das bisher letzte Duell der beiden Universitätsstadt-Clubs. In diese Zeit fiel auch der Zusammenschluss der Basketballerinnen von DJK und TG Würzburg.
Fowler-Michels heutiges Team nimmt im Liga-Vergleich einige Spitzenplätze ein: Die Haie weisen in der Süd-Staffel die beste Zweier- (50,1 Prozent) und Feldtreffer-Quote (41,7 Prozent) auf, sammeln die meisten Defensiv-Rebounds (im Schnitt 31,5) und die zweitmeisten Assists (17,1), blocken mehr Würfe (4,9) als alle anderen, geben aber die wenigsten Ballverluste (14,6) und Fouls (13,4) ab.
Marburg mit perfekter Pokal-Bilanz in Würzburg
Trotz des formal einfachsten Loses seien die Marburgerinnen gewarnt. In der Team-Historie seit dem Wiederaufstieg 1992 flog man im Pokal fünf mal gegen ein Zweitligisten raus. 2016 nur wegen eines Formfehlers, aber zuletzt vor am Spieltag genau 15 Monaten in Bad Homburg.
Das letzte mal, dass nur noch ein Zweitliga-Team zwischen Marburg und dem Top-4 stand, erledigten die Blue Dolphins diese Pflichtaufgabe glanzlos aber erfolgreich: vor ziemlich genau zwölf Jahren beim 90:81 in Braunschweig. Insgesamt ist die Viertelfinal-Bilanz des Marburger Teams allerdings mit 8:11 negativ mit zuletzt drei Niederlagen in Folge. Würzburg dagegen ist bislang immer ein gutes Pokal-Pflaster für die Hessinnen gewesen: In allen drei Auftritten dort blieb Marburg gegen den dortigen Zweitligisten siegreich (1992, 2000 und 2005).
José Araújo (Trainer Marburg):
„In Berlin waren wir leider nicht in der Lage, den Sack zu zumachen. Aber wir haben diese Saison schon viele knappe Spiele gewonnen, und so eine Niederlage macht uns nur stärker. Und mit dieser Einstellung wollen wir das Pokalspiel angehen. Würzburg ist eins der besten Teams in der 2. Liga. Sie haben gute Veteraninnen und gute junge Spielerinnen. Pointguard Kathleen Hill ist eine Schlüsselspielerin. Sie werden sich auf dieses Spiel besonders freuen, und sie spielen zu Hause. Es ist ein K.-o.-Spiel, und anders als in der Liga, bekommst du keine zweite Chance. Manchmal gibt es Überraschungen, aber wir können es uns nicht leisten, auszuscheiden. Daher müssen wir unsere Leistung bringen und das Spiel kontrollieren. Mir ist egal, ob alle von uns einen Sieg erwarten, wir müssen unsere Arbeit machen. Darum wollen wir das Spiel mit Ernsthaftigkeit, Sorgfalt und Respekt angehen, da ist es egal, dass es gegen einen Zweitligisten geht.“
(von Marcus Richter)
Das Pokal-Viertelfinale:
Sa., 03.01.2026, 15.00 Uhr: Qool Sharks Würzburg (2. Liga) – BC Marburg
Sa., 03.01.2026, 17.30 Uhr: USC Bascats Heidelberg (2. Liga) – Alba Berlin
Sa., 03.01.2026, 19.00 Uhr: Saarlouis Royals – Herner TC
So., 04.01.2026, 16.00 Uhr: Rutronik Stars Keltern – Giro-Live Panthers Osnabrück.
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