BC Marburg verliert in Saarlouis Royals erstes Playoff-Spiel

BC Marburg verliert in Saarlouis Royals erstes Playoff-Spiel
Lia Kentzler (hier im Heimspiel) zeigte in Saarlouis eine starke Leistung. Foto: Stefan Tschersich
Lia Kentzler (hier im Heimspiel) zeigte in Saarlouis eine starke Leistung. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins unterliegen nach tollem Fight – und müssen Samstag siegen

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga,
Playoff-Viertelfinale (best of three), Spiel 1:
Saarlouis Royals – BC Marburg 79:66. (40:35 / Serie 1:0).

Playoff-Viertelfinale (best of three), Spiel 2:
BC Marburg – Saarlouis Royals
(Karsamstag, 04.04.2026, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).

Der BC Marburg ist mit einer Niederlage in die Playoffs gestartet. Die Blue Dolphins unterlagen am Donnerstag, 2. April, bei den favorisierten Saarlouis Royals nach großem Kampf mit 66:79. In der Viertelfinalserie der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga liegen die Hessinnen damit mit 0:1 Spielen zurück und müssen nun ihr Heimspiel gewinnen, um im Wettbewerb zu bleiben. Erfolgreichste Punktesammlerin der Partie war Nationalspielerin Emma Eichmeyer (22 Punkte / 2 Dreier), Topscorerin für Marburg war Caitie Jones (15/1). Spiel 2 der Serie im Modus „best of three“ beginnt am Karsamstag, 4. April, um 19 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle. Ein Entscheidungsspiel würde am Ostermontag, 6. April, um 17 Uhr in Saarlouis ausgetragen.

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„Ihr könnt verdammt stolz auf euch sein!“ Das sagte Marburgs Trainer José Araújo zu seinen Spielerinnen in der Besprechung kurz nach Spielende. Die Marburgerinnen haben alles gegeben, dem Tabellenzweiten sehr viel abverlangt, einen 12-Punkte-Rückstand wettgemacht – und stehen doch mit leeren Händen da.

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Ohne ihre weiterhin unter starken Rückenschmerzen leidende Kapitänin Mia Heide und mit einer körperlich geschwächten Lea Debeljak mussten andere Spielerinnen die Lücken füllen. Ersatz-Kapitänin Marianna Byvatov holte 10 Rebounds, Lia Kentzler 9, das Team 41 und damit 2 mehr als der Gegner.

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So erkämpften sich die Blue Dolphins 65 Feldwürfe – 6 mehr als der Favorit, der vorigen Samstag im letzten Hauptrundenspiel in Marburg mit einem dominanten 95:62-Auswärtssieg ein Zeichen gesetzt hatte. Allerdings waren die Royals mit einer Trefferquote von 46 Prozent gegenüber 32 Prozent der Blue Dolphins deutlich überlegen.

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Die Hessinnen kamen gut aus den Startblöcken, führten 16:8 (6. Minute). Dann drehten die Gastgeberinnen auf, erzielten einen viertelübergreifenden 13:0-Lauf, und beim 31:19 (13.) sah es so aus, als würden die Favoritinnen erneut einem königlich souveränen Erfolg entgegensehen. Diesmal nicht!

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Caitie Jones blies per Dreier zur Attacke, Lia Kentzler setzte sich mehrfach energisch unter den Körben durch, die Marburgerinnen legten einen 15:2-Lauf aufs Parkett und führten nach 17 Minuten wieder – mit 34:33. Doch mit einem 35:40-Rückstand wurden die Seiten gewechselt.

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Und die Blue Dolphins blieben weiter dran: Dreier Sara Guerreiro, Dreier Greta Kampschroeder, Dreier Marianna Byvatov und nochmal Dreier Kampschroeder – und die Lahnstädterinnen lagen wieder in Führung – mit 49:47 (25.). Und auch beim 52:51 (27.) hatten sie die Nase noch vorn. Doch mit einem 10:0-Lauf sicherten sich die Saarländerinnen einen 61:53-Vorsprung nach 30 Minuten, und brachten diesen schließlich nach Hause. Auch, weil der leidenschaftliche Einsatz der Marburgerinnen seinen Tribut zollte.

Nun geht es für die Blue Dolphins am Samstag in eigener Halle darum, mit einer erneut engagierten Leistung einen Sieg einzufahren. Dann geht’s Montag nochmal Saarlouis. Ansonsten ist die Saison für die Marburgerinnen beendet.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft! Der Plan war ,dagegenhalten, dagegenhalten, dagegenhalten‘, und das haben wir getan. Im Rebound haben wir eine Wahnsinns-Leistung gezeigt. Wir haben physisch und psychisch richtig viel investiert. Nach dem, was vorige Woche passiert ist, haben wir genau richtig reagiert. Es war ein ausgeglichenes Spiel. Aber wenn du so ein Spiel gewinnen willst, musst du konstant bleiben, und wir haben ein paar kleine Fehler gemacht. Aber wir sind nach einem 12-Punkte-Rückstand zurückgekommen und haben sogar geführt. Das war super! Wir haben mutig gespielt, genau wie ich es gefordert hatte. Wir waren wieder wir selbst, haben nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Ich kann mich heute nicht beschweren. Jetzt heißt es gut erholen und auf Samstag vorbereiten. Wir werden ein paar Detail in Defense und Offense ändern. Wir sind noch nicht fertig und bereit, wieder einen großen Kampf zu liefern!“

Statistik:

VIERTEL: 26:19, 14:16, 21:18, 18:13.

SAARLOUIS: Hannah Biwersi (n. e.), Martha Burse (8 Punkte), Emma Eichmeyer (22 / 2 Dreier), Jordyn Jenkins (14), Elina Koskimies (9/1), Roosa Lehtoranta (10/1), Nogaye Lo Sylla (n. e.), Magaly Meynadier (3/1), Jessika Schiffer (n. e.), Brynn Shoup-Hill (0), Marie Simon (n. e.), Egle Zabotkaite (13/1).

MARBURG: Marianna Byvatov (9/1), Lea Debeljak (2), Allyson Fertig (8), Sara Guerreiro (13/3), Nafi Harz (3/1), Caitlyn Jones (15/1), Greta Kampschroeder (8/2), Lia Kentzler (5), Lucy Michel (2), Ana Raimundo (1).

SR: Tobias Kazda, Vytautas Steckas, David Messmer. Z: 891.

 

Fun Facts:

Es war Marburgs erstes Playoff-Spiel seit 03.04.2022 (68:82-Niederlage in Freiburg) und das erste in Saarlouis seit 28.04.2017 (80:57-Sieg im Hinspiel um Bronze).

Fail Facts:

Elfte Niederlage in der Bundesliga gegen Saarlouis hintereinander nach 16.01.2022 (71:65 auswärts).

 

(von Marcus Richter)

 

Nächste Spiele (Playoff-Viertelfinale):

Spiel 1: Saarlouis – Marburg 79:66 (Serie 1:0)

Spiel 2: Karsamstag, 4. April, 19 Uhr: Heimspiel gegen Saarlouis (Tickets hier)

Spiel 3 – falls nötig: Ostermontag, 6. April, 17 Uhr: Auswärtsspiel in Saarlouis (Tickets hier).

 

Playoffs:

Viertelfinale (best of three, 1./2. April, 4. April, 6. April):

(Plätze 1 – 8): Rutronik Stars Keltern 72:42 – Herner TC (Serie 1:0)

(2 – 7) Saarlouis Royals – 79:66 – BC Marburg (Serie 1:0)

(3 – 6) TK Hannover Luchse – 56:76 Syntainics MBC (Serie 0:1)

(4 – 5) Alba Berlin – 56:40 Giro-Live Panthers Osnabrück (Serie 1:0).

 

Halbfinale (best of five, ab 10. April):

Sieger (Keltern – Herne) – Sieger (Berlin – Osnabrück)

Sieger (Saarlouis – Marburg) – Sieger (Hannover – Halle).