BC Marburg verliert Playoff-Halbfinalspiel 2 in Halle beim Syntainics MBC

BC Marburg verliert Playoff-Halbfinalspiel 2 in Halle beim Syntainics MBC
Allyson Fertig (am Ball, gegen MBC-Spielerin Sona Svetlikova) war im 2. Playoff-Halbfinalspiel in Halle gegen den MBC Topscorerin der Blue Dolphins. Foto: Hartmut Boesener
Allyson Fertig (am Ball, gegen MBC-Spielerin Sona Svetlikova) war im 2. Playoff-Halbfinalspiel in Halle gegen den MBC Topscorerin der Blue Dolphins. Foto: Hartmut Boesener

Comeback der Blue Dolphins bleibt diesmal aus

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga,
Playoff-Halbfinale (best of five), Spiel 2:
Syntainics MBC – BC Marburg 81:71 (43:39 / Serie 1:1)

Playoff-Halbfinale (best of five), Spiel 3:
BC Marburg – Syntainics MBC (Serie 1:1)
(Mittwoch, 15.04.2026, 20 (!!) Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Der BC Marburg hat die zweite Partie im Playoff-Halbfinale der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga verloren. Der gastgebende Syntainics MBC gewann am Montagabend, 13. April, in Halle an der Saale mit 81:71 und glich damit die „Best of five“-Serie aus. Erfolgreichste Punktesammlerinnen waren vom MBC Ex-Marburgerin Alexia Allesch mit einem Double-Double (20 Punkte / 1 Dreier / 10 Rebounds) und Katelyn Shumate (16/2). Topscorerin für die Blue Dolphins war Allyson Fertig (14) vor Sara Guerreiro (13/3). Die nächsten beiden Matches steigen in Marburg: Spiel 3 schon diesen Mittwoch, 15. April, 20 Uhr. Zum Einzug ins Finale sind drei Siege nötig.

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Das wäre auch zu schön gewesen. Nach dem 89:78-Auswärtssieg in der Auftaktpartie am Samstag wäre für die Hessinnen auch ein Erfolg in der zweiten Begegnung möglich gewesen. Nach einem verpatzten Start (0:9, 4. Minute) und einem 14:24-Rückstand nach dem ersten Viertel taten die Lahnstädterinnen das, was sie schon oft gezeigt haben: Kämpfen und einen zweistelligen Rückstand aufholen. Kurz nach der Halbzeitpause (39:43 aus Marburger Sicht) holte Allyson Fertig die erste Marburger Führung heraus (45:43, 23.) – dann übernahmen die Gastgeberinnen wieder das Zepter und brachten den Sieg ins Ziel.

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Mehrfach waren die Blue Dolphins nochmal dran, hatten starke Aktionen, wirkten dann aber teilweise zu hektisch, gaben hart erkämpfte Bälle zu leicht wieder her oder nahmen überhastete Würfe. Der MBC war die cleverere Mannschaft und nutzte die gegnerischen Fehler aus. Ein Marburger Buzzerbeater zum 51:57 nach 30 Minuten durch Lea Debeljak gab nochmal Energie. Ebenso wie die knapp 30 mitgereisten Blue-Dolphins-Fans. Auch das kostenlose Public Viewing im Cineplex in Marburg war gut besucht.

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Zwei Minuten vor Schluss kamen die Gäste nochmal auf 67:72 heran. Ein Dreier von Shumate und zwei clever herausgeholte Freiwürfe durch Liz Smith bauten die Führung der Gastgeberinnen auf zehn Punkte aus. Und so endete die Partie für Marburg mit einem Zehn-Punkte-Rückstand – wie das erste Viertel. Bleibt noch zu hoffen, dass MBC-Spielerin Anna Suckstorff, die hart auf den Boden aufschlug und länger behandelt werden musste, diesen Mittwoch wieder fit mit nach Marburg reisen kann.

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Dann beginnt um 20 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle Spiel 3. Es wird das erste Marburger Heimspiel im Playoff-Halbfinale seit fünf und – auch wegen Corona – das erste mit Zuschauern seit 2019 sein. Historisch hat der BC 21 seiner 26 Heimspiele gegen Halle/MBC gewonnen. Seit zehn Jahren und drei Monaten haben die Blue Dolphins in den sieben Heimspielen gegen diesen Gegner nicht mehr verloren.

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Weiterer Fun Fact: Blue-Dolphins-Trainer José Araújo coachte in der (später wegen Corona abgebrochenen und annullierten) Saison 2019/20 die Halle Lions, sein Team verlor damals in Marburg mit 77:74. Als Marburger Übungsleiter gewann er beide bisherigen Heimspiele gegen den MBC. Kleine Stichprobe, aber: Wann immer also Halle in Marburg spielt und Araújo an der Seitenlinie steht, gibt es einen Heimsieg. Gleiches gilt für Playoffs in Marburg: Gegen die Saalestädterinnen gab es bisher vier Siege aus vier Spielen.

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José Araújo (Trainer Marburg):

„Falls irgendjemand gedacht hatte, das zweite Spiel werde leicht, der lag falsch. Der MBC hat ein gutes Team. Diesmal sind sie besser gestartet als wir und haben uns auf dem falschen Fuß erwischt. Wir waren zwar in der Lage, zurückzukommen, haben aber immer, wenn es eng war, ein paar Fehler gemacht, und das hat Halle bestraft. Aber das war klar. Das sind eben die Playoffs, und die sind für viele von uns etwas Neues. Wir wollten mindestens ein Auswärtsspiel gewinnen, und das haben wir geschafft. Diese Niederlage ist also kein Drama. Jetzt müssen wir uns sammeln und am Mittwoch für das nächste Spiel wieder bereit sein.“

Lea Debeljak (Spielerin Marburg):

„Wir sind zu dem zweiten Spiel hier angereist und haben gewusst, dass Halle hart starten würde. Wir sind zwar in das Spiel mit 1:0 Siegen reingegangen, aber wurden am Anfang für unsere Fehler hart bestraft. Sie haben den Ton angegeben. Wir können trotzdem froh darüber sein, wo wir gerade sind. Ich denke, dass wir beweisen müssen, warum wir im Halbfinale stehen. Ich bin froh, dass wir als Nächstes zuhause spielen. Das ändert jedoch nichts daran, dass es harte Spiele werden.“

Timur Topal (Trainer MBC):

„Glückwunsch an meine Mannschaft. Sie haben heute eine Riesenleistung abgerufen. Es war ein sehr toughes Spiel, sowohl physisch als auch mental. Beide Teams haben sehr viele verschiedene Verteidigungen gespielt. Ich glaube, wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir die richtige Mentalität hatten. Und wenn wir diese Mentalität zeigen, dann finden wir Lösungen gegen alle Verteidigungsformen. Aber das muss einfach gegeben sein, dass wir diese Physis an den Tag legen. Ich glaube, Marburg hat durch die Teilnahme am Pokal-Top-4 und auch durch die Do-or-die-Situation im Viertelfinale das schon durchlebt und ist als Mannschaft daran gewachsen. Wir haben jetzt ein Spiel gebraucht, um da reinzukommen.“

 

Statistik:

VIERTEL: 24:14, 19:25, 14:12, 24:20.

MBC/HALLE: Anna Alborova (0 Punkte), Alexia Allesch (20/1 Dreier), Romy Bär (10/2), Khalis Cain (4), Nicole Brochlitz (5/1), Katelyn Shumate (16/2), Anna Suckstorff (7/1), Sona Svetlikova (8), Liz Smith (11).

MARBURG: Marianna Byvatov (6/1), Lea Debeljak (8), Allyson Fertig (14), Lena Graf (n. e.), Sara Guerreiro (13/3), Nafi Harz (n. e.), Mia Heide (5/1), Caitlyn Jones (5/1), Greta Kampschroeder (8), Lia Kentzler (2), Lucy Michel (2), Ana Raimundo (8).

SR: Maximilian Meiler, Sören Rucht, Susanne Winking; TK: Stefan Tietz. Z: 680.

 

Fun Facts:

Mia Heide erzielt den 2.000 Marburger Punkt in einem Auswärtsspiel gegen den MBC (SV Halle): das 53:59 in der 32. Minute.

Fail Facts:

Marburg verliert das Spiel mit derselben Differenz wie das erste Viertel. / Marburgs erste Niederlage in den diesjährigen Playoffs nach drei Siegen in Folge – damit bleibt die Drei-Spiele-Erfolgsserie in einem Playoff-Jahr die längste in der Clubgeschichte – nur einmal vorher erreicht: in der Meistersaison 2003 (Siege in beiden Viertelfinalspielen plus dem ersten Halbfinale). / Marburg bekommt im zweiten Spiel in Folge in Halle weniger Freiwürfe (Spiel 1: 19 / Spiel 2: 11) als der Gegner verwandelt (22/12).

(von Marcus Richter)

 

Nächste Spiele:

Playoff-Halbfinale (best of five):

Spiel 3: Mittwoch, 15. April, 20 Uhr: Heimspiel gegen Syntainics MBC (Halle) – (Tickets hier)

Spiel 4: Freitag, 17. April, 20 Uhr: Heimspiel gegen Syntainics MBC (Halle) – (Tickets hier)

Spiel 5 * Sonntag, 19. April, 16 Uhr: Auswärtsspiel in Syntainics MBC (Halle) – (Tickets hier).

 

(Platz 6 – 7) Syntainics MBC (Halle) – 78:89 / 81:71 – BC Marburg (Serie 1:1)

/ Spiel 1 / Spiel 2 / Spiel 3 / Spiel 4 / Spiel 5*

 

(Platz 1 – 4) Rutronik Stars Keltern – 62:46 / 68:48 – Alba Berlin (Serie 2:0)

/ Spiel 1 / Spiel 2 / Spiel 3 / Spiel 4* / Spiel 5*

 

*) falls nötig.