
Blue Dolphins sind Deutsche Vizemeisterinnen 2026!
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga,
Playoff-Finale (best of five):
Spiel 4: BC Marburg – Rutronik Stars Keltern 62:73 (28:35 / Serie 1:3).
Der BC Marburg ist zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte Deutscher Vizemeister! Am Freitag, 1. Mai, unterlagen die Blue Dolphins in eigener Halle im vierten Finalspiel der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga gegen die Rutronik Stars Keltern mit 73:62. Damit sicherte sich der Hauptrundensieger und Titelverteidiger in der Endspielserie nach dem „Best of five“-Format den notwendigen dritten Sieg und gewann seine zweite Meisterschaft in Folge, die fünfte insgesamt.
Erfolgreichste Punktesammlerin der Partie war Kelterns Kapitänin und Ex-Marburgerin Alex Wilke (19 Punkte / 2 Dreier), für Marburg war Caitie Jones (16/4) die Topscorerin. Als Wertvollste Spielerin der Finalserie (MVP) wurde Alex Wilke (67 Punkte / 6 Dreier, 15 Rebounds, 21 Assists, 5 Steals in den vier Partien) ausgezeichnet. Auch in der Finalserie 2025 hatte Wilke diesen Titel gewonnen, ebenso in der jüngsten Bundesliga-Hauptrunde.
Herzlichen Glückwunsch an das Team von Präsident Dirk Steidl um Trainerin Matea Tavic und vor allem an „unsere“ Alex!
<<< Spiel 4: Re-Live >>>
Was war das für ein Saisonabschluss … Draußen herrliches Mai-Wetter. Drinnen wahre Playoff-Atmosphäre. Auf dem Feld ein packender Final-Fight. Die Blue Dolphins haben auch im vierten Delfinale wieder alles gegeben. Haben dem Meister Paroli geboten. Bis zum Schluss alles versucht. Zur nächsten Sensation hat es nicht gereicht. Und bei allem sportlichen Ehrgeiz und allen Träumen: Vielleicht sollte es so sein, dass es nicht ins fünfte Spiel ging. Dass die Marburgerinnen ihre Silbermedaille nicht auswärts bekamen, vor 30, 40 eigenen Fans. Sondern in der zum vierten Mal in Folge ausverkauften heimischen Georg-Gaßmann-Halle.
Der 40-minütigen Anfeuerung durch die BC-Fans während einer Partie mit Höhen und Tiefen, folgten nicht enden wollender Applaus und „Marburg, Marburg“-Sprechchöre – bis der Deutsche Meister geehrt wurde. Die 850 Zuschauer, einschließlich der rund 75 Personen starken Anhängerschaft aus Keltern, wussten zu würdigen, was diese Marburger Mannschaft um Trainer José Araújo in dieser Spielzeit geleistet hat. Vor zwei Jahren sportlich abgestiegen, voriges Jahr die Playoffs verpasst und nun: Eine Bronzemedaille im Pokal und zum Abschluss Silber in der Meisterschaft – es war die erfolgreichste Marburger Saison nach dem Gewinn von Pokal und Meisterschaft im Jahr 2003.
<<< Spiel 4: komplette Statistik >>>
Dieses Marburger Team hat die Menschen begeistert. Hat den Haushohen Favoriten in drei der vier Finalspiele mächtig geärgert, eins sogar gewonnen – Kelterns einzige Heimniederlage dieser Spielzeit.
Der Champion lag von Beginn an vorn (8:6, 4. Minute) und setzte mit einem 14:0-Lauf zum 22:6 ein erstes Ausrufezeichen (7. Minute). Die Blue Dolphins taten das, wofür ihre Fans sie lieben: Sie geben nie auf. Und so kämpften sich die von Tabellenplatz sieben in die Playoffs gestarteten Hessinnen auf 24:26 heran (16.), und mit 28:35 ging es in die Halbzeitpause. Dann drückte Keltern nochmal aufs Gas, führte 45:30 (25.), ehe Caitie Jones mit vier Dreiern, Marianna Byvatov per And-one und Allyson Fertig den Rückstand auf 47:49 nach 30 Minuten verkürzten.
Bis zum 56:58 (35.) blieb alles offen, dann zogen die Titelverteidigerinnen mit sechs getroffenen Freiwürfen am Stück vorentscheidend auf 64:56 davon, dreieinhalb Minuten vor Schluss. Mehr war trotz allen Einsatzes des BC-Teams nicht drin. Marburgs letzten Korb erzielte Greta Kampschroeder 16 Sekunden vor Schluss, den letzten Punkt der Saison ihr Kelterner Trikotnummernpendant Karina Konstantinova 12 Sekunden vor der Schlusssirene.
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Geweint wurde dann auf beiden Seiten, auf der einen vor Freude und Glück, auf der anderen vor Frust und Trauer. Doch die Marburger Fans halfen ihren Lieblingen dabei, recht schnell auch Stolz und Freude zuzulassen über das Erreichte. Über eine historische Saison voller Emotionen, die alle, die auf dieser Reise dabei waren, wohl nie vergessen werden.
Einen weiteren Grund für gute Laune im Marburger Lager lieferte der Champion selber … Der hatte nämlich seine Trophäe in der Halle vergessen. Und so beehrten dann mehrere Kelterner Meisterinnen um Alex Wilke die Vizemeisterfeier der Blue Dolphins mit ihrer Anwesenheit, um das Objekt der Begierde zum zweiten Mal überreicht zu bekommen. Diesmal durch BC-Teammanager Stefan Gnau. Es war eine seiner letzten Amtshandlungen. Mit Ende der Saison übergibt er an Daniel Rohm.
José Araújo (Trainer Marburg):
„Wir haben eine tolle Serie gespielt. Auch heute haben wir wieder hart gekämpft, sind mehrfach von -15 zurückgekommen, wir wollten unbedingt ins fünfte Spiel, aber es hat am Ende nicht gereicht. Auch unsere Saison war super, wir bauen hier Schritt für Schritt etwas auf für den Verein, alle ziehen super mit. Und die Spielerinnen sind der Wahnsinn. Wir haben jeden Tag daran gearbeitet, Basketball auf die richtige Weise zu spielen. Auch wenn wir mal schlechtere Spiele hatten, auch wenn wir verloren haben: Die Leute sind in die Halle gekommen, sie haben uns gerne spielen gesehen. Und jetzt haben wir zwei Medaillen gewonnen. Natürlich hätten wir gerne eine Trophäe gehabt, aber das ist Sport. Ich fühle mich extrem geehrt und bin sehr glücklich mit unserer Saison.“
Alex Wilke (Spielerin Keltern, Final-MVP, 2016-2022 Marburg):
„Ich bin sehr glücklich über die Meisterschaft. Wir haben das jetzt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zwei Mal hintereinander geschafft, und ich bin froh, ein Teil davon zu sein. Den MVP-Titel habe ich meinen Mannschaftskolleginnen und meinen Trainern zu verdanken, denn wir sind ein Team. Für Marburg freut es mich, dass sie immer noch so super Fans haben und so eine super Saison gespielt haben, Hut ab vor der Leistung. Ich habe mich super gefreut, wieder hier zu spielen. Es fühlt sich immer an, wie nach Hause zu kommen.“
Statistik:
VIERTEL: 14:24, 14:11, 19:14, 15:24.
MARBURG: Hanna Adaszeswka (n. e.), Marianna Byvatov (9 Punkte), Lea Debeljak (5 / 1 Dreier), Allyson Fertig (8), Sara Guerreiro (4), Nafi Harz (n. e.), Mia Heide (3), Caitlyn Jones (16/4), Greta Kampschroeder (4), Lia Kentzler (5), Lucy Michel (0), Ana Raimundo (8/1).
KELTERN: Maud Huijbens (12), Alex Kiss-Rusk (8), Karina Konstantinova (9), Kylin McGuff (6), Ana Mandic (4), Makenna Marisa (7/1), Nevena Rosic (6), Ysaline Saulnier (2), Anastasia Schlipf (n. e.), Alex Wilke (19/2).
SR: Alexandra Pawlik, Sven Rosenbaum, Jens Rupprecht; TK: Amirhossein Safarzadeh; Z: 850 (ausverkauft).
Gesamtstatistiken alle 4 Finalspiele:
Marburg : Keltern:
Trefferquote Zweier 42,2 : 43,4 Prozent (Versuche 147:166).
Trefferquote Dreier 29,8 : 27,7 Prozent (94:83).
Trefferquote Feldwürfe 37,3 : 38,2 Prozent (241:249).
Trefferquote Freiwürfe 64,0 : 86,7 (75:83).
Rebounds 156:156 (offensiv 108:108).
Turnovers 64:55.
Steals 33:40.
Assists 47:63.
Fouls 66:82 (ausgefoult 2:3).
Fun Facts:
Marburg gewinnt genau zwei Monate nach Pokal-Bronze (1. März) mit Meisterschaftssilber seine zweite Medaille in derselben Saison – zum ersten Mal seit Meisterschaft und Pokalsieg im Jahr 2003. / Beide Finalisten steigen im Vergleich zum Pokal-Top-4 nun in der Meisterschaft um einen Podestplatz höher: Marburg von Bronze auf Silber, Keltern von Silber auf Gold. / Das 37. Saisonpflichtspiel stellt (ohne Europapokal) einen neuen Marburger Rekord dar – eine Partie mehr als in der Meistersaison 2002/03. / Marburgs achtes Saisonpflichtspiel gegen Keltern bedeutet neuen Team-Rekord (bisher sieben Spiele: dieses Saison gegen Saarlouis, 2002/03 gegen Wasserburg). / Durch die Partie am 1. Mai dauert Marburgs Saison zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg 1992 länger als April.
Fail Facts:
Anders als vor 23 Jahren bei der Meisterschaft, als Marburg beide Heimspiele in der Finale gewann, gehen diesmal beide Heimspiele verloren. / Auch im vierten Anlauf (nach 2012, 2013 und 2014) schafft es der Tabellensiebte nicht, die Finalserie gegen den Hauptrundensieger zu gewinnen. / 150. Heimniederlage in der Bundesliga des BC Marburg (seit 1996/97; 256 Siege, 1 Unentschieden).
(von Marcus Richter)
Playoff-Finale (best of five):
Spiel 1: Freitag, 24. April: Rutronik Stars Keltern – 69:65 – BC Marburg (Serie 1:0)
Spiel 2: Sonntag, 26. April: Rutronik Stars Keltern – 67:69 – BC Marburg (Serie 1:1)
Spiel 3: Mittwoch, 29. April, 20 Uhr: BC Marburg – 60:76 – Rutronik Stars Keltern (Serie 1:2)
Spiel 4: Freitag, 1. Mai, 16 Uhr: BC Marburg – 62:73 – Rutronik Stars Keltern (Serie 1:3).
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