BC Marburg empfängt Giro-Live-Panthers Osnabrück zum ersten Heimspiel 2026/27

BC Marburg empfängt Giro-Live-Panthers Osnabrück zum ersten Heimspiel 2026/27
Das wünschen sich die Blue Dolphins um Allyson Christensen fürs erste Heimspiel als Vizemeister: eine volle Halle und einen Sieg - wie Mitte April im Playoff-Halbfinale gegen Halle. Archivfoto: Stefan Tschersich
Das wünschen sich die Blue Dolphins um Allyson Christensen fürs erste Heimspiel als Vizemeister: eine volle Halle und einen Sieg – wie Mitte April im Playoff-Halbfinale gegen Halle. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins wollen zweiten Sieg mit voller Halle

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Marburg – Giro-Live-Panthers Osnabrück
(Samstag, 10.10.2026, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).

Nach dem Auswärtserfolg zum Saisonauftakt 2026/27 (62:50 in Berlin) steht für den BC Marburg das erste Heimspiel in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga an. Zum zweiten Spieltag empfangen die Blue Dolphins am Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr in der Kleinen Georg-Gaßmann-Halle die Giro-Live-Panthers Osnabrück. Die setzten sich zum Rundenstart vor eigenem Publikum mit 65:63 gegen die Saarlouis Royals durch.

Aber: „Aufgrund erheblicher Unstimmigkeiten bei der Punkteerfassung haben die Royals Protest gegen die Wertung der Partie eingelegt und das entsprechende Beweismaterial bereits bei der Spielleitung eingereicht“, teilen die Royals auf der Website der Liga mit. Bei Redaktionsschluss war noch keine Entscheidung über die Spielwertung veröffentlicht.

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In der viertgrößten Stadt Niedersachsens hat man in der Sommerpause den Kader ordentlich durcheinandergewirbelt – ganz anders als beim Vizemeister aus Hessen. Nur drei Spielerinnen aus dem aktuellen Kader standen in der Vorsaison im OSC-Aufgebot: Lilly Rüße und Louisa Riehemann (beide 21) sowie US-Shootingguard Kristen Spolyar. Letztere verletzte sich Mitte Dezember 2025 und kam seitdem nicht mehr zum Einsatz. Ein Abgang der Panthers landete sogar in Marburg: Theresa Spatzier ist unsere neue Nummer 12.

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Auch an der Seitenlinie steht bei Osnabrück neues Personal: Die Belgierin Jill Lorent (39) wird als neue Cheftrainerin durch Mathias Tobback unterstützt. Vier ihrer Schützlinge erzielten am ersten Spieltag zweistellige Punktwerte. Alle neu. US-Shootingguard Sabrina Haines holte in 34:40 Einsatzminuten 17 Punkte mit 3 Dreiern und dazu 7 Rebounds. US-Centerin Johanna Langbehn (1,88 Meter / 32:21 Minuten) 15 Punkte und 12 Rebounds. Die deutsche Nationalspielerin Jessika Schiffer (30:45 Min.) sammelte 13 Punkte mit 2 Dreiern plus 4 Assists. Und die niederländische Shootingguard Iris Vennema (1,86 Meter / 36:07 Min.) verbuchte 10 Zähler mit 2 Dreiern. Das spricht für Ausgeglichenheit im Kader: Viele können punkten.

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Der Blick auf die Mannschaftsstatistik vom Saisonstart legt nahe, dass es bei 19 Ballverlusten noch mit der Abstimmung gehapert haben könnte (Marburg in Berlin 15). An der Freiwurflinie waren Panthers und Blue Dolphins bei der Premiere mit 83 Prozent (10/12) exakt gleich erfolgreich. Unter den Körben könnte es interessant werden: In beiden Teams stehen jeweils sechs Athletinnen mit mindestens 1,80 Meter Körpergröße.

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Der bisher letzte Sieg der Hessinnen gegen Osnabrück liegt schon drei Jahre, siebeneinhalb Monate und sechs Niederlagen zurück: Am 25. Februar 2023 setzten sich die Blue Dolphins daheim mit 73:61 durch. Von damals ist allerdings in beiden Kadern niemand mehr dabei. Ein Erfolgserlebnis würde den Gastgeberinnen besonders guttun, denn an den beiden folgenden Wochenenden stehen zwei schwere Auswärtsspiele an: beim Vorjahresdritten Halle und Meister Keltern.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Wir dürfen nach unserem Auftaktsieg nicht nachlässig werden. Am wichtigsten ist, dass wir weiter an den Dingen arbeiten, die noch nicht so gut geklappt haben – wie das Rebounding, die Transition-Defense oder das Pick-and-Roll. Auf den guten Sachen wollen wir aufbauen. Osnabrück hat viele neue Spielerinnen und eine neue Trainerin mit viel internationaler Erfahrung. Sie wissen alle, was sie auf dem Feld tun und verteilen gut den Ball. Dafür müssen wir bereit sein. Wir sind froh, dass wir endlich wieder zu Hause spielen. Und wir hoffen, dass die Zuschauer in großer Zahl erscheinen und wir wieder ein volles Haus und eine tolle Atmosphäre haben. Das hilft uns immer eine Menge. Und so wollen wir den zweiten Sieg holen.“

(von Marcus Richter)