
Alle Blue Dolphins treffen beim zweiten Heimsieg
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Marburg – Eisvögel USC Freiburg 78:68 (39:28).
Arbeitssieg für den BC Marburg. Am 5. Spieltag in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bezwangen die Blue Dolphins (Bilanz jetzt 3:2) die vorher punktgleichen Eisvögel des USC Freiburg mit 78:68. Erfolgreichste Punktesammlerin für Marburg am Samstagabend, 31. Oktober, war Sara Guerreiro (24 Punkte / 5 Dreier), die auch zur „CSL Behring Spielerin des Tages“ gewählt wurde. Ebenfalls 24 Zähler erzielte Freiburgs Abigail Prohaska. Ein Double-Double sammelte Marburgs Allyson Christensen (13 Punkte / 14 Rebounds).
Bei den Lahnstädterinnen durfte Lilly Meister nur von der Bank aus zuschauen: Von ihrer im vorhergehenden Spiel erlittenen Knieverletzung hat sie sich noch nicht erholt. Die frisch operierte Julia Vydrová (Wadenbeinbruch) konnte nicht mal in der Halle sein. Erfreulich aber: Alle zehn spielfähigen Marburgerinnen trafen.
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Dafür war’s auf dem Feld manchmal schon ein bisschen gruselig. Passend zu Halloween. 20 Ballverluste für die Hessinnen und 19 für den Gegner sprechen nicht gerade für Feinkost. Auch manche Würfe gingen doch arg weit daneben. Und dass beide Teams besser Dreier trafen als unterm Korb, spricht auch für sich. Dafür war’s spannend. In den ersten 20 Minuten zumindest.
Nach holprigem Beginn beiderseits führten die Eisvögel nach zehn Minuten mit 21:20. Amelia Hassett sorgte in der 23. Minute per Dreier für den letzten Führungswechsel (26:24). Dieser Fakt war da aber noch noch nicht abzusehen. Die Blue Dolphins verballerten in der ersten Halbzeit fünf Freiwürfe, und auf manchen Offensiv-Rebound hätte man gern verzichtet und lieber im ersten Versuch getroffen. Aber die Gastgeberinnen gaben nun den Rhythmus vor, und das war der Schlüssel dafür, sich bis zum Seitenwechsel mit einem 13:4-Lauf auf 39:28 abzusetzen.
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In der Halbzeitpause übergaben Vertreter der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und von Innexis dem Blue-Dolphins-Fanclub drei neue Trommeln. Damit die engsten Anhänger unser Team weiterhin daheim und auswärts lautstark unterstützen können. Außerdem stellten sich die „Löwen Mut Kids“ des Vereins Leben mit Krebs Marburg vor.
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Die Blue Dolphins hatten die Partie nun im Griff. Mit einem 9:2-Lauf erhöhten sie auf 51:37 (26.). Und Lena Graf erzielte per Dreier die höchste Führung (61:44, 29.). Eigentlich war das Ding durch. Dann wurde es aber wieder gruselig, was auch BC-Trainer José Araújo missfiel: „Da haben wir angefangen, verrückte Sachen zu machen, und das ist nicht unser Stil.“
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Die Eisvögel wehrten sich nach Kräften und kamen tatsächlich noch auf 63:71 heran, bei 3:44 Minuten auf der Uhr. Vor allem, weil Abigail Prohaska jetzt den Nachbrenner einschaltete: 15 der 19 Freiburger Punkte im letzten Viertel gingen auf ihr Konto – die anderen vier machte Eboni Walker. Spätestens aber nach dem Dreier von Nafi Harz 118 Sekunden vor Schluss zum 76:65 war der dritte Saisonsieg – der zweite im zweiten Heimspiel – unter Dach und Fach.
José Araújo (Trainer Marburg):
„Das war ein sehr wichtiger Sieg. Freiburg wird noch viele Mannschaften ärgern. Wir wollten das Tempo kontrollieren, und immer wenn wir das gemacht haben, lief es für uns gut. So haben wir uns auch Ende des zweiten Viertels einen größeren Vorsprung erspielt. Wenn wir Freiburg haben das Tempo bestimmen lassen, waren sie besser. Wir haben in der zweiten Halbzeit immer einen relativ sicheren Vorsprung gehabt, aber im Basketball passieren manchmal verrückte Dinge. Und 20 Ballverluste sind zu viel. Das Positivste aus dem Spiel für mich ist, dass alle zehn Spielerinnen ihren Beitrag zu diesem Sieg geleistet haben. Was auch gut ist: Julia [Vydrová] ist erfolgreich operiert worden. Wir wünschen ihr alles Gute und wissen sie bei unserer medizinischen Abteilung in besten Händen.“
Stefan Möller (Trainer Freiburg):
„Was in der Statistik auffällt, sind natürlich viel zu viele Offensiv-Rebounds für Marburg und zu viele unnötige Ballverluste auf unserer Seite. Ich glaube, dass wir besser als Team agieren und defensiv besser abgestimmt sein müssen. Und wenn wir dann im richtigen Moment auch die richtige Energie haben, haben wir immer Stopps generiert. Wenn wir das schaffen und mit maximaler Intensität spielen, haben wir sehr gute Chancen, in dieser Liga gut auszusehen. Von daher werden wir weiter daran arbeiten und von Woche zu Woche als Team wachsen.“
Statistik:
VIERTEL: 20:21, 19:7, 22:21, 17:19.
MARBURG: Marianna Byvatov (5 Punkte / 1 Dreier), Allyson Christensen (13), Lea Debeljak (4), Lena Graf (3/1), Sara Guerreiro (24/5), Nafi Harz (3/1), Amelia Hassett (15/2), Lucy Michel (5/1), Ana Raimundo (4), Theresa Spatzier (2).
FREIBURG: Frederike Askamp (4/1), Karla Busch (n. e.), Britta Daub (9/2), Helena Englisch (0), Lara Gierlich (0), Antonia Kraushaar (7/1), Abigail Prohaska (24/3), Rim Taha (8/2), Teagan Thurman (7), Eboni Walker (9).
SR: Ehsan Saeidi, Jossip Filipovic, Michel Kremer. Z: 632.
Fun Facts:
Marburgs 38. Sieg im 70. Pflichtspiel gegen Freiburg (nach unserem Wiederaufstieg 1992), und daheim lautet die Bilanz 21:12. / Fünfter Sieg gegen Freiburg in Folge ist die längste aktive Marburger Erfolgssträhne gegen einen der neun anderen Erstligisten (gleich mit fünf Siegen gegen Nördlingen) und bedeutet die zweitlängste Siegesserie gegen Freiburg überhaupt (nach 6 Siegen vom 31.01.2015 bis 09.03.2019). / Marburg gewinnt ein Spiel trotz 20+ Ballverlusten zum ersten Mal seit einem Jahr: 01.11.2025 (27 BV; 67:44-Heimsieg gegen Nördlingen). / Marburg gewinnt die Rebounds bei den drei bisherigen Saisonsiegen jeweils zweistellig und verliert sie zweistellig bei den beiden Niederlagen.
Fail Fact:
20 Ballverluste sind für Marburg die meisten seit dem 10.01.2026 (21; 88:68-Heimsieg gegen Freiburg).
(von Marcus Richter)
Nächste Spiele:
Samstag, 07.11.2026, 19 Uhr, auswärts bei Saarlouis Royals.
Sonntag, 22.11.2026, 15.30 Uhr, Heimspiel gegen Herner TC (Tickets hier).
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