BC Marburg empfängt Giro-Live-Panthers Osnabrück

BC Marburg empfängt Giro-Live-Panthers Osnabrück
Caitie Jones erzielte im Hinspiel in Osnabrück 13 Punkte für den BC Marburg. Am Samstag, 21. Februar, empfangen die Blue Dolphins um 19 Uhr zum 19. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga die Giro-Live-Panthers zum Rückspiel. Foto: Stefan Tschersich
Caitie Jones erzielte im Hinspiel in Osnabrück 13 Punkte für den BC Marburg. Am Samstag, 21. Februar, empfangen die Blue Dolphins um 19 Uhr zum 19. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga die Giro-Live-Panthers zum Rückspiel. Foto: Stefan Tschersich

Blue-Dolphins-Coach fordert: Rebounding, Rebounding, Rebounding!

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Marburg – Giro-Live-Panthers Osnabrück
(Samstag, 21.02.2026, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).

Drei Spieltage stehen in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga vor den Playoffs noch an. Und das Rennen um die besten Startplätze für die Meisterschaftsrunde im April spitzt sich zu. Der BC Marburg (Bilanz 11:8) grüßt vom dritten Platz. Dort stand vor Kurzem noch der kommende Gegner: die Giro-Live-Panthers Osnabrück (10:9 / Platz 5). Am 20. Spieltag der Hauptrunde empfangen die Blue Dolphins am Samstag, 21. Februar, um 19 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle die Mannschaft des Vorjahresdritten aus Niedersachsen. Präsentiert wird die Partie von Fingerhaus.

Fingerhaus

Die Pflicht haben die Hessinnen mit Bravour bestanden: in den vergangenen drei Wochen drei Siege gegen die drei Mannschaften auf den hinteren Plätzen des Tableaus, davor der Überraschungs-Coup in Hannover. Und plötzlich winkt ein Platz unter den ersten Vier und der Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde.

Doch die Konkurrenz ist eng: Zwischen Marburg als Tabellendrittem und den siebtplatztierten Berlinerinnen liegt gerade einmal ein(!) Sieg. Und das Restprogramm der Lahnstädterinnen hat es in sich: nach Osnabrück warten – nach dem Pokal-Top-4 – noch auswärts der Meister und Spitzenreiter Keltern und am letzten Spieltag der Pokalsieger und Tabellenzweite Saarlouis.

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Grund genug, mit voller Konzentration und Energie in das kommende Heimspiel zu gehen. Im Hinspiel am 26. Oktober kamen die Hessinnen in Osnabrück mit 54:70 unter die Räder. Das erste und das dritte Viertel gingen gründlich in die Hose – in Summe mit 50:24. Die beiden geraden Spielabschnitte gewannen die Marburgerinnen mit 30:20. Das war am fünften Spieltag. Inzwischen haben die Blue Dolphins weitere Tiefen erlebt, schweben aber gerade auf einem Hoch.

Während die Blue Dolphins – zum ersten Mal seit vier Jahren – vier Ligaspiele am Stück gewonnen haben, kommen die Osnabrückerinnen aus zuletzt drei Niederlagen: 58:83 daheim gegen Berlin, 66:69 in Halle und 57:71 daheim gegen Hannover. Davor hatten die Panthers dreimal in Folge gewonnen: gegen Halle, in Berlin und gegen Saarlouis.

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Ein Grund für die Ergebniskrise sind sicher die verletzungsbedingten Ausfälle der Spitzenspielerinnen Kristen Spolyar (im Hinspiel 21 Punkte) und Brianna Rollerson (11 Punkte). Dafür wurden Taylor Valladay (aus Keltern / USA / Pointguard / 1,68 m / im Schnitt 9,3 Punkte / 3,2 Rebounds) und Lina Loceniece (Lettland / Shootingguard / 1,78 m / 9,3 Pkte.) nachverpflichtet.

Unter den fünf gesunden OSC-Topscorerinnen stehen außerdem die deutsche Olympiateilnehmerin Lina Sontag (Powerforward / 1,91 m / 9,7 Pkte. / 7 Reb.), Kennedy Dickie (Kanada / Smallforward / 1,84 m / 9 Pkte. / 4,9 Reb.) und Oceane Monpierre (Frankreich / Pointguard / 1,71 m / 8,6 Pkte.). Ex-Marburgerin Joey Klug kommt im Schnitt in knapp 21 Spielminuten auf 4,6 Punkte und 3,7 Rebounds. Dass von den Aktiven niemand im Schnitt zweistellig punktet, heißt nur eins: Gemeinsam sind sie stark! Die Verantwortung ist auf viele Schultern verteilt.

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Ein Blick auf die Liga-Statistiken zeigt: In wichtigen Kategorien liegen Marburg und Osnabrück eng beieinander: In der Zweierquote liegen die Panthers mit 48,7 Prozent ligaweit auf dem zweiten Platz, die Blue Dolphins mit 46,9 Prozent auf Rang vier. Bei den Dreiern stehen die Delfine mit 28,3 Prozent auf Platz vier, die Panther mit 27,3 Prozent auf dem achten Rang. In der Summe der Feldwürfe sind die Marburgerinnen mit 41,3 Prozent Dritter, knapp vor Osnabrück mit 40,5 Prozent einen Platz dahinter.

Leicht sicherer von der Freiwurflinie sind die Hessinnen mit 71,9 Prozent als Siebter vor den Niedersächsinnen mit 66,7 Prozent auf dem vorletzten Rang. Bei den Rebounds liegen beide Teams dicht beieinander: Marburg mit 38,3 auf Platz sechs, Osnabrück mit 37,6 auf sieben. Auch bei den Ballverlusten sind die Lahnstädterinnen mit 17,8 als fünftschwächste Mannschaft ein Plätzchen besser als die Panthers mit 17,7 Turnovers.

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Der bislang letzte Erfolg der Marburgerinnen gegen Osnabrück liegt ziemlich genau drei Jahre zurück. Seit dem 73:61-Heimsieg am 25. Februar 2023 setzte es fünf Niederlagen am Stück. Und aus den letzten acht Partien gingen sieben verloren. Ein guter Zeitpunkt, um die Serie zu brechen.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Das Hinspiel hat Osnabrück komplett unter Kontrolle gehabt. Das wollen wir diesmal übernehmen. Aber das wird richtig schwierig. Osnabrück hat ein paar Spiele verloren, weil sie Verletzungsprobleme und eine entsprechend kleine Rotation hatten. Aber sie sind nach wie vor eins der Top-Teams der Liga. Sie haben viele erfahrene Spielerinnen und viele, die sowohl auf den Positionen 3 und 4 aber auch unter dem Korb spielen können. Es ist schön, dass wir auf dem dritten Platz stehen, aber bis zum siebten ist es auch nur ein Sieg Unterschied. Wir haben vielleicht kein wahnsinnig tolles Budget, und vielleicht nicht die wahnsinnig tollen Namen, aber wenn wir alles zusammenbringen, was wir können, können wir manchmal wahnsinnig guten Basketball spielen. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, wo wir herkommen. Vorigen Samstag [beim 63:59-Heimsieg gegen Nördlingen] haben wir das Rebound-Duell klar verloren, daher trainieren wir diese Woche Rebounding, Rebounding, Rebounding! Darauf wird es ankommen.“

(von Marcus Richter)