
Coach Araújo erwartet „interessantes Spiel mit interessanten Duellen“
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Pharmaserv Marburg – TK Hannover Luchse
(Samstag, 29.11.2025, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).
Zum Auftakt des 9. Spieltags in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga kommt es zum Aufeinandertreffen zweier Tabellennachbarn: Der BC Pharmaserv Marburg (Bilanz 4:4) als Fünftplatzierter empfängt die TK Hannover Luchse (5:3), die auf Rang vier stehen. Präsentiert wird die Partie am Samstag, 29. November, 19 Uhr, in der Georg-Gaßmann-Halle von den Stadtwerken Marburg.
Zuvor, ab 15.45 Uhr, spielt in der selben Halle Marburgs Zweite Mannschaft (Bilanz 4:4) in der Regionalliga gegen die Zweite Mannschaft der Falcons Bad Homburg (6:2). Der Eintritt zu dieser Partie ist frei.
Das wird kein leichter Gang für die Blue Dolphins, sportlich und auch sonst. Am Freitag voriger Woche verstarb der Ehrenpräsident des Clubs, Jürgen Hertlein. Der 83-Jährige hatte seinem Team noch im vorigen Heimspiel in der Halle die Daumen gedrückt. Hertlein war von 1997 bis 2017 Präsident des BC Marburg.
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Sportlich ist die Begegnung insofern von Brisanz, als dass es nach derzeitigem Stand ein Match im Playoff-Viertelfinale sein könnte – in dem der Vierte gegen den Fünften ran muss. Und mit einem Heimerfolg würde das Pharmaserv-Team den Gegner sogar überholen. Allerdings fließen bis Anfang April, wenn die Playoffs beginnen, noch jede Menge Wasser die Lahn und die Leine hinunter.
Beide Mannschaften haben in dieser Saison schon je ein Wahnsinns-Comeback hingelegt: Die Marburgerinnen am dritten Spieltag, als sie in Herne einen 17-Punkte-Halbzeitrückstand mit zwei Dreiern in den Schlusssekunden in einen 72:69-Sieg drehten. Noch irrer war das Ding, das die Luchse vorigen Sonntag daheim drehten: Gegen Berlin lagen sie genau sechs Minuten vor Schluss mit 15 Zählern zurück, ließen nur noch zwei Punkte zu und gewannen mit 77:71. Wow!
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In Herne allerdings hatte Hannover zwei Wochen zuvor mit 63:73 verloren. Zum Saisonauftakt fügten sie jedoch dem Meister aus Keltern – der vorigen Sonntag den BC mit 76:64 bezwang – die bislang einzige Saisonniederlage zu. Die weiteren Siege holte dder TKH in Nördlingen (74:67), in Halle/MBC (71:62) und gegen Freiburg (73:47).
Drei Luchse punkten im Schnitt zweistellig: Topscorerin der gesamten Liga ist Lashae Dwyer (Kanada / Pointguard / 1,68 Meter / pro Spiel 20 Punkte / 4,9 Rebounds / 2,5 Steals sind Liga-Platz 3). Im TKH-Team folgen Alyssa Brown (USA / Powerforward / 1,85 m / 16,1 Pkte. sind Liga-Platz 5 / 8,1 Reb. sind Liga-Platz 8 / 2,3 St. sind Liga-Platz 7) und Lovisa Hjern (Schweden / Pointguard / 1,75 m / 11,9 Pkte. / 5,3 Reb. / 4,9 Assists sind Liga-Platz 2). Dahinter reihen sich Rowena Jongeling (Niederlande / Powerforward / 1,88 m / 7 Pkte. / 6,6 Reb.) und Serena Manala (Frankreich / Centerin / 2,02 m / 5,8 Pkte. / 6,1 Reb.) ein. Ein heißes Händchen hatte vorige Woche zudem Hannovers Isländerin Kolbrun Armannsdottir, die Berlin in der Crunchtime zwei Dreier reindonnerte.
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Fun und Fail Facts aus dem Liga-Statistiken: Hannover hat die schwächste Trefferquote aller zehn Teams bei den Zweiern (43,7 Prozent / Marburg: 44,2 Prozent; Platz 8) und gibt die wenigsten Assists (10,8 / Marburg: 13,6; Platz 8). Hannover bekommt aber die meisten Freiwürfe (22,6 pro Spiel / Marburg: 20,6; Platz 4), während Marburg bislang am wenigsten foult (17,1 / Hannover: 20,3 sind die zweitmeisten). Die Luchse sammeln die meisten Defensiv- (29,4 / Marburg: 26,3; Platz 5) und Gesamt-Rebounds (42,8) und liegen damit knapp vor Marburg (40,1; Platz 2). Das 23. Treffen beider Teams ist erst das zweite (nach dem 3. November 2023), bei dem im Spieltagskader bei Hannover keine ehemalige Marburgerin stehen wird (so nicht noch ein Blitztransfer kommt).
Die Hessinnen zeigten zuletzt gegen die beiden nationalen Titelträger, Pokalsieger Saarlouis (57:61) und Meister Keltern, über weite Strecken gute Leistungen, die aber nicht für einen Coup reichte. Den positiven Trend wollen die Blue Dolphins fortsetzen. Und vielleicht klappt’s ja am Vorabend des 1. Advent mit der ersten Überraschung. Zuletzt gewannen die Luchse im direkten Duell sieben Spiele hintereinander. Der bislang letzter Sieg des Pharmaserv-Teams gegen diesen Gegner liegt drei Jahre und neun Monate zurück: am 19. Februar 2022 besorgte Alex Wilke (jetzt Keltern) in letzter Sekunde das 75:73.
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Nach dem Hannover-Spiel bleibt kaum Zeit zum Durchatmen: Schon vier Tage später steigen die Erstligisten in den Pokal-Wettbewerb ein: Im Achtelfinale müssen die Blue Dolphins nach Nördlingen (Spielbeginn am Mittwoch, 3. Dezember, ist um 19.30 Uhr) reisen. Gegen die Eigner Angels gab es in der Saisonvorbereitung zwei Siege, im Liga-Duell einen weiteren.
José Araújo (Trainer Marburg):
„Aus dem Keltern-Spiel nehmen wir jede Menge gute Sachen mit. Hannover spielt aber völlig anders, auch wenn auch sie eine rundherum sehr starke Mannschaft mit vielen Spielerinnen haben, die punkten können. Lashae Dwyer ist schnell, kann viele Spielzüge kreieren und viele Punkte machen. Rowena Jongeling ist eine Veteranin in der Liga, die genau weiß, wie man das Spiel kontrolliert. In Serena Manala haben sie eine gefährliche, sehr große Spielerin in der Zone. Auch Alyssa Brown punktet konstant. Sie können das Spiel defensiv und offensiv kontrollieren, schnell spielen und in kurzer viele Punkte machen, wie man im vorigen Spiel gesehen hatten. Wir müssen zusehen, dass wir den Rhythmus des Spiels bestimmen, sonst wird es echt schwierig. Es könnte ein interessantes Spiel mit interessanten Duellen geben.“
(von Marcus Richter)
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