BC Pharmaserv Marburg verliert bei Giro-Live Panthers Osnabrück

BC Pharmaserv Marburg verliert bei Giro-Live Panthers Osnabrück
Die Marburgerinnen um Sara Guerreiro (am Ball) hatten bei den Osnabrückerinnen um Lina Sontag (links) einen schweren Stand- Foto: Franz Schulte
Die Marburgerinnen um Sara Guerreiro (am Ball) hatten bei den Osnabrückerinnen um Lina Sontag (links) einen schweren Stand- Foto: Franz Schulte

Blue Dolphins fehlt in Osnabrück die Physis

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
Giro-Live Panthers Osnabrück – BC Pharmaserv Marburg 70:54 (34:24).

Der BC Pharmaserv Marburg (Bilanz jetzt 3:2) hat sein zweites Spiel in Folge verloren. Am 5. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga unterlagen die Blue Dolphins vor allem wegen Schwächen in den Vierteln zu Beginn der beiden Halbzeiten bei den Giro-Live Panthers Osnabrück (Bilanz jetzt 3:2) mit 54:70.

Erfolgreichste Punktesammlerin der Partie war die Osnabrückerin Kristen Spolyar (21 Punkte / 5 Dreier), erfolgreichste Marburgerinnen waren Allyson Fertig mit einem Double-Double (13 Punkte; 10 Rebounds) und Caitie Jones (13/1). Ihr Bundesliga-Debüt für die Blue Dolphins erlebte das 18-jährige Eigengewächs Hanna Adaszewska in den letzten 90 Sekunden der Partie.

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Die Gäste traten ohne Ana Raimundo an (Oberschenkelprobleme). Doch zunächst stand die BC-Verteidigung gut gegen das besten Offensiv-Team der Liga. Defensivrebounds und erzwungene Ballverluste machten den Niedersächsinnen den Start schwer. Allerdings brachten auch die Hessinnen ihre offensiven PS – bis dato ligaweit die zweibeste Trefferquote aus dem Feld – nicht aufs Parkett.

Nach dem 4:10-Rückstand (7. Minute) ließ der BC 11 Punkte in Folge zu und lag nach dem ersten Viertel schon mit 11:23 im Hintertreffen. Acht Ballverluste hatten sich die Marburgerinnen bis dahin schon geleistet, am Ende waren es 23. Im zweiten Durchgang agierten die Blue Dolphins kontrollierter und hatten vor allem im Rebound (22:15 zur Halbzeit) die Oberhand. So ging dieser Abschnitt mit 13:11 an die Gäste, der Rückstand nur noch 10 Punkte. Ein bisschen Hoffnung.

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Der Neustart nach dem Seitenwechsel geriet aber zur mittleren Katastrophe! Gleich der Einwurf landete in den Händen einer Osnabrückerin, zwei leichte Punkte. In den ersten fünfeinhalb Minuten des dritten Durchgangs gelang den Marburgerinnen nur ein Korberfolg (26:39, 22.), den Giro-Live Panthers dagegen 17 Punkte. Topscorerin Kristen Spolyar schraubte per Dreier die Führung auf 51:26 (26.). Nur zwei Marburgerinnen trafen in diesem Viertel: Allyson Fertig (4 Punkte) und Caitie Jones (9), beim Gegner waren sieben Akteurinnen erfolgreich.

Zwar hielten die Marburgerinnen den OSC unter seinem Schnitt bei den erzielten Punkten und Wurfquoten. Doch war die eigene Offensivleistung nicht ausreichend, um den Panthers über 40 Minuten Paroli zu bieten: Die bisher ligaweit zweitbeste Feldtrefferquote (von 41,5 Prozent wurde mit 29,8 Prozent (17/57) deutlich unterboten.

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Den Schlussdurchgang begann die Heimmannschaft mit einem Dreier zur höchsten Führung (64:37). Danach zeigten die Gäste mehrere starke Aktionen, sei es im Rebound, im Kampf um den Ball oder mit schön herausgespielten und hochprozentigen Abschlüssen. Doch war es längst zu spät, um der Partie noch eine Wende zu geben.

 

José Araújo (Trainer Marburg):

Wir sind gleich im ersten Viertel in der Verteidigung zusammengebrochen und haben viele kleine Fehler gemacht. Osnabrück hat auf einmal seine Würfe getroffen und wir nicht, dann sind wir hektisch geworden. Dann kämpfst du dich auf -10 zur Halbzeit heran und verpatzt dann den Start ins dritte Viertel komplett. Wir dürfen aber nicht vergessen, gegen wen wir gespielt haben: Wir haben jetzt gegen zwei Top-Teams verloren. Das ist kein Drama, aber ich bin sicher, wir können das besser. Unser größtes Problem in beiden Spielen war unsere mangelnde Physis.Wir haben im Training daran gearbeitet, waren da aber im Training besser als in den Spielen. Wenn man sieht, dass Osnabrück 21 Fouls hat und wir 13, wird klar, dass wir nicht hart genug dagegenhalten haben. Wir haben insgesamt nicht konstant genug gespielt. Wir haben zwar nie aufgegeben zu kämpfen, haben das aber oft auf die falsche Weise gemacht und uns nicht an unseren Plan gehalten, sondern sind hektisch geworden. Wir müssen auf schwierige Situationen besser reagieren. Aber das können wir aus diesen Spielen lernen.“

 

Statistik:

VIERTEL: 23:11, 11:13, 13:27, 9:17

OSNABRÜCK: Stina Almqvist (6 Punkte), Milica Cuic (3/1 Dreier), Kennedy Dickie (17/3), Johanna Klug (4), Oceane Monpierre (4), Brianna Rollerson (11), Leni Ruholl (0), Louisa Riehemann (0), Lilly Rüße (0), Lina Sontag (4; 10 Rebounds), Kristen Spolyar (21/5), Teodora Zecevic (0).

MARBURG: Hanna Adaszeswka (0), Marianna Byvatov (3/1), Lea Debeljak (9/1), Allyson Fertig (13; 10 Rebounds), Lena Graf (0), Sara Guerreiro (6/1), Mia Heide (4), Caitlyn Jones (13/1), Greta Kampschroeder (2), Lia Kentzler (4), Lucy Michel (0).

Z: 750 (ausverkauft).

 

Fun Facts:

Eigengewächs Hanna Adaszewska ist die 175. Spielerin mit einem Einsatz im Marburger Erstliga-Basketball seit dem Wiederaufstieg 1992.

 

Fail Facts:

Marburgs siebte Niederlage in Osnabrück in Folge (bisher letzter Sieg; 06.03.2016; 81:78 n.V.). /

 

Marburgs erst vierte Auswärtsniederlage, wenn im vierten Viertel weniger als 10 Punkte zugelassen wurden (17:9; zuletzt: 30.10.2022; 63:67 in Halle; 13:9). / Marburg verliert zum siebten Mal seit dem Wiederaufstieg 1992 zwei Spiele hintereinander mit jeweils weniger als 55 erzielten Punkten (zuletzt 19.11.2017; 52:76 daheim gegen Wasserburg / 25.11.2017; 53:68 auswärts in Herne).

(von Marcus Richter)

 

Nächste Spiele:

Samstag, 01.11.2025, 19 Uhr, Heimspiel gegen Eigner Angels Nördlingen (Tickets hier)

Samstag, 08.11.2025, 19 Uhr, Heimspiel gegen Saarlouis Royals (Tickets hier)

Sonntag, 23.11.2025, 16 Uhr, Auswärtsspiel bei Rutronik Stars Keltern.