BC Marburg verliert beim Pokalsieger Saarlouis Royals

BC Marburg verliert beim Pokalsieger Saarlouis Royals
Marburgs Kapitänin Mia Heide (rechts im Hinspiel) verteidigt gegen Saarlouis' Nogaye Lo Sylla. Der BC Marburg unterlag am 18. Januar, am 15. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bei den Saarlouis Royals mit 76:91. Foto: Stefan Tschersich
Marburgs Kapitänin Mia Heide (rechts im Hinspiel) verteidigt gegen Saarlouis‘ Nogaye Lo Sylla. Der BC Marburg unterlag am 18. Januar, am 15. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bei den Saarlouis Royals mit 76:91. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins gehen im Dreierhagel unter – Schwerstes Los im Pokal-Halbfinale

 

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
Saarlouis Royals – BC Marburg 91:76 (46:37).

 

Der BC Marburg (Bilanz jetzt 7:8 / Platz 7) hat am Sonntag, 18. Januar, beim Pokalsieger Saarlouis Royals (11:4 / 2) mit 76:91 (37:46) verloren. Am 15. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga versenkten die Gastgeberinnen sage und schreibe 15 Dreipunktwürfe. Erfolgreichste Punktesammlerin der Partie war Saarlouis‘ Debütantin Egle Zabotkaite (18 Punkte / 2 Dreier), für Marburg Kapitänin Mia Heide (17/1). Durch Siege der Konkurrenz aus Berlin und Halle rutschten die Hessinnen auf den siebenten Rang ab.

In der Halbzeitpause wurden die Halbfinalpartien für das Pokal-Top-4 am 28. Februar und 1. März in Berlin ausgelost. Die Marburgerinnen haben in Meister und Tabellenführer Rutronik Stars Keltern den dicksten Brocken erwischt. Das andere Semifinale bestreiten Titelverteidiger Saarlouis und Gastgeber Alba Berlin.

 

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Die Marburgerinnen gingen hoch motiviert und fokussiert in die Partie in der Stadtgartenhalle. War es doch vom Spielplan her die letzte Möglichkeit, vor der Pokal-Endrunde einen der anderen Teilnehmer zu ärgern. Dass daraus nichts wurde, lag zum einen am Zielwasser, das die Royals getrunken hatten. Dass sie gute Distanzschützinnen sind, war bekannt. Aber 15 erfolgreiche Distanzwürfe – bei 33 Versuchen?? Wahnsinn!! Acht verschiedene Saarlouiserinnen trafen von draußen. Weiterer großer Faktor war das körperliche Spiel der Hausherrinnen, die sich clever und gnadenlos der Linie der Unparteiischen anpassten. Die Hessinnen kamen damit gar nicht zurecht.

Aus einer Marburger 7:5-Führung (2. Minute) wurde ein 11:7-Rückstand (3.) und mit 25:19 holten sich die Gastgeberinnen das erste Viertel. Drei weitere Royals-Dreier später, und die Partie schien aus Marburger Sicht aus dem Ruder zu laufen: 36:21 nach 23 Minuten. Doch die Blue Dolphins verkürzten salamischeibchenweise, und zum Seitenwechsel war der Rückstand beim 37:46 wieder einstellig. Beide Mannschaften legten eine hohe Intensität an den Tag, wie Bundestrainer Olaf Lange im Halbzeitinterview bescheinigte.

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Die Gäste blieben dran, doch immer wieder machten Saarlouiser Dreier alle Bemühungen zunichte. Allyson Fertig erzielte den 1.000. Marburger Punkt in dieser Bundesliga-Saison zum 39:46 nach 16 Sekunden im dritten Viertel, da hatte Marburg aber schon längst seinen 1.000 Gegenpunkt kassiert. Mit einem ernüchternden 54:71-Rückstand gingen die Hessinnen in den Schlussdurchgang.

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Beim 67:91, genau drei Minuten vor Spielende, drohte es richtig hässlich zu werden. Ein starker Marburger Endspurt drückte das Ergebnis in einen erträglichen Rahmen. Das erste Spiel in Marburg Anfang November war mit 57:61 deutlich knapper ausgefallen. Spätestens am letzten Spieltag der Hauptrunde Ende März treffen sich beide Teams nochmal, dann in Marburg.

Am kommenden Sonntag, 25. Januar, treten die Marburgerinnen bei den TK Hannover Luchsen (Bilanz 9:6 / Platz 4 an).

José Araújo (Trainer Marburg):

„Ich hatte mich sehr auf dieses Spiel gegen einen starken Gegner gefreut. Wir haben auch sehr gut angefangen, waren konzentriert, haben unser Spiel gespielt und uns in Defensive und Offensive jeweils an den Gegner angepasst. Das hat mir sehr gefallen. Dann hat Saarlouis ein paar schwierige Dreier getroffen, und dann lief es bei ihnen, und sie haben auch ein paar offene Würfe bekommen. Ab dem Ende des ersten Viertels hat Saarlouis dann zunehmend physischer gespielt, und wir waren irgendwann nicht mehr in der Lage, damit klarzukommen. Zuletzt hatten wir uns gegen körperlich hart spielende Gegner verbessert, heute haben wir uns aber davon aus der Ruhe bringen lassen. Glückwunsch an Saarlouis, sie waren die bessere Mannschaft mit den besseren Strategien.“

 

Statistik:

VIERTEL: 25:19, 21:18, 25:17, 20:22.

SAARLOUIS: Hannah Biwersi (0 Punkte), Martha Burse (10 / 2 Dreier), Emma Eichmeyer (14/1), Monika Jasnowska (0), Jordyn Jenkins (3/1), Roosa Lehtoranta (3), Nogaye Lo Sylla (13/3), Maggy Meynadier (7/1), Jessika Schiffer (8/2), Brynn Shoup-Hill (15/3), Marie Simon (0), Egle Zabotkaite (18/2).

MARBURG: Hanna Adaszeswka (n. e.), Marianna Byvatov (6), Lea Debeljak (16/2), Allyson Fertig (11), Lena Graf (n. e.), Sara Guerreiro (6), Nafi Harz (0), Mia Heide (17/1), Greta Kampschroeder (3), Lia Kentzler (8), Lucy Michel (0), Ana Raimundo (9/1).

SR: Milutin Jelenic, Andreas Bohn, Vytautas Steckas. Z: 800.

 

Fun Facts:

  1. Duell Saarlouis gegen Marburg seit deren Wiederaufstieg 1992 (Bilanz gesamt 42:38 / in Saarlouis 20:20). / Allyson Fertig erzielt den 1.000. Marburger Punkt in dieser Bundesliga-Saison (39:46, nach 16 Sekunden im dritten Viertel, Fail Fact: Da hatte Marburg aber schon seinen 1.000 Gegenpunkt kassiert (46:32, 1:47 Minuten vor Ende des zweiten Viertels durch Egle Zabotkaite). / Mit 167 Zählern punktreichstes Spiel mit Marburger Beteiligung und mit 76 erzielten Punkte die meisten für Marburg bei einer Niederlage seit 22.02.2025 (85:93-Niederlage in Herne).

Fail Facts:

Neunte Marburger Niederlage gegen Saarlouis in Folge nach 16.01.2022. / 91 zugelassene Punkte sind für Marburg die meisten seit 22.02.2025 (85:93-Niederlage in Herne).

(von Marcus Richter)

 

Nächste Spiele:

Sonntag, 25.01.2026, 16 Uhr, Auswärtsspiel bei TK Hannover Luchse.

Samstag, 31.01.2026, 19 Uhr, Heimspiel gegen Herner TC (Tickets hier)

Samstag, 07.02.2026, 19 Uhr, Auswärtsspiel bei Eisvögel USC Freiburg.