
Blue Dolphins buchen Playoff-Ticket
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Marburg – Herner TC 83:69 (41:31).
Der BC Marburg (Bilanz jetzt 9:8 / Platz 5*) hat sein Heimspiel gegen den Herner TC (4:13 / 9) gewonnen. Am 17. Spieltag in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga gab es für die 827 Zuschauer weit weniger Drama als beim Last-Minute-Auswärtssieg im Oktober im Hinspiel. Während die Blue Dolphins ihr zweites Spiel in Folge gewannen, bleiben die Hernerinnen auch im achten Versuch auswärts erfolglos. Die Partie wurde präsentiert von Footpower. Topscorerin war die Hernerin Makiyah Williams (23 Punkte / 2 Dreier) vor Marburgs Greta Kampschroeder (17/1), die zur „ETL ADVISA Spielerin des Tages“ gewählt wurde. BC-Centerin Allyson Fertig sammelte ein Double-Double (15 Punkte / 11 Rebounds) ein.
Es war nicht immer schön, manchmal sogar zäh. Aber unterm Strich steht der 9. Sieg der Hessinnen im 17. Spiel. Damit steht der BC mit anderthalb Beinen in den Playoffs der besten Acht. Denn Herne als Neunter hat bei noch fünf Spieltagen nun fünf Siege weniger auf dem Konto als die Blue Dolphins und den direkten Vergleich verloren. Möglicherweise gibt es aber eine verrückte Konstellation bei Punktgleichheit unter drei oder mehr Teams, die die Marburgerinnen noch aus der Meisterschaftsrunde kicken könnte. Mathe-Genies vor! Das Team aus dem Ruhrpott hat am nächsten Wochenende eine Art Endspiel um die Playoff-Teilnahme in Nördlingen vor sich.
AKTUALISIERUNG: Nachdem die Toyota DBBL am Montag, 2. Februar, die Vereine mit einer Klarstellung über die Wertung der direkten Vergleiche zwischen Teams aus den virtuellen Nord- und Südgruppe informiert hat (die Regionalspiele zählen dann nicht), steht fest: Wir haben seit 2022 wieder die Playoffs erreicht!
Bei noch 5 ausstehenden Spielen haben wir 5 Siege Vorsprung auf den 9. (und ersten Nicht-Playoff-) Platz. Unser einziger negativer direkter Vergleich mit den Teams, die noch Neunter werden können, ist gegen den MBC. Damit das um Platz 9 zum Tragen kommt, muss aber Herne (aktuell Platz 9 / 4 Siege) mit im Dreier-/Vierer-Vergleich sein, also alle 5 Spiele gewinnen. Und dann haben wir (wie der MBC) gegen Herne und Nördlingen jeweils 2:0 Siege, werden daher vor ihnen einsortiert.
(Berlin wird im direkten Vergleich wegen einer Spielverlustwertung immer schlechter gestellt).Wichtig: Einen Punktabzug dürfen wir uns natürlich nicht leisten.
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Der Herner TC war ohne zwei seiner wichtigsten Spielerinnen angetreten: Alice Recanati und Zoesha Smith. Aber die verbliebenen neun Gästespielerinnen machten den Hausherrinnen das Leben so schwer wie möglich. In der Anfangsphase lag der HTC sogar mehrfach vorne, zuletzt beim 14:13 in der 9. Minute. Angefeuert von den Eclipse Cheer Athletics vom TSV Cappel bekamen die Lahnstädterinnen die Partie langsam in den Griff. So richtig absetzen konnten sie sich aber nicht.

21:14 stand es nach 10 Minuten, 23:20 nach 13. In der 17. Minute bescherte Allyson Fertig dem BC seinen ersten zweistelligen Vorsprung (35:25). Wenig später waren die Gäste aber auf 30:35 dran. Die Spielerinnen des Tabellenneunten kämpften bravourös um jeden Zentimeter, warfen sich nach jedem Ball und machten vieles richtig. Aber Marburgs Lea Debeljak übernahm nun Verantwortung und brachte ihr Team zum Seitenwechsel mit 41:31 in Front. Ein Faktor: Insgesamt 38 Abpraller landeten in den Flossen der blauen Delfine, der HTC griff nur 25 Rebounds ab.
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Mit einer starken Phase, in der Marburg trotz großen Bemühens nichts gelang, verkürzten die Hernerinnen noch einmal auf 44:49 (25. Minute). Kampschroeder und Debeljak sorgten aber schnell wieder für klare Verhältnisse (63:46, 30.), und mit einer 63:48-Führung ging’s ins Schlussviertel.
Die höchste Führung besorgten – natürlich – Kampschroeder (77:56, 36.) und wenig später noch einmal Caitie Jones (79:58, 37.). Für die Australierin war es nach Verletzungspause und familiärer Auszeit das erste Heimspiel seit zwei Monaten. Als Nachverpflichtung Nafi Harz in ihrem dritten Einsatz in der letzten Minute per Dreier zum 83:65 ihre ersten Punkte für den BC einsammelte, ging dann auch das Publikum endlich aus sich heraus. Die 827 Zuschauer bedeuten Saisonrekord in der Georg-Gaßmann-Halle.
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* Am Sonntagnachmittag, 1. Februar, 16 Uhr, gehen die Blicke im Marburger Lager auf die Partie des Tabellendritten Osnabrück gegen den Viertplatzierten aus Hannover. Bei einem Osnabrücker Sieg würden die Marburgerinnen mit Hannover gleichziehen und durch den gewonnen direkten Vergleich auf den vierten Rang vorrücken.
Nächsten Samstag, 7. Februar, treten die Blue Dolphins um 19 Uhr bei den Eisvögeln des USC Freiburg an. Es wird auf jeden Fall ein historisches Spiel: Durch den neuen Modus wird es das erste Mal sein, dass der BC Marburg in ein und derselben Bundesliga-Hauptrunde zum dritten mal auf dasselbe Team trifft. Die beiden bisherigen Duelle in dieser Saison fielen zugunsten der Marburgerinnen aus (78:70 auswärts, 88:68 daheim).
José Araújo (Trainer Marburg):
„Bei Herne haben zwei wichtige Spielerinnen gefehlt. Daher haben sie ein bisschen anders gespielt, als wir erwartet hatten, und wir haben etwas Zeit gebraucht, um uns anzupassen. Nicht zufrieden bin ich, dass wir zu oft den Ball nicht haben laufen lassen. Wenn wir es getan haben, dann war das gut, und wir haben 25 Assists gemacht. In der Defense haben wir eigentlich gute Arbeit geleistet, aber dann zu oft einen Offensivrebound abgegeben. Wir haben das Spiel aber eigentlich immer kontrolliert, und ich freue mich über diesen wichtigen Sieg in einer vollen Halle, und dass wir so gut wie sicher in den Playoffs sind.“
Jenny Crowder (Spielerin Herne, in der Saison 2014/15 für Marburg):
„Wir haben heute mit viel Energie gespielt, das war anders als in den letzten Spielen. Wir haben das vier Viertel durchgehalten, bis auf ein paar Minuten im ersten Viertel. Alle haben gefightet. Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat. Aber wir gehen mit einem positiven Gefühl raus und bereiten uns jetzt auf ein ganz wichtiges Spiel in Nördlingen vor.“
Statistik:
VIERTEL: 21:14, 20:17, 22:17, 20:21.
MARBURG: Hanna Adaszeswka (0 Punkte), Marianna Byvatov (2), Lea Debeljak (14), Allyson Fertig (15), Sara Guerreiro (13/1 Dreier), Nafi Harz (3/1), Mia Heide (4), Caitlyn Jones (9/1), Greta Kampschroeder (17/1), Lia Kentzler (2), Lucy Michel (0), Ana Raimundo (4).
HERNE: Jennifer Crowder (12), Kim Franze (12/2), Sofie Olsen (0), Annika Holzschuh (2), Antonia Köller (0), Mariana Pereira (3), Miriam Musa (0), Olivia Olsen (15), Makiyah Williams (25/2).
SR: Dietmar Damm, Ehsan Saeidi, Daniel Lagudka. Z: 827.
Fun Facts:
Nafi Harz erzielt ihre ersten Punkte für Marburg, als 168. Bundesligaspielerin seit dem Wiederaufstieg 1992. / Marburg gewinnt zum ersten mal zwei Bundesligaspiele hintereinander seit dem 3. Spieltag (damals war der Sieg gegen Herne der dritte Sieg in Folge zum Saisonauftakt). / Marburg erzielt in allen vier Vierteln je mindestens 20 Punkte zum ersten mal seit 31.10.2021 (84:70-Auswärtssieg in Nördlingen). / Marburgs 69 Prozent (29/42) ist die beste Trefferquote bei den Zweipunktewürfen seit mindestens der Saison 2015/16. / Marburgs 55 Prozent (33/60) ist die beste Feldtrefferquote daheim seit 22.04.2021 (56,1 %; 32/57; 82:41-Sieg gegen Herne um Playoff-Platz 3). / Marburg gewinnt gegen Herne beide Hauptrundenspiele einer Saison zum ersten Mal seit 2010/11 und überhaupt erst zum dritten mal. / 83 Marburger Punkte sind die meisten bei einem Sieg gegen Herne seit 21.02.2009 (96:68 daheim).
Fail Facts:
Keine.
(von Marcus Richter)
Nächste Spiele:
Samstag, 07.02.2026, 19 Uhr, Auswärtsspiel bei Eisvögel USC Freiburg
Samstag, 14.02.2026, 19 Uhr, Heimspiel gegen Eigner Angels Nördlingen (Tickets hier).
Samstag, 21.02.2026, 19 Uhr, Heimspiel gegen Giro-Live Panthers Osnabrück (Tickets hier).
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