Auswärtsniederlage in Hannover

Wir bleiben alle positiv

Damen-Basketball-Bundesliga:
TK Hannover – BC Pharmaserv Marburg 94:87.

Der BC Pharmaserv Marburg hat in der Liga weiterhin kein Glück. Durch fünf Ausfälle ersatzgeschwächt, lieferte der Tabellenachte (Bilanz 3:6) diesmal dem Tabellenzweiten (8:2) einen harten Kampf mit spielerischen Höhepunkten. Nur, um am Ende wieder mit leeren Händen da zu stehen. Mit 27 Punkten war Marburgs Tonisha Baker erfolgreichste Schützin der Partie.

Viel müssen sich die Hessinnen nicht vorwerfen. Kleinigkeiten entschieden. Nach ausgeglichener erster Halbzeit (40:38 für Hannover) übernahmen die Gäste das Zepter. 52:44 führte Marburg nach Finja Schaakes Dreier in der 24. Minute.

Dann drehte Hannovers Sasha Tarasava auf. Bis zum 62:61 (29.) blieb der BC dran. Dann erzielten die Gastgeberinnen 13 Punkte in Folge, und beim 74:62 (33.) schien die Partie gelaufen. Doch das Pharmaserv-Team gab nicht auf: Drei Dreier in Serie (zwei von Rückkehrerin Katie Yohn, einer von Theresa Simon) brachten den BC auf 75:76 heran (37.).

Doch zwei, drei unglückliche Aktionen besiegelten Marburgs fünfte Niederlage in Folge: 104 Sekunden vor Schluss wird Hannovers Tarasava beim Wurf gefoult. Der Ball kullert auf dem Ring herum und fällt dann rein. Natürlich.

Der Freiwurf geht nicht rein und fällt einer BC-Spielerin unbedrängt in die Hände. Und kullert von da ins Aus. Folge: Einwurf und zwei Punkte für Hannover. 87:81. Super.

35 Sekunden vor Schluss rutscht eine Marburgerin in der eigenen Zone aus. Nur dadurch steht die Gegnerin völlig frei. Pass. 90:86. Dankeschön. Der Rest sind Freiwürfe.

 

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Schon wieder ein so knappes Spiel zu verlieren, ist ärgerlich. Wie schon gegen Keltern und gegen Osnabrück. Und was mich noch ärgert: Dass einige Leute bei 28:17 Freiwürfen für Hannover noch meinen, wir seien bevorteilt worden. Wir haben gut gefightet. Aber wir haben in wichtigen Situationen Rebounds abgegeben oder Turnovers gemacht. Und wir haben Sasha Tarasava nicht mehr aus dem Spiel bekommen, nachdem sie das Heft in die Hand genommen hatte. Joey Klug und Mali Sola fehlen uns in der Rotation, das macht sich bemerkbar. Katie Yohn hat nicht nur 15 Punkte gemacht, sondern uns in der Defense viel Stabilität gegeben. Wir werden den Kopf oben behalten und positiv bleiben.“

Katie Yohn (Rückkehrerin Marburg):
„94 Punkte – war keine gute Defense. Aber wir müssen erst in dieser Konstellation zusammenfinden. Es ist ein bisschen wie in der Saisonvorbereitung. Alle müssen sich an ihre Rollen gewöhnen. Und wir müssen gesund bleiben. Wir haben gut gekämpft. Es gibt viel Positives. Und wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen.“

Luzie Hegele (18, Bundesliga-Debütantin aus der BC-Marburg-Jugend):
„Wir haben vieles gut gemacht, haben schnell gespielt, und die Energie war gut. Unsere Fans haben uns super unterstützt, die Stimmung in der Halle war cool. So was bräuchten wir beim nächsten Mal wieder in der Gaßmann-Halle. Schade, dass es nicht gereicht hat. Aber wir bleiben alle positiv.“

 

Statistik: Hannover – Marburg
Viertel: 23:23, 17:15, 25:24, 29:25.
Hannover: Brown (n.e.), Cukic (n.e.), Gardner 26 Punkte (6 Rebounds, 4 Assists), Gorsic 13/1 Dreier, Peek 6, Pulk 9/1, Stammberger 9/2 (8 Reb., 3 Ass.), Tarasava 21/3 (5 Ass.), Thimm 10/1, Tzokov (n.e.),
Marburg: Baker 27/2 (5 Ass.), Bonacker, Hegele, Reeh, Schaake 10/2, Simon 11/1 (6 Reb.), Wagner 18/3, White 2, Wilke 4, Yohn 15/3 (3 Steals).
SR: S.Gilbert, D.Sirowi, Z: 350.

 

Fun Facts: Luzie Hegele bestreitet ihr erstes Bundesliga-Spiel – als 131. Marburgerin seit dem Wiederaufstieg 1992. / Katie Yohn kehrt als 14. Spielerin nach einem Abschied zurück. Mit 225 Tagen vom letzten Spiel des ersten Engagements bis zum ersten des neuen ist es das zweitschnellste Comeback einer Marburger (Tonisha Baker: 201, Saison 2013/14 – 2014/15). / Finja Schaake erreicht mit 1901 Punkten in der Bundesliga-Hauptrunde Platz 3 in der Team-Historie (Margret Skuballa, 1895). / Tonisha Baker: 27 Punkte sind neuer persönlicher Punkterekord für Marburg. In Bundesliga-Spielen ohne (131) und inkl. Playoffs (163) sowie in Bundesliga-Punkten inkl. Playoffs (1627) jeweils auf Platz 9 in der Team-Historie vorgerückt. / Steffi Wagner stellt mit 18 Punkten einen persönlichen Punkterekord in der Bundesliga für Marburg auf.

Fail Facts: Fünfte Niederlage in der Bundesliga in Folge ist die längste Niederlagen-Serie Marburgs seit 17.02. bis 16.03.2013. / Erste Niederlage gegen Hannover nach sechs Siegen seit 24.09.2017 (63:66 auswärts, Bilanz 7:3). / 94 zugelassene Punkte sind die meisten (ohne Verlängerung) seit 28.02.2016 (67:104-Niederlage in Wasserburg). / 87 erzielte Punkte sind die meisten (ohne Verlängerung) in einem verlorenen Spiel seit 19.01.2003 (89:99 in Oberhausen).

 

Nächstes Spiel: Mittwoch, 11. Dezember, 20.30 Uhr, CEWL-Europapokal, Auswärtsspiel bei Spirou Ladies Charleroi, Halle „La Garenne“.

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(von Marcus Richter)