Auswärtsniederlage in Wasserburg

Sowas darf nicht passieren

Damen-Basketball-Bundesliga:
TSV 1880 Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg 92:73.

Der BC Pharmaserv Marburg ist zum Abschluss der Hinrunde auf den neunten Platz abgerutscht (Bilanz 3:7; ein Nachholspiel). Die Partie beim Tabellendritten, Wasserburg (8:3) verlief über weite Strecken ausgeglichener, als es das Ergebnis vermuten lässt. Für das Pharmaserv-Team, bei dem Mali Sola nach fünfwöchiger Verletzungspause wieder mitwirkte, war Alex Wilke die Topscorerin.

Nach gutem Start der Marburgerinnen (8:0) zog der TSV beim 12:11 vorbei (5. Minute). Die Gäste bekamen kaum freie Abschlüsse unterm Korb, und von außen ging zehn Minuten lang gar nichts mehr. Elf Wasserburger Punkte in Folge (25:13, 11.) und eine weitere Zehn-Punke-Serie (35:17, 14.) sorgten früh für klare Verhältnisse.

Zunächst. Als beim Pharmaserv die Dreier fielen und der Kampfeswille zurückkehrten, kam die Marburger Maschine ins Laufen. Über 39:46 zum Seitenwechsel holte der BC mehr und mehr auf – und glich in der 25. Minute zum 55:55 aus, passenderweise durch die Spielerin mit der Nummer 55.

Die Führung blieb den Gästen aber verwehrt. Bis zum 59:65 war alles offen. In der letzten Minute des dritten Durchgangs flog BC-Trainer Patrick Unger nach zwei Technischen Fouls kurz hintereinander aus der Halle. Zuvor hatte auch Wasserburgs Trainerin ein „T“ bekommen.

So übernahmen bei 59:71-Rückstand die beiden Verletzten Marie Bertholdt und Joey Klug das Coaching des BC-Teams. In der 33. Minute betrug der Rückstand 15 Punkte (77:62), zwei Minuten vor Schluss 69:82. Da war nichts mehr zu machen.

 

Patrick Unger (Trainer Marburg):

„Es ist bitter, dass wir gegen die drei Top-Teams der Liga jedes Mal eine Chance haben, aber es wegen kleiner Fehler von Spielerinnen oder dem Trainer nicht reicht. So was darf mir nicht passieren. Ich muss da für die Mannschaft da sein, vor allem, wenn Frank [Arnold, Co-Trainer] nicht dabei ist. Dafür hab ich mich bei der Mannschaft entschuldigt.

Im zweiten Viertel haben wir den Faden verloren, weil wir keine Körpersprache und keine Energie hatten und faul waren. In der Halbzeitpause habe ich die Mannschaft bei der Ehre gepackt, und sie hat eine tolle Reaktion gezeigt. Wir haben die Pässe des Gegners schwer gemacht, Ballgewinne gehabt und sind alle zum Rebound gegangen. Wenn wir in der ersten Halbzeit nicht so weit hinten liegen, sieht es vielleicht anders aus. Aber Wasserburg ist ein extrem gut gecoachtes und talentiertes Team. So wird es halt schwer. Ab Montag werden wir die ganze Woche über alles dafür tun, um gegen Herne zu gewinnen.“

 

Statistik: Wasserburg – Marburg
Viertel: 20:13, 26:26, 25:20, 21:14.
Wasserburg: Brunckhorst 14 Punkte / 1 Dreier (6 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals), Greunke 18/2, Hebecker 7/1, Hodges 8, Jakovina, McKay 24 (11 Reb.), Moton 15 (5 Ass., 4 St.), Perner 4 (5 Ass.), Schmidt 2, Scholzgart.
Marburg: Baker 12/2 (3 St.), Reeh, Schaake 6, Simon 5 (4 Ass.), Sola 2, Wagner 9/1, White 12/3, Wilke 17/2, Yohn 10 (3 St.).

 

Fun Fact: Marburg holt binnen elf Minute einen 18-Punkte-Rückstand auf (17:35; 14. → 55:55; 14.). / Tonisha Baker erreicht als siebte Marburgerin (seit dem Wiederaufstieg 1992) 200 Pflichtspiele (inkl. CEWL).

Fail Facts: Sechs Marburger Bundesliga-Niederlagen in Folge sind die längste Negativ-Serie seit 17.09. bis 15.10.1995, damals als VfL (alle sechs Gegner von damals spielen heute nicht mehr in der 1. Liga). / Elfte Niederlage in Wasserburg in Folge (nach 28.04.2012).

 

Nächstes Spiel: Samstag, 21. Dezember, 19 Uhr, Bundesliga-Heimspiel gegen Herner TC, Georg-Gaßmann-Halle. Letztes Spiel des Jahres.

 

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(von Marcus Richter)