
Vier gewinnt – Oder: Das Triple ist nicht genug
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Marburg – Eigner Angels Nördlingen
(Samstag, 14.02.2026, 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle).
Noch vier Spieltage stehen in der Hauptrunde der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga an. Und von den letzten vier Partien vor den Playoffs bestreitet der BC Marburg (Bilanz 10:8 / Platz 5) drei in der heimischen Georg-Gaßmann-Halle. Vielleicht ein kleiner Joker im Rennen um die beste Ausgangsposition für die Meisterschaftsrunde? Am Samstag, 14. Februar, empfangen die Blue Dolphins zum 19. Spieltag um 19 Uhr die Eigner Angels Nördlingen (5:13 / 9). Am viertletzten Spieltag wollen die Lahnstädterinnen den vierten Pflichtspielsieg gegen die Donau-Rieserinnen.
Aktuell stehen die Hessinnen auf Rang fünf, haben aber, wenn’s gut läuft, sogar noch Chancen auf den dritten Platz. Im schlechtesten Fall könnte es aber auch noch auf sieben runtergehen. Alba Berlin und der MBC aus Halle lauern mit nur einem Sieg Rückstand. Und an den beiden letzten Spieltagen bekommen es die Marburgerinnen mit den beiden besten deutschen Teams, Meister Keltern und am letzten Spieltag Pokalsieger Saarlouis, zu tun
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Damit man im Marburger Lager also den Rechenschieber rausholen darf, müssen zumindest die Pflichtsiege gegen die Teams aus dem Tabellenkeller gewonnen werden. Der Auftakt gegen Herne (83:69) und in Freiburg (89:74) verlief nicht immer schön, aber erfolgreich. Nun geht es gegen Nördlingen. Mal wieder.
Denn es wird das vierte Duell der beiden Traditionsteams im Verlaufe dieser Spielzeit – mit Testspielen in der Saisonvorbereitung sogar das sechste. Die BC-Bilanz ist makellos: Nach zwei Erfolgen in den Tests gab es in der Liga einen klaren Heimsieg (67:44) und einen Krimi im Ries (69:67), dazu einen weiteren Auswärtssieg (61:59) im Pokal. Doch dieses Triple ist nicht genug.
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Allerdings: Die Engel aus dem Ries machen’s in dieser Saison oft spannend: Von den 19 Pflichtspielen endeten 6 mit drei oder weniger Punkten Differenz. Die ersten beiden Male fielen noch zu ihren Gunsten aus. Die letzten vier knappen Kisten gingen verloren. Gerade am vorigen Samstag setzte es eine dramatische Heimniederlage gegen den direkten Playoff-Konkurrenten Herne, verbunden mit dem Abrutschen auf Platz 9.
Ein Grund für die vielen Sorgen der Angels: Sie sind in der Liga führend in einer Kategorie, in der man es so gar nicht gebrauchen kann: den Ballverlusten. 20,3 pro Spiel! Aber aus Marburger Sicht wäre da Häme fehl am Platze: Denn schon auf Platz zwei der Negativ-Rangliste stehen die Blue Dolphins mit 18,3 Turnovers (allerdings bei zwei gespielten Verlängerungen).
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Im Kampf um das Playoff-Ticket haben die Rieserinnen allerdings noch ein Ass im Ärmel: das Heimspiel am letzten Spieltag gegen Schlusslicht Freiburg. Ein Erfolg dann würde reichen, wenn Herne seine restlichen Spiele (gegen den MBC, in Hannover, gegen Osnabrück und in Berlin) alle verliert. Aber warum sollte das Team von Niko Kuusi bis zum letzten Moment warten? Ein Überraschungssieg in Marburg würde nicht nur dem Punktekonto guttun, auch dem Selbstvertrauen. Schließlich gingen die beiden jüngsten Aufeinandertreffen im Dezember jeweils mit nur zwei Punkten verloren.
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Nicht nur das wird den Marburgerinnen als Warnung dienen. Und allzu viele Geheimnisse dürften beide Mannschaften voreinander kaum mehr haben. So sind auch für die BC-Fans die Nördlinger Topscorerinnen inzwischen bekannte Namen: Nicole Fransson (17,6 Punkte / 9,7 Rebounds – jeweils Platz 3 in der Liga), Samantha Ashby (15,3 / 6,1), Natalie Kucowski (11,3 / 10,1 – Platz 2 in der Liga / 3,4 Assists) und Laura Schinkel (10,4 / 2,7 Assists).
Bleibt aus Marburger Sicht zu hoffen, dass es nicht diese vier sein werden, die am Samstagabend nach der Schlusssirene jubeln. Sondern dass „vier gewinnt“ dann für den vierten Saisonsieg der Blue Dolphins gegen Nördlingen steht. Aus dem Dolphins-Triple würde dann ein Quadruple.
José Araújo (Trainer Marburg):
„Es ist immer schwierig gegen Nördlingen. Das haben wir in unseren knappen Spielen gesehen – bei unserem hohen Sieg hatten sie viele Verletzte. Nördlingen hat auch in vielen anderen Spielen gut mitgehalten. Ihr Basketball ist nicht viel anders als unserer: Sie sind sehr dynamisch, haben eine gute Balance zwischen Offense und Defense, und sie spielen immer weiter und können sich wieder zurückkämpfen. Ich glaube, dass wir uns deswegen auch so schwer gegen sie tun, weil wir ähnlich spielen. Und daher erwarte ich wieder ein enges Spiel. Sie brauchen dringend einen Sieg, um in die Playoffs zu kommen, und wir wollen die Hauptrunde mit einer positiven Bilanz abschließen; dazu brauchen wir noch zwei Siege aus vier Spielen. Darauf zielen alle unsere Anstrengungen ab. Das ist eine große Herausforderung, aber es ist eine gute Sache, denn wir stehen so da, wie wir es wollten. Aber wir arbeiten weiter hart, um uns zu verbessern.“
(von Marcus Richter)
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