BC Marburg Blue Dolphins gewinnen Pokal-Viertelfinale bei den Qool Sharks Würzburg

BC Marburg Blue Dolphins gewinnen Pokal-Viertelfinale bei den Qool Sharks Würzburg
Hanna Adaszewska (von links), Allyson Fertig, Lena Graf und Lucy Michel freuen sich über das Erreichen der Pokal-Endrunde. Foto: Stefan Tschersich
Hanna Adaszewska (von links), Allyson Fertig, Lena Graf und Lucy Michel freuen sich über das Erreichen der Pokal-Endrunde. Foto: Stefan Tschersich

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten: Blue Dolphins im Top-4

Toyota Damen Basketball Bundesliga, Pokal-Viertelfinale:
Qool Sharks Würzburg – BC Marburg 51:91 (28:69).

Der BC Marburg hat das Top-4-Turnier um den Pokal der Toyota Damen Basketball Bundesligen erreicht. Die Blue Dolphins gewannen am Samstag, 3. Januar, ihr Viertelfinal-Spiel beim Zweitligisten Qool Sharks Würzburg souverän mit 91:51. Erfolgreichste Punktesammlerinnen waren mit je 16 Zählern für Marburg Sara Guerreiro (4 Dreier) und Greta Kampschroeder (2) sowie für Würzburg Paula Wenemoser. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten haben die Hessinnen damit wieder das Halbfinale um den Deutschen Pokal erreicht, zuletzt im Jahr 2019. Entsprechend große war die Freude bei Mannschaft und Fans.

Nach zwei Basketball-Krimis hintereinander (69:67 in Nördlingen, 69:77 nach Verlängerung in Berlin), blieben die Herztabletten diesmal in der Tasche. Nur einmal lagen die Gegnerinnen in Führung: Kathleen Hill traf nach nur sieben Sekunden. Doch nach dem 6:6 (4. Minute) zündeten die Marburgerinnen das erste Mal den Turbo: 12 unbeantwortete Punkte binnen 130 Sekunden sorgten für das erste Ausrufezeichen, und mit einer 30:9-Führung ging es ins zweite Viertel. Mit fünf Ballgewinnen bis dahin zeigte sich die BC-Verteidigung sehr aufmerksam.

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Marburgs Nummer 33 (Kampschroeder) sorgte für den 33. Punkt und damit für 22 Zähler Vorsprung, bei gegnerischen 11 Punkten (12. Minute = Fail Fact). Ein weiterer Run der Blue Dolphins, diesmal mit zehn unbeantworteten Punkten, brachte das 43:14 (16.). Und beim 48:17 zum Seitenwechsel war der Grundstein für eine entspannte zweite Hälfte aus Sicht der rund 40 mitgereisten BC-Anhänger gelegt.

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In den ersten 4,5 Minuten des dritten Durchgang trafen nur Spielerinnen mit einer 3 auf dem Trikot, und zwar die drei(!) Co-Topscorerinnen: für die Haie die Nummer 13 (Wenemoser, alle 6 Zähler), und für die blauen Delfine die Nummern 33 (Kampschroeder, 4) und 13 (Guerreiro, 6) – Zwischenstand 58:23 für die Blue Dolphins. Durch einen folgenden 11:0-Lauf holten sich die Gäste auch dieses Quarter mit zweistelligem Vorsprung (21:11 zum 69:28).

Nur einmal wurde BC-Trainer José Araújo laut, nachdem er Mitte des Schlussviertels einige Nachlässigkeiten bei seinen Schützlingen gesehen haben wollte: Nach Marburgs höchster Führung (78:33, 34.) hatte Würzburg gerade zum zweiten Mal in dieser Partie sechs Zähler in Folge erzielt, da nahm der Portugiese seine einzige Auszeit. Grund zur Sorge, was das Weiterkommen betraf, bestand da beim 78:37 (36.) allerdings nicht. Auch wenn sich die tapferen Gastgeberinnen das letzte Viertel holten (23:22). Gründe für den klaren Erfolg der Lahnstädterinnen waren unter anderem die bessere Rebound-Arbeit (43:33) und die geringere Zahl an Ballverlusten (9:18).

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Das Top-4 um den Deutschen Pokal ist bisher für das Wochenende 21./22. Februar angesetzt. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen ist allerdings zu vernehmen, dass das Finalturnier um eine Woche nach hinten verschoben werden könnte, mit entsprechenden Verlegungen der für die dann terminierten Liga-Spiele. Der BC Marburg prüft derweil eine Bewerbung auf Ausrichtung der Pokal-Endrunde.

 

José Araújo (Trainer Marburg):

„Uns war bewusst, dass es wichtig für den Club sein würde, das Top-4 zu erreichen, und wir sind das Spiel professionell und seriös angegangen. Am Anfang und zwischendurch haben wir uns etwas ungeschickt angestellt, aber das Spiel insgesamt doch kontrolliert. Und am Ende hatten wir sogar noch ein bisschen Spaß dabei. Unsere Leistung war insgesamt okay, wir haben das gemacht, was wir machen mussten. Alle Spielerinnen haben ihre Spielminuten bekommen, auch das war gut.“

 

Statistik:

VIERTEL: 9:30, 8:18, 11:21, 23:22.

WÜRZBURG: Alexandra Daub (0 Punkte), Antonia Fuchsbauer (0), Kathleen Hill (3), Nora Jacob (0), Laura Jordan (0), Layla Mayer (1), Johanna Michel (10 / 2 Dreier), Elina Timoschenko (7), Marja Wahl (2), Paula Wenemoser (16), Mia Wiegand (12/1).

MARBURG: Hanna Adaszeswka (4), Marianna Byvatov (2), Lea Debeljak (13/3), Allyson Fertig (6), Lena Graf (7/1), Sara Guerreiro (16/4), Mia Heide (14/2), Greta Kampschroeder (16/2), Lia Kentzler (2), Lucy Michel (5/1), Ana Raimundo (6).

SR: M.Jelenic, R.Konopacki, S.Harth. Z: 400.

Fun Facts:

Marburg erreicht das Pokal-Top-4 zum ersten Mal seit 2019 und das Pokal-Halbfinale seit dem Wiederaufstieg 1992 insgesamt zum neunten Mal. / Lena Graf erzielt ihren ersten Feldkorb in einem Pflichtspiel für das Marburger Erstliga-Team (Dreier) und mit 7 Punkten eine persönliche Bestmarke. / 50. Auswärtssieg als BC Marburg im Pokal (18 Niederlagen; ohne Spiele auf neutralem Boden). / +40 ist Marburgs höchster Sieg gegen Würzburg (14 Spiele). / 51 zugelassene Punkte ist für Marburg Bestwert gegen Würzburg, zum dritten Mal erreicht, zuletzt 17.09.1998 (78:51-Auswärtssieg in der Bundesliga). / Marburgs vierter Sieg im vierten Spiel im Pokal in Würzburg. / +40 ist Marburgs höchster Auswärtssieg seit 18.09.2021 (+69; 115:49 im Pokal in Dillingen, 2. Liga). / 51 zugelassene Punkte sind für Marburg die wenigsten seit 08.10.2022 (77:40-Auswärtssieg im Pokal gegen Wasserburg, 2. Liga, in Rosenheim). / 30 erzielte Punkte im ersten Viertel sind für Marburg die meisten seit 05.01.2014 (37; 90:81-Auswärtssieg im Pokal in Braunschweig, 2. Liga). / +21 ist Marburgs bestes erstes Viertel seit 26.11.2010 (+22; 37:15; 116:51-Auswärtssieg im Pokal in Braunschweig, 2. Liga). / +31 ist Marburgs höchste Halbzeitführung seit 18.09.2021 (+ 42; 55:13; 115:49-Auswärtssieg im Pokal in Dillingen, 2. Liga).

Fail Facts:

Das letzte Viertel geht mit 22:23 verloren.

 

(von Marcus Richter)

 

Das Pokal-Viertelfinale:

Qool Sharks Würzburg (2. Liga) – 51:91 – BC Marburg

USC Bascats Heidelberg (2. Liga) – 48:95 – Alba Berlin

Saarlouis Royals – 67:54 – Herner TC

So., 04.01.2026, 16.00 Uhr: Rutronik Stars Keltern – Giro-Live Panthers Osnabrück (Liveticker/Ergebnis hier).

 

 

Nächste Spiele:

Samstag, 10.01.2026, 19 Uhr, Heimspiel gegen Eisvögel USC Freiburg (Tickets hier)

Sonntag, 18.01.2026, 17 Uhr, Auswärtsspiel bei Saarlouis Royals

Sonntag, 25.01.2026, 16 Uhr, Auswärtsspiel bei TK Hannover Luchse.