
Blue Dolphins vor Herausforderung im Dauerduell
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
Saarlouis Royals – BC Marburg
(Samstag, 07.11.2026, 19 Uhr, Stadtgartenhalle).
Marburg gegen Saarlouis – einer der Klassiker der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga steht am Samstag, 7. November, auf dem Spielplan. Am 6. Spieltag gastiert der BC Marburg ab 19 Uhr bei den Saarlouis Royals. Mit einem Sieg würden sich die Blue Dolphins aus Hessen (Bilanz 3:2) ihren Platz unter den ersten vier der Tabelle untermauern. Mit einer Niederlage würden sie von Saarlouis eingeholt und ins Mittelfeld abrutschen.
Anfang der Woche wurde Marianna Byvatov in den 13er-Kader der deutschen Nationalmannschaft für die anstehenden drei EM-Qualifikationsspiele berufen. Dort könnte sie am 17. November auf ihren Heimtrainer treffen: José Araújo ist Nationaltrainer für Portugal und bringt Marburgs Topscorerin Sara Guerreiro mit.
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Aber zuvor steht für Byvatov, Araújo und Guerreiro zunächst in der Liga der nächste Klassiker an: Nach dem 78:68-Heimsieg gegen Freiburg, dem zweithäufigsten Gegner seit dem Wiederaufstieg 1992, steht nun das Dauerduell der Unistadt gegen die Autostadt an. Von den bisherigen 85 Aufeinandertreffen gewann Marburg 45. Auswärts wurden allerdings nur 20 der 42 Partien gewonnen.
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Zuletzt am 6. April, als die Blue Dolphins im Saarland triumphierten und ins Meisterschaftshalbfinale einzogen. Zumindest die BC-Anhänger werden diesen historischen Tag noch in bester Erinnerung haben und mit einem guten Gefühl nach Saarlouis fahren. Beim Gegner dagegen ist seit damals etwa die halbe Mannschaft nicht mehr dabei.
Die Topscorerin der Königlichen allerdings schon: Jordyn Jenkins (1,85-Meter-Powerforward aus den USA) erzielte in den ersten drei Ligaspielen im Schnitt 10,3 Punkte, holte 8 Rebounds und 2,3 Ballgewinne. Seitdem hat sie verletzt pausiert, ebenso wie Elina Koskimies (1,82-Meter-Smallforward aus Finnland), die in zwei Einsätzen 18 Zähler und 4 Abpraller einsammelte und je fünf Assists und Steals verbuchte. Ebenfalls an der Saar geblieben ist WM-Heldin Emma Eichmeyer (1,82-Meter-Powerforward), die durchschnittlich mit 9,6 Punkten, 4,4 Rebounds und 2 Assists überzeugt.
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Zwei Zugänge komplettieren das Quintett mit bislang 9 oder mehr Punkten pro Spiel: Parker Hill (1,93-Meter-Centerin aus Großbritannien) kommt auf 10 Punkte und 7,2 Rebounds. Und Mila Luzgina (Pointguard aus Lettland) wartet mit 9 Zählern und je 2 Rebounds und Assists auf. Nachverpflichtung Alexis Whitfield (1,88-Meter-Forward aus den USA) war bisher nur im Eurocup spielberechtigt.
Die Royals haben in dieser Saison in der Liga bisher abwechselnd verloren und gewonnen. Der 2-Punkte-Auftaktniederlage in Osnabrück (der Protest gegen die Spielwertung ging in Berufung) folgte ein 11-Punkte-Heimsieg gegen Freiburg, dann eine 16-Punkte-Niederlage in Berlin, ein 2-Punkte-Heimsieg gegen Nördlingen und vorige Woche eine 4-Punkte-Niederlage in Herne. Daheim sind die Königlichen also in dieser Saison in der Liga noch unbesiegt (2:0). Im Eurocup gab es am Mittwoch allerdings eine 52:61-Niederlage gegen das nach drei Spielen noch ungeschlagene Benfica Lissabon.
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Bei den Marburgerinnen ist der Einsatz von Lilly Meister noch unsicher, sie erholt sich immer noch von einer Knieverletzung aus dem Keltern-Spiel. Zwei Siege in Saarlouis hintereinander haben die Blue Dolphins schon lange nicht mehr geschafft: zuletzt am 22.01.2021 und dann am 16.01.2022. Würde also mal wieder Zeit. Und würde die Blue Dolphins mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen lassen.
José Araújo (Trainer Marburg):
„Dass Mari[anna Byvatov] zur Nationalmannschaft eingeladen wurde, ist für uns alle sehr aufregend und freut mich sehr für sie. Vor allem, weil sie ja sozusagen ein Produkt der Blue Dolphins ist. Wir könnten sogar demnächst in Portugal gegeneinander spielen. Das wäre ein Spaß. Obwohl wir nur zehn Spielerinnen im Training haben, ist die Stimmung gut. Wir versuchen uns bestmöglich auf das Spiel am Samstag vorzubereiten. Im Freiburg-Spiel haben wir viele Dinge gut gemacht, darauf können wir aufbauen. Wir müssen allerdings den Ball und das Tempo besser kontrollieren. Aber insgesamt bin ich zufrieden mit unserer Entwicklung, wir verbessern uns ständig. Unser nächster Gegner Saarlouis hat, wie wir, ein paar Verletzungsprobleme, von daher weiß man nicht, wer spielen wird. Aber wir wissen, wie sie spielen. Sie sind sehr organisiert, spielen guten Basketball, sind stark in Offense und Defense. Es ist ein spannendes Team. Es wird eine Herausforderung für uns, aber ich freue mich auf dieses Spiel.“
(von Marcus Richter)
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