BC Marburg treten bei TK Hannover Luchse an

BC Marburg treten bei TK Hannover Luchse an
Die Topscorerinnen aus dem Hinspiel: Hannovers Alyssa Brown (am Ball) wird von Marburgs Greta Kampschroeder verteidigt. Am Sonntag, 25. Januar, treten die Blue Dolphins Marburg am 16. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bei den TKH Luchsen an. Foto: Stefan Tschersich
Die Topscorerinnen aus dem Hinspiel: Hannovers Alyssa Brown (am Ball) wird von Marburgs Greta Kampschroeder verteidigt. Am Sonntag, 25. Januar, treten die Blue Dolphins Marburg am 16. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga bei den TKH Luchsen an. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins fordern bestes Rebound-Team

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
TK Hannover Luchse – BC Marburg
(Sonntag, 25.01.2026, 16 Uhr, Sporthalle Birkenstraße/Otfried-Preußler Schule).

 

Der BC Marburg (Bilanz 7:8 / Platz 7) tritt am Sonntag, 25. Januar, bei den TK Hannover Luchsen (9:6 / 4) an. Die Partie am 16. Spieltag in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga in der Sporthalle Birkenstraße beginnt um 16 Uhr. Eine Woche nach dem Dämpfer (76:91) beim Tabellenzweiten Saarlouis, haben die Blue Dolphins nun das nächste Top-Team vor der Brust.

Das Hinspiel Ende November gewannen die Hessinnen mit 89:61. Damals trat der Pokalsieger von 2023 und 2024 allerdings personell geschwächt an. Dennoch gibt der 28-Punkte-Abstand dem BC ein ordentliches Polster, wenn es um den direkten Vergleich geht. Damit der zum Tragen kommt, müssen die Marburgerinnen allerdings in den ausstehenden sieben Partien der Hauptrunde zwei Siege auf die Niedersächsinnen aufholen.

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Seit dem Hinspiel haben sich die Luchse offenbar gut eingespielt: Vier Siegen stehen – inklusive Pokal – drei Niederlagen gegenüber, davon zwei beim Meister und Spitzenreiter Keltern. Nichts, wofür man sich schämen muss. In eigener Halle hat der TKH den amtierenden Meister sogar schon besiegt, als einziges deutsches Team seit der Playoff-Halbfinalserie vor etwa neun Monaten. Überhaupt haben es die Gäste an der Birkenstraße schwer: Von den acht Heimspielen gingen nur zwei verloren, und das extrem knapp: Mitte Oktober mit 74:75 gegen Saarlouis und mit 72:74 gegen Osnabrück, das war Anfang November.

Vorige Woche wiesen die Hannoveranerinnen Nördlingen mit 79:56 in die Schranken. Überragende Punktesammlerin mal wieder: Aufbauspielerin Lashae Dwyer mit 27 Zählern. Mit genau 20 Punkten pro Spiel ist die 1,68 Meter große Kanadierin Topscorerin der Liga und sammelt nebenbei im Schnitt noch 4,6 Rebounds, 2,3 Assists und 2,9 Steals.

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Weitere Führungskräfte, Abteilung Offensive, sind für den TKH Alyssa Brown (USA / Powerforward / 1,85 m / 15,9 Pkte. / 7,9 Reb.), die im Hinspiel in Marburg irre 36 Punkte mit 5 Dreiern markierte, Lovisa Hjern (Schweden / Pointguard / 1,75 m / 11,1 Pkte. / 5,1 Reb. / 4,4 Ass.) und Serena Manala (Frankreich / Centerin / 2,02 m / 9,27 Pkte. / 7,3 Reb.). Nachverpflichtung Hannah Simental (USA / Pointguard / 1,72 m) kam vorige Woche in ihrem Debüt in gut 20 Minuten auf 4 Zähler.

Für Hannover wird es darum gehen, den vierten Tabellenplatz abzusichern. Er ist so wichtig, weil die ersten vier Teams in der ersten Playoff-Runde den Heimvorteil in einem möglichen Entscheidungsspiel genießen. Auf den Fünften der Rangliste, Alba Berlin, haben die Luchse einen Sieg Vorsprung plus eine Berliner Spielverlustwertung, macht zwei Siege/Niederlagen. In zwei Wochen gibt es in Hannover das dritte direkte Duell, Stand bisher: 1:1.

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Die Blue Dolphins dagegen müssen zusehen, dass sie Siege sammeln. Vorige Woche rutschten sie von Platz fünf auf sieben ab. Eine deutliche Verschlechterung beim Blick auf mögliche Playoff-Paarungen. Um sich damit zu beschäftigen, muss aber erstmal der Platz für die Endrunde der ersten Acht zementiert werden. Und das wird hart genug: In den ausstehenden sieben Partien müssen die Hessinnen gegen die aktuell besten vier Teams der Liga antreten. Und gegen die drei Mannschaften, die sie aktuell noch hinter sich haben.

Ein Blick auf die Liga-Statistiken zeigt: Hannover bekommt die meisten Freiwürfe (22,7 pro Spiel), verwandelt auch die meisten (17,1), hat aber „nur“ die drittbeste Trefferquote (75,6 Prozent) – Marburg liegt mit 71,4 % auf Rang 6. Außerdem holen die Luchse die meisten Rebounds (41,3) – Marburg ist mit 38,3 Siebter –, aber die wenigsten Assists (11,6) – Marburg ist mit 15,8 direkten Korbvorlagen zweitbestes Team der Liga. Bei den Ballverlusten treiben es beide Uni-Stadt-Teams ähnlich wild: Hannovers 18,4 Turnovers pro Spiel sind DBBL-weit die viertmeisten – Marburg steht mit 18,9 noch zwei Plätze schlechter da. Könnte also für die Coaches Jesper Sundberg und José Araújo ein paar graue Haare geben.

Die Marburger Bilanz in Hannover ist mit 4:8 und einer Niederlagenserie von fünf Spielen weniig überragend. Der bislang letzte Sieg der Lahnstädterinnen an der Leine liegt fast fünf Jahre zurück. Das war in der Corona-Saison, und das letzte Mal, dass die Hessinnen beide Saisonspiele gegen den TKH gewannen. Aus Sicht der Blue Dolphins würde es also mal wieder Zeit. Gute Nachricht: Caitie Jones ist von einer mehrwöchigen Abwesenheit wegen einer familiärer Angelegenheit zurück in Marburg.

Inzwischen hat die Liga die Startzeiten fürs Pokal-Top-4 in Berlin bekanntgegeben: Die Halbfinals am 28. Februar bestreiten Pokalverteidiger Saarlouis und Gastgeber Berlin ab 15 Uhr, Marburg und Keltern ab 18 Uhr. Am 1. März beginnt das Spiel um Bronze um 13 Uhr, das Finale steigt ab 16 Uhr.

José Araújo (Trainer Marburg):

„Wir haben das Saarlouis-Spiel nochmal analysiert und viele gute Dinge gesehen. Die Spielerinnen haben sehr hart gearbeitet und ein bisschen Pech im Abschluss gehabt, während Saarlouis einfach eine wahnsinnige Trefferquote hatte. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auswärts beim Tabellenzweiten gespielt haben. Ebenso, wie wir dieses Spiel eigentlich zu hoch verloren haben, haben wir das Hinspiel gegen Hannover zu hoch gewonnen: Wir hatten einen sehr guten Tag, sie nicht. Hannover hat eigentlich in jedem Spiel mitgehalten, auch wenn sie verloren haben. Sie spielen sehr schnell und finden gute Würfe. Neben ihrer Topscorerin Lashae Dwyer, haben sie in der Zwei-Meter-Frau Serena Manala eine richtige Herausforderung für unsere Langen in der Zone. Aber wir fahren am Sonntag dahin, und versuchen zu gewinnen.“

(von Marcus Richter)