
Blue Dolphins liefern Meister Keltern einen harten Kampf
Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
BC Marburg – Rutronik Stars Keltern 60:71 (30:34).
Am 11. Spieltag der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga hat der BC Marburg (Bilanz jetzt 5:6 / Platz 5) trotz eines engagierten Auftritts gegen Tabellenführer Rutronik Stars Keltern (10:1) mit 60:71 verloren. Nach fast ausgeglichener erster Halbzeit (30:34) war der Meister schließlich zu stark. Präsentiert wurde die Partie am Sonntag, 14. Dezember, von „Innexis“. Erfolgreichste Punktesammlerin der Partie war die Marburgerin Sara Guerreiro (19 Punkte / 1 Dreier), die zur „ETL ADVISA Spielerin des Tages“ gewählt wurde. Für Keltern war Ex-Marburgerin Alex Wilke (16/1) die Topscorerin.
Es war ein bisschen wie bei den deutschen Handballerinnen, die zeitversetzt im WM-Finale in Rotterdam gehen Norwegen ranmussten. Da hältst du gegen den Topfavoriten lange Zeit gut mit, kämpfst dich immer wieder zurück. Sie haben alles probiert, haben alles reingehauen. Und am Ende reicht es nicht. Aber wie die DHB-Frauen in Rotterdam, so können die Blue Dolphins stolz auf das sein, was sie an diesem 3. Advent geleistet haben – auch wenn ihnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war. Während die Handballerinnen mit einer Silbermedaille nach Hause fuhren, ist für die Marburger Basketballerinnen erst die Hälfte der Bundesliga-Hauptrunde vorbei. Sie stehen auf Platz fünf, einen Sieg hinter Platz vier (Hannover), einen vor Platz acht (Nördlingen).
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Im letzten Heimspiel des Jahres 2025 bekamen die Zuschauer in der Georg-Gaßmann-Halle ein schnelles Basketballspiel zu sehen. Schon das zweite Viertel fühlte sich an wie ein Schlussdurchgang. Auf den Rängen unterstützten beide Fan-Lager ihre Teams lautstark. Und auch das Duell auf dem Parkett wurde intensiv geführt.
Die Hessinnen brauchten einige Zeit, um sich an die Härte der Gegnerinnen und die Linie der Schiedsrichter zu gewöhnen. Und so hatte Keltern den besseren Start (8:0, 4. Minute). Lea Debeljak besorgte mit fünf Punkten kurz hintereinander den ersten Ausgleich (17:17, 10.). Doch Karina Konstantinova erzielte mit einem Buzzerbeater von jenseits der Dreierlinie den 20:17-Pausenstand für die Gäste.
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Die Blue Dolphins zeigten enormen Kampfgeist, waren aufmerksam in der Verteidigung, warfen sich nach jedem Ball, halfen sich gegenseitig aus und wurden vom Publikum getragen. Lucy Michel holte per Dreier die erste Marburger Führung (27:26, 15.) und legte eine knappe Minute später ihren zweiten Distanzwurf zum 30:27 nach. Insgesamt glänzte die 21-Jährige in ihrem 25. Pflichtspiel für den BC mit drei Dreiern bei drei Versuchen – zuvor hatte sie erst einen erzielt: vor zwei Wochen gegen Hannover. Die BC-Fans hofften auf ein Vorweihnachtswunder.
Doch Ex-Delfin Alex Wilke glich aus, mit 34:30 ging der Favorit in die Halbzeitpause, und nach Wiederbeginn erzielte der Meister weitere vier Punkte – schaffte insgesamt ein 11:0-Lauf zum 38:30 (22.). Die Hessinnen hielten tapfer dagegen (41:49, 28.), doch in den Schlussminuten des dritten Durchgangs zogen die Gäste erstmals auf einen zweistelligen Vorsprung davon (55:41, 30.) und gingen mit 55:43 in den Schlussakt.
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Und auch dort erwischte Keltern den besseren Start, das 64:45 (33.) war deutlicher als die Partie gefühlt verlaufen war. Die Marburgerinnen leisteten sich nun mehr Fehler, die von Keltern gnadenlos ausgenutzt wurden. Und dennoch kam das BC-Team mit einem 15:4-Lauf noch einmal in Schlagdistanz (60:68), da waren aber nur noch 27 Sekunden auf der Uhr.
So endete das letzte Heimspiel bis zum 10. Januar ohne Happyend für Marburg. Am nächsten Sonntag, 21. Dezember, treten die Marburgerinnen um 16 Uhr bei Eigner Angels Nördlingen (Bilanz 4:7 / Platz 8) an. Die haben am Sonntagnachmittag mit 78:66 beim Tabellendritten Osnabrück (8:3) gewonnen.
José Araújo (Trainer Marburg):
„Insgesamt bin ich mit unserer Vorstellung zufrieden. Wir hatten viele gute Momente, unsere Intensität war sehr gut, alle waren bereit. Leider haben wir in den ersten Minuten beider Halbzeiten etwas gebraucht, um uns an das physische Spiel des Gegners anzupassen. Wir haben insgesamt 21 Fastbreak-Punkte zugelassen, das ist zu viel und untypisch für uns. Wenn wir da ein bisschen besser aufgepasst hätten, hätten wir Keltern locker unter 70 Punkten halten können, und das wäre was gewesen. Zwischendurch haben wir aber immer mal wieder den Faden verloren, weil wir versucht haben, die Problem zu schnell zu lösen und dann hektisch geworden sind. Aber wir haben uns immer wieder reingekämpft. Schade, dass wir es am Ende nicht knapper gestalten konnten. Aber unser Gegner war ja nicht irgendeine Mannschaft.“
Alex Wilke (Spielerin Keltern / 2016 – 2022 Marburg):
„Marburg hat in der ersten Halbzeit echt gut gespielt. Wir haben es nicht geschafft, ihre Transistion zu stoppen. Es war ein super schnelles Spiel, es hat richtig Spaß gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr in unser Spiel reingefunden. Zwar hatten wir gegen die Presse ein paar Probleme, haben das aber am Ende doch ganz gut gelöst.“
Statistik:
VIERTEL: 17:20, 13:14, 13:21, 17:16.
MARBURG: Hanna Adaszeswka (n. e.), Marianna Byvatov (3 Punkte), Lea Debeljak (11 / 1 Dreier), Allyson Fertig (2), Lena Graf (n. e.), Sara Guerreiro (19/3), Mia Heide (5), Greta Kampschroeder (6), Lia Kentzler (0), Lucy Michel (9/3), Ana Raimundo (5/1).
KELTERN: Trinity Baptiste (7/1), Kilyn McGuff (2), Maud Huijbens (14/2), Alex Kiss-Rusk (11/1), Karina Konstantinova (8/2), Nevena Rosic (5/1), Ysaline Saulnier (2), Anastasia Schlipf (2), Taylor Valladay (4), Alex Wilke (16/1).
SR: I.Mitrovski, H.Herter, E.Saeidi. Z: 576.
Fun Facts:
Lucy Michel erzielt in ihrem 25. Bundesliga-Einsatz für Marburg als 60. Spielerin seit dem Wiederaufstieg 1992 mindestens drei Dreier in einem Spiel (von 175 eingesetzten Spielerinnen). / Auch wenn man sich dafür nichts kaufen kann: -23 Punkte (64:76 auswärts, 60:71 daheim) ist Marburgs „bestes“ Ergebnis aus Hin- und Rückspiel gegen Keltern seit der Saison 2021/22 (-12; 70:71 daheim, 73:84 auswärts).
Fail Facts:
Marburgs verliert gegen Keltern hintereinander zum 12. Mal daheim und insgesamt zum 18. Mal. / Marburgs erste Heimniederlage bei 8 oder mehr getroffenen Dreiern seit 08.12.2024 (8; 72:92 gegen Keltern). / Marburgs erstes Heimspiel mit höchstens 13 Zweipunkttreffern seit 03.10.2023 (10; 58:77-Niederlage gegen Osnabrück).
(von Marcus Richter)
Nächste Spiele:
Sonntag, 21.12.2025, 16 Uhr, Auswärtsspiel bei Eigner Angels Nördlingen
Sonntag, 28.12.2025, 16 Uhr, Auswärtsspiel bei Alba Berlin
Sa. oder So., 03. oder 04.01.2026, Pokal-Viertelfinale: auswärts bei Qool Sharks Würzburg (2. Liga)
Samstag, 10.01.2026, 19 Uhr, Heimspiel gegen Eisvögel USC Freiburg (Tickets hier).
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