Hallo, wir sind die Neuen – Teil 4

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Stephanie Lee kommt von der University of Northern Colorado in Greeley (USA). In den beiden Vorbereitungsturnieren erzielte sie für Marburg im Schnitt 20,2 Punkte. (Foto: Melanie Schneider)

Fünf Fragen an… Stephanie Lee

Du bist seit Mitte August in Marburg. Hast du dich gut eingelebt?
Stephanie: Es ist schon verrückt, dass ich schon fast sieben Wochen lang in Marburg bin und es fängt an, sich weit weg von zu Hause doch wie zu Hause anzufühlen. So weit von den USA entfernt zu wohnen, dachte ich, würde es eine Weile dauern, sich wohlzufühlen. Weil ich aber von so tollen Menschen hier in Marburg umgeben bin, Mannschaftskameradinnen, Trainer-Team und Vereinsmitglieder, fühle ich mich richtig willkommen in der neuen Stadt. Marburg ist wirklich ein schöner Ort, nicht überall wacht man jeden Morgen auf und blickt auf ein schönes Schloss, das sich über der Stadt erhebt, in der man wohnt. Es gibt hier so viele verschiedene Ecken, die mir gefallen und auch die, die ich noch erkunden will. Besonders beeindruckt bin ich von der Elisabethkirche. Und die Oberstadt ist einer meiner Lieblingsplätze.

Was hältst du von deiner neuen Mannschaft?
Stephanie: Weil es mein erstes Profi-Jahr und mein erstes außerhalb der USA ist, war ich vor dem ersten Treffen mit meinen Mannschaftskameradinnen und Trainern ein bisschen nervös. Als ich sie dann getroffen habe, haben sich meine Hoffnungen und Erwartungen mehr als erfüllt. Meine Mannschaftskameradinnen zählen zu den tollsten Frauen, die ich je getroffen habe, und sie helfen mir dabei, mich täglich zu verbessern – basketballerisch und persönlich. Ich schätze mich sehr glücklich, jeden Tag mit ihnen spielen zu dürfen. Über die Jahre hinweg habe ich schon viele Trainer gehabt, aber das Marburger Trainer-Team zählt ehrlich zu den besten. Ich bin so dankbar, dass sie mich hier meine Karriere fortsetzen lassen und mich jeden Tag dazu antreiben, besser zu werden. Aber sie geben uns Spielerinnen auch das Vertrauen, das wir brauchen, um erfolgreich zu sein.

Worin müsst ihr euch am meisten verbessern?
Stephanie: Es ist toll, die ganzen Schritte zu sehen, die wir seit August schon als Mannschaft gemacht haben. Jeden Tag werden wir besser und wollen das bis zum Ende fortsetzen. Nach der Vorbereitung gehen wir mit Selbstvertrauen in die Saison und sind bereit, jeden einzelnen Tag hart zu arbeiten und uns für jedes Spiel gut vorzubereiten. Meine Mannschaftskameradinnen, die Trainer und ich haben hohe Erwartungen. Defense und Rebounding sind unsere Schwerpunkte. Daher denke ich, dass wir darauf auch das Hauptaugenmerk legen werden. Aber wir werden uns weiterhin als Mannschaft verbessern müssen, um am Ende der Saison unseren besten Basketball zu spielen.

Eine lustige Begebenheit aus deinem Basketballerinnenleben?
Stephanie: Da gab es schon viel zu lachen. Aber an eine Sache erinnere ich mich noch genau. Da war ich zehn Jahre alt. Es war ein Meisterschaftsspiel. Für mich damals waren da viele Zuschauer (wahrscheinlich nur 50 und alles Familien der Spieler). Wir hatten die coolste Aufwärmkleidung: ein schwarzes Langarm-Shirt und hellorangene Hosen mit Knopfleisten an beiden Seiten, so dass man sich die Hose einfach abreißen konnte. Kurz vor dem Spiel stellten wir uns alle vor den jubelnden Zuschauern auf und zählten „Eins, zwei, drei“ und rissen uns die Hosen von den Beinen. Dann merkte ich, dass ich vergessen hatte, meine Trikothose drunterzuziehen. Ich war entsetzt und musste jetzt Knopf für Knopf die Aufwärmhose wieder zumachen und das alles vor den Zuschauern. Das dauerte eine gefühlte Ewigkeit! Heute kann ich darüber lachen. Ich werde nie vergessen, mein Trikot und die Hose anzuziehen. Insofen war es wohl eine wertvolle Erfahrung 😉

Ein paar Worte an die Fans?
Stephanie: Zuerst möchte ich DANKE sagen. Es hat so einen Spaß gemacht, vor unseren Fans beim Kaphingst Cup zu spielen und das machte es nochmal besonders, das Turnier zu gewinnen. Das Getrommel, die Anfeuerung und die Energie haben wirklich eine tolle Atmosphäre für uns Spielerinnen geschaffen. Und ich freue mich schon darauf, dass die Saison losgeht und ich wieder in unserer Halle spielen kann. Ich möchte, dass die Fans wissen, wie dankbar wir als Mannschaft dafür sind, dass sie uns unterstützen, und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit sie stolz auf uns sind. Ich freue mich darauf, die Fans persönlich kennenzulernen. Sie sollen wissen, dass mir das ganz besonders wichtig ist. Ich weiß, dass es eine schöne Saison wird und ich freue mich darauf, sie zusammen mit den tollen BC-Fans zu verbringen.

(Interview/Übersetzung: Marcus Richter)

  • Ein Video, in dem sich die Mannschaft vorstellt, findet Ihr auf der Seite unseres Printmedienpartners Oberhessische Presse.