Donau-Ries kommt zum Bundesliga-Start

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Beim Kaphingst-Cup vor zwei Wochen behielten die Marburgerinnen mit Tonisha Baker (links) gegen die Nördlingerinnen mit Alysha Womack die Oberhand. (Foto: Peter Voeth)

Eine ganz andere Mannschaft

Planet-Cards-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – TH Wohnbau Angels Donau-Ries (Samstag, 19 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

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Endlich geht’s wieder los. Die neue Bundesliga-Saison startet für den BC Pharmaserv mit einem Heimspiel. Vieles ist dabei neu. Die Liga nennt sich nun Planet-Cards-DBBL. Die Marburger Fans müssen sich an eine neue Anfangszeit für die Heimspiele gewöhnen. Die orangenen Heimtrikots sind passé. Und auch die Mannschaft sieht anders aus.

Im 15er-Kader stehen acht Athetinnen, die in der vorigen Saison nicht für das Marburger Erstliga-Team aufgelaufen sind. Was das bedeuten kann, war für alle Besucher des Kaphingst-Cups vor zwei Wochen offensichtlich. Beim eigenen Vorbereitungsturnier waren die Spielfreude und die Begeisterung der Lahnstädterinnen deutlich zu spüren. Spielerinnen und Umfeld schwärmen in höchsten Tönen vom neuen Teamgeist. Der könnte viel Positives bewirken. Eine Garantie ist der jedoch nicht. Bleibt zu hoffen, dass die Stimmung auch anhält, „wenn wir mal ein paar Spiele verlieren“, warnte Kapitänin Birte Thimm schon während der Pre-Season.

Die ist ab Samstagabend Geschichte. Zum Liga-Auftakt empfangen die Marburgerinnen die TH Wohnbau Angels, die sie vor genau zwei Wochen an selber Stelle schon besiegten. Doch der Spielverlauf beim Kaphingst-Cup war über weite Strecken weniger deutlich, als das 88:71 vermuten lässt. „Diesmal wird ein ganz anderes Nördlinger Team auf dem Feld stehen“, warnt Marburgs Übungsleiter.

Das Spiel der Donau-Rieserinnen ruht im wesentlichen auf Alysha Womack, Heidi Schlegel, Sidney Parsons und Hillary Sigmon. „Sie sind unglaublich gute Spielerinnen“, weiß Patrick Unger. „Sie spielen sehr schnell und sehr aggressiv. Das könnte ein interessantes Spiel für die Zuschauer werden, aber weniger für mich“, orakelt der BC-Coach. Er erwartet dass die Angels „sehr motiviert aus der Kabine kommen und versuchen werden, uns den Schneid abzukaufen. Vor allem defensiv und mit viel Bereitschaft zu laufen“. Als Gegenmittel verordnet der 32-Jährige seinem Team: „Dagegenhalten und härter arbeiten als der Gegner.“

„Wir wissen, dass wir uns von den guten Ergebnissen aus der Vorbereitung nichts kaufen können. Wir haben eine Grundlage gelegt, auf die gilt es jetzt aufzubauen. Und dafür arbeiten wir jeden Tag in der Halle.“ Er selbst sei „ziemlich heiß“ darauf, dass es endlich losgeht. Die Statistik spricht allerdings nicht unbedingt für das Pharmaserv-Team. Das hat nämlich seit 2011 nicht mehr das erste Saisonpflichtspiel in eigener Halle gewonnen. Auf die Frage, warum diese Negativserie am Samstag enden wird, sagt Patrick Unger kurz: „Weil wir es wollen!“

(von Marcus Richter)