Auswärtsspiel in Heidelberg

Rachel Arthur trifft am Mittwoch mit dem Pharmaserv-Team auf ihren Ex-Club. Foto: Christoph Luchs

2:6 trifft 2:6

Toyota 1. Damen-Basketball-Bundesliga: 
SNP Bascats USC Heidelberg – BC Pharmaserv Marburg 
(Mittwoch, 24.02., 19.30 Uhr).

Am Mittwoch tritt der BC Pharmaserv Marburg bei den SNP Bascats USC Heidelberg an. Und wenn alles glatt läuft, sind die Hessinnen dann wieder in der Reihe, was den Spielplan angeht. Denn es geht zum letzten von fünf durch die Pandemie verursachten Nachholspielen. Genau neun Wochen nach dem ursprünglichen Termin.

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Während die Marburgerinnen (Platz 7, Bilanz 8:9*) seit der Nationalmannschaftspause drei ihrer vier Partien gewannen, hat Tabellenschlusslicht Heidelberg in dieser Bundesliga-Saison aus seinen 15 Begegnungen überhaupt erst drei Siege geholt. Zuletzt am 30. Januar daheim mit 79:75 gegen Osnabrück. In dem Spiel punkteten fünf Bascats zweistellig.

Ein Sieg pro Monat

Die anderen beiden Erfolge kamen Mitte Dezember in Saarlouis (69:56) und Anfang November in eigener Halle gegen Göttingen (69:63). Anscheinend haben sich die Bascats nach der Niederlage zu Saisonbeginn gegen Pokalsieger Keltern dazu entschieden, pro Monat genau ein Spiel zu gewinnen. Zum Glück haben sie am Samstag noch eins. Dann ist noch Februar…

Auffällig: Bei allen drei Erfolgen gewann Heidelberg das Rebound-Duell und erzielte eine – für eigene Verhältnisse – überdurchschnittliche Feldwurfquote. Also besser als die 36,0 Prozent, mit der sie ligaweit auf dem letzten Platz liegen. Der BC ist mit 43,8 Prozent Fünfter.

Auf Trio ist Verlass

Erfolgreichstes offensives Trio bei den Bascats sind Fallyn Freije (15,5 Punkte pro Spiel), Ieva Bagdanaviciene (11,6) und Franziska Worthmann (11,5), die alle drei auch im Hinspiel genau einen Monat zuvor die besten Scorerinnen ihres Teams waren. Dieses gewann das Pharmaserv-Team mit 64:61, hatte dabei aber eine 44:26-Halbzeit-Führung bis zur 35. Minute verspielt.

Eine Rückkehr in die alte Heimat wird die Fahrt nach Heidelberg für Rachel Arthur. Vor der Saison nach Marburg gekommen, spielte die Deutsch-Amerikanerin zuvor drei Jahre lang für die Bascats. Die 26-Jährige ist in diesem Monat die konstanteste Marburgerin: die einzige, die in allen vier Partien mindestens 12 Punkte und 2 Dreier erzielte, ein Schnitt von 13 / 2,75. Auch wenn Alex Wilke im Februar bisher sechs Zähler mehr sammelte. Im Hinspiel erzielte Arthur 10 Punkte und 2 Dreier.

Heidelberg hatte Corona-frei

Fun Fact: Heidelbergs Heimbilanz in dieser Saison entspricht der Auswärtsbilanz des Pharmaserv-Teams: 2 Siege aus 8 Spielen. Mit dem Auswärtssieg würde Hessens einziger Erstligist im Damen-Basketball seine Bilanz erstmals seit dem 2. Spieltag ausgleichen.

Während die Marburgerinnen am Wochenende den Tabellenvorletzten SV Halle mit 66:40 besiegten, hatte Heidelberg frei. Das Heimspiel gegen Herne fiel wegen positiver Corona-Tests beim Gegner aus. Beim BC sind Marie Bertholdt und Theresa Simon dabei, die am Samstag jeweils mit den Köpfen mit Gegnerinnen zusammengestoßen waren.

Marburgs Trainer Christoph Wysocki warnt: „Ich hoffe, wir verstehen, dass das kein Selbstläufer wird, nur weil es gegen den Tabellenletzten geht. Wir brauchen uns nur an das Hinspiel erinnern. Und es wird diesmal noch schwerer, weil Heidelberg zu Hause spielt. Wir dürfen uns nicht nochmal so ein drittes Viertel ohne Körperspannung wie am Samstag gegen Halle erlauben. Aber wenn wir an die Playoffs denken und dafür eine möglichst gute Ausgangslage haben wollen, fahren wir natürlich nach Heidelberg, um die zwei Punkte zu holen. Wir sind gut vorbereitet. Und wenn wir eine bessere Balance zwischen außen und innen finden, dann bin ich guter Dinge.“

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(von Marcus Richter)