Auswärtsspiel in Wasserburg

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Marburgs Svenja Greunke (am Ball im Hinspiel) trat schon am vergangenen Mittwoch in Wasserburg an – mit der Nationalmannschaft. Patricia Benet (links) ist angeschlagen. (Foto: Melanie Schneider)

Auf der Suche nach der Leichtigkeit

Planet-Cards-DBBL: TSV 1880 Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16 Uhr, Badria).

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Das Beste kommt zwar nicht ganz zum Schluss, doch immerhin am drittletzten Spieltag. Marburgs Erstligist darf sich auf ein Sparring mit der besten deutschen Mannschaft freuen, dem TSV Wasserburg.

Seit ziemlich genau 22 Monaten versucht sich die nationale Konkurrenz darin, dem Titelverteidiger mal wieder eine Niederlage beizubringen. Vergeblich. Am nächsten dran war in dieser Saison Chemnitz (74:77). In eigener Halle verstehen die Oberbayerinnen allerdings gar keinen Spaß. Mit im Schnitt 25 Punkten Differenz werden die Gäste abgefertigt.

Kurz vor Ende der Wechselfrist hat sich Wasserburg noch einmal verstärkt. Die 1,88 Meter große US-Amerikanerin Monique Oliver soll für noch mehr Optionen unter dem Korb sorgen.

Wenngleich sich das Pharmaserv-Team als Tabellenfünfter schon am Samstag auf den Weg gen Süden macht – der Rest der Vorbereitung auf die Partie war alles andere als optimal. Tonisha Baker (Weisheitszahn-OP) sowie Patricia Benet und Katlyn Yohn (Zerrungen) sind angeschlagen. Dazu fehlten im Mannschaftstraining Svenja Greunke und Birte Thimm.

Beide durften in der EM-Qualifikation für Deutschland spielen. Am Mittwoch gar in Wasserburg. Dort gab es eine Zwölf-Punkte-Niederlage. Gegner: Europameister Serbien. Gegen das Spitzen-Team zogen sich die DBB-Mädels mehr als achtbar aus der Affäre. Mit zwölf Zählern Differenz endete übrigens auch das Hinspiel des BC gegen Wasserburg. Die Hessinnen wollen an die Leistung von Mitte November anzuknüpfen.

 

Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Wie gut hat euch die Länderspiel-Pause nach drei Niederlagen am Stück getan?

Patrick: Ich glaube alle, egal ob mit dem DBB unterwegs oder nicht, haben abgehakt was passiert ist. Wichtig für uns ist jetzt nur noch, wie es weitergeht, ohne zu vergessen was wir besser machen müssen. Der Mannschaftsgeist ist nach wie vor gut.

 

Wasserburg hat zuletzt nicht in allen Spielen überzeugt. Warum gewinnen sie trotzdem immer?

Patrick: Ich glaube, sie waren müde, und die Pause gibt ihnen wahrscheinlich noch einmal Schwung. Sie haben Ausnahmespielerinnen, die besonders gut gecoacht werden. Jede weiß, was ihre Aufgabe ist. Durch ihren Neuzugang haben sie jetzt noch mehr Qualität.

 

Worauf lag in eurer Trainingswoche der Fokus?

Patrick: Auf unserem Spiel. Vor allem offensiv versuchen wir zu arbeiten. Wir müssen die Leichtigkeit offensiv wiederfinden.

 

Was muss Sonntag passieren, damit du zufrieden nach Hause fährst?

Patrick: Wir müssen alles geben. Und wir wollen wieder Spaß haben, gut spielen und uns Selbstvertrauen holen.

 

Wie gehst du so ein Spiel gegen den Top-Favoriten an?

Patrick: Wie jedes andere Spiel auch. Ich will gewinnen. Wir werden versuchen unser Spiel zu spielen. Wir müssen an unser Optimum gehen und dürfen kaum Fehler machen.

(von Marcus Richter)