CEWL: Marburg verpasst Final-Four

Finja Schaake (rechts) erzielte für das Pharmaserv-Team im Rückspiel bei Piestany um Ivana Jakubcova zwölf Punkte. Foto: Peter Voeth

Raus nach super Fight

CEWL-Europapokal: Piestanske Cajky – BC Pharmaserv Marburg 72:67 n.V. (60:60).

Das Pharmaserv-Team hat den erneuten Einzug ins Final-Four der Central Europe Women League verpasst. Nach der knappen Niederlage in der Slowakei stehen die beiden Gruppengegner, Piestany und Hradec Kralove, bereits vor ihrem abschließenden Duell als Qualifikanten fest. Beim BC waren kurzfristig Alex Wilke (Rückenschmerzen) und Mali Sola (Kniebeschwerden) ausgefallen.

Die Marburgerinnen starteten mit einem Dreier-Festival: Die ersten 18 Punkte erzielte der Bundesliga-Tabellenführer aus der Distanz. Mit einem 14:0-Lauf erarbeiteten sich die Hessinnen eine 26:16-Führung (11. Minute). Die Gastgeberinnen holten nun viele Freiwürfe heraus, münzten ihre Überlegenheit im Rebound um und drehten über 35:35 zur Halbzeit den Spieß auf 42:37 um (22.). Kurz vor dem Ende des dritten Viertels lag der BC wieder vorn (53:48).

Im letzten Durchgang ging offensiv bei Marburg lange Zeit gar nichts. Erst nach gut sechs Minten fielen die ersten Punkte, weil sich die Lahnstädterinnen gegen die stärker werdende Verteidigung zu oft in Einzelaktionen verstrickten. Gut drei Minuten vor Schluss führte Marburg 60:56. Piestany schaffte den Ausgleich. Kurz vor der Sirene verfehlte ein Marburger Dreier sein Ziel, und auch die Gastgeberinnen brachten den Ball im Gegenzug nicht im Korb unter. In der Overtime war bis zum 65:65 (42.) alles offen. Zwei vergebene Angriffe genügten, damit das Pharmaserv-Team auf die Verliererstraße zu geriet.

 

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Wir wussten, dass es schwer werden würde, weiterzukommen, aber wir haben daran geglaubt. Wir haben einen super Fight abgeliefert. Die Mädels haben alles gegeben. Es war eine super Atmosphäre in der Halle, es hat Spaß gemacht. Phasenweise haben wir eine geniale Defense gezeigt. Aber leider konnten wir nicht den Nagel in den Sarg hauen. In der Verlängerung hatte der Gegner einen Lauf, den wir nicht stoppen konnten, und wir haben keine Würfe gefunden. Auch, wenn ich jetzt in lange Gesichter gucke: Auf lange Sicht werden wir als Team viel aus dem Spiel lernen.“

 

Statistik
Viertel: 16:24, 19:11, 15:18, 10:7 + 12:7.
Piestany: Babikova (n.e.), Baburova 5 Punkte/1 Dreier, Deptova 12/2, Dovcikova (n.e.), Haskova 5, Jakubcova 13/2, Lubin 14, Matjasova (n.e.), Matejcikova 5/1, Mihaljevicova, Mikulasikova 5, Thompson 13/1.
Marburg: Baker 8 Punkte, Bertholdt 10/1 Dreier, Bradley 7/2, Kiss-Rusk 8, Klug, Reeh 2, Schaake 12/4, Sola (n.e.), Wagner 6/1, Yohn 14/4.
SR: Margala, Kurpas, Holländer. Z: 380.

 

Fun Facts: Zum ersten Mal im 813. Spiel enden beide Halbzeiten unentschieden. / Erste Verlängerung international.

Fail Facts: Bilanz 0:6 gegen slowakische Mannschaften. / Erste Niederlage in der Verlängerung nach zuletzt vier Siegen (01.02.2014 in Herne).

 

Nächstes Spiel:
Damen-Basketball-Bundesliga: BC Pharmaserv Marburg – Chemcats Chemnitz (Sonntag, 20. Januar, 17.30 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

 

(von Marcus Richter)