CEWL: Niederlage in Hradec Kralove

Kaum ein Durchkommen gab es für das Pharmaserv-Team um Johanna Klug (rechts) beim Rückspiel in Hradec Kralove. Foto: Peter Voeth

Negatives Ergebnis – und zwei Verletzte

CEWL-Europapokal: Sokol Hradec Kralove – BC Pharmaserv Marburg 74:50.

Seine erst zweite Saisonniederlage hat sich das Pharmaserv-Team in Tschechien abgeholt. In der Central Europe Women League waren die Marburgerinnen in Königgrätz chancenlos. Damit sind die Aussichten auf das Erreichen des Final Four gesunken.

Der Tabellenfünften der tschechischen Liga verteidigte und traf besser als der BC. Mit einem 8:0 (3. Minute) setzte Hradec Kralove ein erstes Ausrufezeichen. Nach 7:18 (9.) kam der Spitzenreiter der Bundesliga bis zum Viertelende auf 14:18 heran. Über 22:21 (13.) und 32:21 (16.) gingen die Gastgeberinnen mit einer 36:28-Führung in die Halbzeitpause.

Direkt danach trafen die Hessinnen zuerst, bevor sich die Tschechinnen auf 47:33 absetzten (26.) und mit 56:29 in den Schlussabschnitt gingen. Auch in diesem blieb Marburg unter seinen Möglichkeiten.

Getoppt wurde die Niederlage noch durch zwei Verletzungen: Kim Winterhoff lief mit Schmerzen in der Fußsohle erst gar nicht auf, Tonisha Baker schied im zweiten Viertel mit Verdacht auf Muskelfaserriss im linken Oberschenkel aus. „Es kommt gerade alles zusammen“, sagte BC-Coach Patrick Unger.

Für ein Weiterkommen ist für das Pharmaserv-Team am 9. Januar in Piestany ein Sieg und danch Schützenhilfe von Hradec Kralove in deren abschließendem Spiel gegen den selben Gegner nötig.

 

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Es war nicht gerade unser bestes Spiel. Der Gegner hat physisch gespielt. Wir haben zu wenig gegengehalten, sondern uns unserem Schicksal ergeben. Dann ist der Ball auch mal schnell weg und wir haben am Ende 30 Ballverluste. So hat man weniger Chancen, auf den Korb zu werfen. In einigen Phasen haben wir gut verteidigt, dann aber wieder einen Gang zurückgeschaltet. Das funktioniert international nicht. Da muss sich jede an die eigene Nase fassen. Hanna Reeh und Mali Sola haben heute mehr gespielt als sonst, weil sie sehr engagiert waren und sich das verdient haben.“

 

Statistik
Viertel: 18:14, 18:14, 20:11, 18:11.
Hradec Kralove: Bolardtova, Bura 3 Punkte (9 Rebounds), Effangova 3 (3 Steals), Fiserova 2, Klaudova 9/1 Dreier, Kulichova 13, Likhtarovich 13 (3 Assists), Mareckova 10/1, Minarovickova 7, Sotolova 7/1 (4 St.), Vojtikova 3, Zavazalova 4.
Marburg: Baker 8, Bertholdt 8, Bradley 5/1, Kiss-Rusk 10/2 (7 Reb.), Klug 2, Reeh 2, Schaake 2, Sola 2, Wagner 2, Wilke 6, Winterhoff (n.e.), Yohn 3/1.
SR: L.Kapakal, P.Baudys, M.Pedlik; TK: P.Andrle.

Fun Facts: Zum zweiten Mal in dieser Saison punkten in einem Spiel elf Marburgerinnen (27.10. gegen Freiburg, 86:65-Sieg), und zum ersten Mal auswärts alle eingesetzten BC-Spielerinnen seit 15.04.2018 (9, 61:76-Niederlage in Keltern).

Fail Facts: Zum ersten Mal alle Viertel verloren seit 05.11.2016 (61:83 in Herne) und zum zweiten Mal im Europapokal überhaupt (25 Spiele, 06.11.2013, 61:86 in Sibenik). / 50 erzielte Punkte sind die wenigsten seit 27.11.2016 (48:64 in Wasserburg). / -24 ist die höchste Niederlage seit 19.11.2017 (-24, 52:76 gegen Wasserburg).

Bildergalerie (Peter Voeth)

 

Nächstes Spiel:
Damen-Basketball-Bundesliga: Chemcats Chemnitz – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16 Uhr, Sporthalle am Schlossteich).

(von Marcus Richter)