Heimniederlage gegen Freiburg

Nicht schneller und nicht aggressiver

Damen-Basketball-Bundesliga:
BC Pharmaserv Marburg – Eisvögel USC Freiburg 68:88.

Der BC Pharmaserv Marburg hat sein viertes Spiel hintereinander verloren. Dadurch tauschte Marburg (3 Siege, 5 Niederlagen) mit Freiburg (4:5) die Tabellenplätze und ist auf Rang 8 abgerutscht. Erfolgreichste Punktesammlerin für die Gastgeberinnen war Alex Wilke mit 25 Zählern.

Das Verletzungspech bleibt Hessens einzigem Erstligisten im Damen-Basketball treu. Zwar war Joey Klug nach überstandener Knöchelverletzung wieder dabei, dafür fiel in Mali Sola erneut eine Spielerin für die großen Positionen aus. So standen den Gastgeberinnen nur neun Akteurinnen zur Verfügung.

Nach gutem Start (7:2, 2. Minute) geriet das Pharmaserv-Team Ende des ersten Viertels in Rückstand. Auch in der Endphase des zweiten Abschnitts leisteten sich die Marburgerinnen mehr Fehler als die Eisvögel und gingen mit 29:44 in die Halbzeitpause. Eine schwache Wurfquote des BC, eine herausragende Chancenverwertung beim USC und dazu eine Dominanz der Freiburgerinnen unter den Brettern waren die Gründe.

Bei einem 17-Punkte-Rückstand (34:51, 23.) entdeckten die Marburgerinnen ihr Kämpferherz und holten auf 56:63 auf (31.). Doch sie leisteten sich zu viele Fehler, gaben hart erkämpfte Bälle zu einfach her, und so schraubten die Gäste das Ergebnis am Ende ein wenig höher, als es aus Marburger Sicht nötig gewesen wäre.

 

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Ich bin nicht zufrieden, weil wir vielleicht 30 Prozent unserer Leistungsfähigkeit gezeigt haben. In der ersten Halbzeit hätten wir viel mehr Rebounds holen können. Ich mache das nicht an der Größe fest, denn wir haben die Einstellung und den Willen vermissen lassen. Gegen die Dreier haben wir zu langsam rotiert. Auch da müssen wir uns hinterfragen. Und wenn du das ganze Spiel einem hohem Rückstand hinterherläufst, dann reicht bei so einem kleinen Kader am Ende vielleicht auch die Kraft nicht.“

Joey Klug (Spielerin Marburg):
„In der ersten Halbzeit haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten: hohes Tempo und aggressive Verteidigung. Wir waren oft einen Tick zu langsam und haben uns so das Leben selbst schwer gemacht, und Freiburg hat die Missmatches genutzt. Offensiv haben wir vielleicht nicht immer die beste Aktion rausgeholt, aber das Problem war die Defense, da müssen wir den Gegner besser vom Scoren abhalten. Wir müssen auch noch rausfinden, wie wir unsere kleine Aufstellung besser nutzen können. Jetzt wollen wir das CEWL-Spiel am Mittwoch nutzen, um wieder zu uns zu finden und dann am Samstag Heidelberg zu schlagen.“

 

Statistik: Marburg – Freiburg
Viertel: 14:17, 15:27, 24:19, 15:25.
Marburg: Baker 6 Punkte, Klug 4, Reeh, Schaake 5/1 Dreier, Simon 7/1, Wagner 12/2, White 9, Wilke 25/2, Winterhoff.
Freiburg: Fuehring 32/1, Rodefeld 16, Wieczorek (n.e.), Nufer, Zehender (n.e.), Breen 17/3, Ouedraogo 6, Genco 3/1, Kapitza 2, Hart 12, Mayer, Kambach.
SR: A.Rogic, M.Behm, Z: 350.

 

Fun Facts: Alex Wilke stellt mit 25 Punkten einen persönlichen Bundesliga-Rekord auf. / Tonisha Baker holt mit 162 Bundesliga-Spielen in der Team-Historie Maggie Skuballa (2007-14) auf Platz 9 ein. / Marburg gewinnt zum achten Mal hintereinander das dritte Viertel.

Fail Facts: Erste Heimniederlage gegen Freiburg seit 01.12.2012 (61:66, Liga) und 5 Siegen. / -20 ist die höchste Heimniederlage gegen Freiburg (-20 bereits am 24.01.2009, 66:86, Pokal). / 4 Niederlagen in Folge ist die längste Serie seit 30.01.-28.02.2016. / 3 Heimniederlagen in Folge ist die längste Serie seit 26.10.-29.11.2014.

 

Nächstes Spiel: Mittwoch, 27. November, 17.30 Uhr, CEWL-Europapokal, auswärt bei SBS Ostrava, Hala Tatran.

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(von Marcus Richter)