Vizemeister BC Marburg reist zum Deutschen Meister nach Keltern

Vizemeister BC Marburg reist zum Deutschen Meister nach Keltern
Ana Raimundo (im Heimspiel gegen Osnabrück) vom BC Marburg konnte vorigen Sonntag in Halle wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nicht mitwirken. Unter der Woche hat sie aber wieder leicht trainiert. Foto: Stefan Tschersich
Ana Raimundo (im Heimspiel gegen Osnabrück) vom BC Marburg konnte vorigen Sonntag in Halle wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nicht mitwirken. Unter der Woche hat sie aber wieder leicht trainiert. Foto: Stefan Tschersich

Blue Dolphins nehmen die Herausforderung an

Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga:
Rutronik Stars Keltern – BC Marburg
(Sonntag, 25.10.2026, 16 Uhr, Schulzentrum Dietlingen).

Die BC Marburg Blue Dolphins müssen am 4. Spieltag in der Toyota 1. Damen Basketball Bundesliga zum zweiten Mal hintereinander auswärts ran. Nach dem traurigen Trip nach Halle geht es am Sonntag, 25. Oktober (Spielbeginn 16 Uhr), in den schönen Enzkreis. In der Weinbaugemeinde Keltern ist der Deutsche Meister zu Hause. Und die Rutronik Stars sind als einziges Team in dieser Runde noch ungeschlagen.

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Es hätte so schön sein können aus Sicht des Vizemeisters aus Marburg: Nach drei Siegen aus drei Spielen mit viel Selbstvertrauen zum punktgleichen Meister fahren – und dann mal sehen, was da so geht … Wäre möglich gewesen bei einer konzentrierteren Vorstellung am vorigen Sonntag. Doch nach dem 66:81 in Halle fällt der Ausblick etwas weniger euphorisch aus. Vielleicht war’s aber auch ein Dämpfer zur rechten Zeit vor der Partie beim Spitzenteam.

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Denn die gastgebenden Rutronik Stars haben ihre beiden ersten Saisonspiele souverän gewonnen: +24 in Nördlingen und +19 daheim gegen Halle. Am vorigen Sonntag in Osnabrück war’s mit +4 deutlich knapper. Vielleicht steckte dem Doppel-Titelverteidiger noch das erfolgreiche Eurocup-Spiel von drei Tagen zuvor in den Knochen.

Auch diesen Donnerstag vor dem Marburg-Spiel mussten die Kelternerinnen international ran. Und immerhin sind die Erinnerungen der Hessinnen samt Anhang an ihren bislang letzten Auftritt in der Speiterlinghalle zu 100 Prozent positiv: Damals, am Spieltag fast auf den Tag genau vor einem halben Jahr, holten sich die Blue Dolphins im zweiten Spiel der Playoff-Finalserie den Sieg zum 1:1-Ausgleich. Auch wenn’s dann zu Hause nicht zu mehr reichte, ein toller Erfolg.

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Um an diesen anzuknüpfen, dürfte für die Hessinnen eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Partie vorigen Sonntag nötig sein. Immerhin hat Keltern von seinen bislang absolvierten 12 Spielvierteln 9 für sich entschieden, nur 2 abgegeben. Statistisch auffälligste Akteurin im Sterne-Dress ist Ana Mandic (1,84-Meter-Centerin aus Kroatien), die durchschnittlich in gut 29 Einsatzminuten auf 18,7 Punkte und 11 Rebounds kommt.

Zweitbeste Scorerin ist die MVP der vergangenen Hauptrunde und der Finalserien 2025 und 2026: Ex-Marburgerin Alexandra Wilke (23 Minuten) mit 14,3 Zählern. Dahinter reihen sich drei Zugänge ein: Jelena Mitrovic (2,06-Meter-Centerin aus Serbien, 18 Minuten) mit 9,3 Punkten, 8,3 Rebounds und 3 Assists vor Essence Booker (Pointguard aus den USA, knapp 27 Minuten) mit 8,3 Punkten und 3,7 Rebounds sowie Andjela Matic (Pointguard aus Serbien, knapp 19 Minuten) mit 5,3 Zählern.

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Außer WM-Heldin Alex Wilke läuft in Alex Kiss-Rusk (1,94-Meter-Centerin aus Kanada mit ungarischem Pass, 22 Minuten / 2,7 Punkte / 4 Rebounds / 3 Assists) eine weitere ehemalige Marburgerin für das Team von Erfolgstrainerin Matea Tavic auf.

Ein Blick auf die Team-Statistiken zeigt, dass Keltern nach drei Spieltagen in kaum einer Kategorie vorne liegt. Allerdings: Die Sterne leisten sich die wenigsten Ballverluste (14,3 pro Spiel), sicher einer der Schlüssel zum Erfolg! Was Mut macht: Die Blue Dolphins sind in dieser Wertung das zweitbeste Team (14,7).

José Araújo (Trainer Marburg):

„Wir haben das Halle-Spiel analysiert und gesehen, dass nicht alles schlecht war. Halle hatte einen guten Tag, wir haben ein paar Fehler gemacht. Aber wir haben viele gute Chancen rausgespielt, nur leider nicht getroffen, so was passiert manchmal. Die Niederlage ändert nichts an unserer Herangehensweise. Wir arbeiten weiter hart und wollen in unseren Rhythmus zurückfinden. Auf das Spiel in Keltern freue ich mich. Keltern ist Keltern, sie sind Meister und wieder Titelanwärter. Sie haben wieder ein gutes Team, und wir wissen, wie schwer es gegen sie wird. Aber wir laufen vor dieser Herausforderung nicht davon, sondern nehmen sie an. Wir wollen dagegenhalten, um uns eine Chance auf den Sieg zu erarbeiten.“

 

(von Marcus Richter)