CEWL: Heimniederlage gegen Piestany

Katie Yohn (am Ball) erzielte gegen Piestany um Alexandra Baburova 13 Punkte. Foto: Peter Voeth

Mit Herz, aber ohne Fokus

CEWL-Europapokal: BC Pharmaserv Marburg – Piestanske Cajky 66:78.

Im zehnten Saisonspiel hat es das Pharmaserv-Team erwischt. Die erste Niederlage fingen sich die Marburgerinnen durch eine schwache Verteidigungsleistung gegen eine offensiv starke slowakische Mannschaft ein. Nach seinen beiden einzigen Heimspielen in der Central Europe Women League steht der BC bei einer Bilanz von 1:1. Die Hinrunde der Dreiergruppe beschließen Hradec Kralove (CZE) und Piestany am 28. November. Für den BC geht es am 12. Dezember in Tschechien weiter.

Mit 0:9 lag der Tabellenführer der Bundesliga nach drei Minuten zurück, nach dem ersten Viertel mit 9:21. Diesen zwölf Punkten lief der BC bis zum Ende hinterher. Die „Möwen“ aus Piestany verteidigten besser und hatten im Abschluss das nötige Glück. Sinnbild war ein Szene in der 9. Minute: Im Kampf um den Rebound tippte Steffi Wagner unter Bedrägnis den Ball versehentlich in den eigenen Korb.

Nach dem 9:23-Rückstand wachten die Gastgeberinnen auf, legten einen 18:9-Lauf hin und waren beim 27:32 (16. Minute) wieder im Spiel. Zur Halbzeitpause führten die Slowakinnen mit 44:36. Diesen Vorsprung bauten sie im dritten Abschnitt vor allem dank der Physis und Treffsicherheit ihrer kanadischen Centerin Jessica Lubin auf 55:42 aus (25.).

Die BC-Frauen gaben nicht nach und ließen ihr Können immer wieder aufblitzen. Beim 52:59 kurz vor der letzten Pause keimte noch einmal Hoffnung bei den gut 500 Zuschauern auf. Doch unnötige eigene Fehler plus drei Dreier von Piestany in Folge – von insgesamt vier – zum 70:56 (35.) verhinderten die Wende.

Bildergalerie (Peter Voeth)

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Wir haben zwar mit Herz gespielt, defensiv aber nicht den richtigen Fokus gehabt und zu wenig Tempo beim Umschalten. Es war keine gute erste Halbzeit, auch wenn das zweite Viertel ein bisschen besser war. Der Gegner hat es uns nicht leicht gemacht, zurückzukommen. Wir waren zwar immer wieder dran, und es wäre auch machbar gewesen, das Spiel zu drehen. Aber der Gegner hat ausgenutzt, dass wir unterm Korb nicht gut verteidigt haben. Wenn wir 78 Punkte zulassen, haben wir ein großes Problem. Keiner von uns wollte das Spiel verlieren, da braucht man nur in die Gesichter der Spielerinnen sehen. Aber wir haben gezeigt bekommen, wo wir uns noch verbessern müssen.“

 

Statistik
Viertel: 9:21, 27:23, 16:17, 14:17.
Marburg: Baker 15 Punkte (7 Rebounds, 3 Ass.), Bertholdt 12, Kiss-Rusk 8 (6 Reb.), Klug 3, Reeh, Schaake 6/2 Dreier, Sola (n.e.), Wagner 3 (7 Reb., 3 Ass.), Wilke 6, Winterhoff, Yohn 13/3.
Piestany: Baburova 2, Deptova 13/1, Haskova 2, Jakubcova 14/2 (4 Ass., 3 Steals), Lubin 22 (6 Reb., 4 Ass.), Majtasova, Matejcikova 5/1, Mihaljevicova 6, Mikulasikova 2, Thompson 12 (6 Reb., 5 Ass.).
SR: K.Kammann, P.Sobieszuk; TK: C.Eichhorn. Z: 520.

Fun Facts: Neun Siege sind der beste Saisonstart und die längste Siegesserie unter Patrick Unger (zuletzt Start: 12 Siege, 26.09. bis 28.11.2010 unter Aleks Kojic) sowie der zweitbeste Saisonstart und die drittlängste Siegesserie in der Team-Geschichte (13, 25.04. bis 28.11.2010 unter Aleks Kojic; 10, 24.10. bis 15.12.2004 unter Hans Brauer). – Finja Schaake holt mit 269 Pflichtspielen (inkl. CEWL) Alex Keil auf Platz 1 in der ewigen Team-Rangliste ein.

Fail Facts: 0:5 gegen slowakische Mannschaften. – Alle Heimspiele am 7. November verloren (0:3). – 78 ist die höchste zugelassene Punktzahl der Saison, 66 erzielte Punkte die drittwenigsten (63 gegen Wasserburg, 61 in Herne – beides reichte zum Sieg).

  • Nächstes Spiel: Samstag, 10. November, 19 Uhr, Heimspiel gegen Xcyde Angels Nördlingen.

(von Marcus Richter)