Nachverpflichtung

Katie Yohn kehrt nach gut sieben Monaten zum Pharmaserv-Team zurück, um dabei zu helfen, den Ausfall von Marie Bertholdt und Alex-Kiss-Rusk auszugleichen. Foto: Christoph Luchs

Eine Persönlichkeit, die uns weiterbringt

Der BC Pharmaserv Marburg hat auf den längerfristigen Ausfall von zwei seiner Akteurinnen reagiert und eine neue Spielerin verpflichtet. Die Neue ist allerdings nicht neu: Katie Yohn spielte bereits in den vergangenen vier Spielzeiten für Hessens einzigen Erstligisten im Damen-Basketball. In 137 Pflichtspielen für Marburg erzielte sie im Schnitt 12,8 Punkte und 2,5 Dreier.

Nach dem Ende der vorigen Bundesliga-Saison wechselte die 28-Jährige nach Australien zu den Kalamunda Eastern Suns, um dort ihre Karriere zu beenden. Doch es kam anders. Im September schrieb Marburgs Trainer Patrick Unger seine ehemalige Kapitänin an, um sich über eine andere Spielerin zu erkundigen. „Ich habe Patti gesagt, dass ich Basketball vermisse, und dass ich zurückkommen würde, wenn er mich braucht“, sagt Yohn.

Am 3. November war sie als Zuschauerin beim Bundesliga-Spiel ihres ehemaligen Teams gegen Keltern in der Georg-Gaßmann-Halle. In dieser Partie zog sich Marburgs neue Kapitänin Marie Bertholdt einen Kreuzbandriss zu, und, wie sich später herausstellte, Alex Kiss-Rusk eine schwere Schulterverletzung.

„Jetzt freue ich mich, nach Marburg zurückzukommen und möchte dem Team helfen, wo ich nur kann“, sagt Yohn über ihr Engagement bis Saisonende. Die BC-Fans müssen sich allerdings noch gedulden: Wegen familiärer Verpflichtungen in ihrer Heimat wird die US-Amerikanerin erst Anfang Dezember wieder in Marburg sein. „Ich hoffe, dass ich dann am 8. Dezember in Hannover spielen kann.“

In Abwesenheit von Trainer Unger – er betreut als Bundestrainer die Nationalmannschaft, die in der EM-Qualifikation am Donnerstag Nordmazedonien mit 105:40 besiegte und am Sonntag in Kroatien antritt – kommentiert Marburgs Co-Trainer Frank Arnold die Wiederverpflichtung Yohns so: „Katie bringt sehr viel Qualität mit. Sie ist eine hervorragende Werferin und in der Lage, Leute zu führen und voranzugehen. Katie hat vier Jahre hier gespielt, das Team hat sich zur vorigen Saison nicht so viel verändert, da fällt es in dieser Situation leichter, sich einzugewöhnen. Wir werden ohne große Centerin ein paar Umstellungen vornehmen müssen, und Katie wird auch mal auf einer größeren Position spielen als sonst. Aber das weiß sie und hat das auch vor ihrer Zeit in Marburg bei Rhein-Main schon gemacht. Sie ist eine Persönlichkeit, die uns weiterbringt.“

 

Nächstes Spiel: Sonntag, 24. November, 17 Uhr, Bundesliga-Heimspiel gegen Eisvögel USC Freiburg, Georg-Gaßmann-Halle.

 

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(von Marcus Richter)