Platz 4 bei den Südwestdeutschen Meisterschaften

Die weibliche U16 des BC Marburg kämpfte am Wochenende in Ludwigsburg um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaft. Ohne Schlüsselspielerin Hanna Adaszewska konnten die Marburgerinnen zwar leider keinen Sieg mit nach Hause bringen, doch über Phasen präsentierte sich der Marburger Nachwuchs stark und zeigte, warum sie verdient bei den Südwestdeutschen Meisterschaften antraten. Die gemeinsame Reise ins Schwabenland wurde so nichtsdestotrotz zu einem schönem Saisonabschluss!

Im Modus “Jeder gegen Jeden” mussten sich die U16-Mädels mit den BSG Basket Ludwigsburg, dem TV Hofheim und den Basket-Girls Rhein Neckar messen. Nur der Erst und Zweitplatzierte zogen in das Finalturnier der acht besten deutschen Teams an und dürfen nun weiter vom Titel träumen.

Spiel 1: BSG Basket Ludwigsburg vs. BC Marburg: 61:51 (31:32)

Im Auftaktspiel trafen die BC-Mädels mit Ludwigsburg nach der Anreise direkt auf den Baden-Württembergischen Meister und Gastgeber des Turniers. In der Saison konnten sich die Ludwigsburgerinnen konstant und ohne Gefahr gegen ihre Gegnerinnen durchsetzen, doch am Wochenende mussten auch sie auf Leistungsträgerinnen verzichten. Somit bot sich für die Marburgerinnen eine gute Chance, um gegen die favorisierten Gastgeberinnen einen Coup zu landen – und danach sah es über drei Viertel sogar aus!

Die ersten vier Punkte des Turniers gingen auf Lene Usingers Konto, die Marburgs 0:4 Start markierte. Doch Ludwigsburg fand danach langsam in das Spiel, Marburg hingegen ließ vier Punkte an der Freiwurflinie liegen und so stand es nach dem ersten Viertel 17:14.

Im zweiten Viertel sahen die Zuschauer:innen weiterhin ein Spiel auf Augenhöhe. Elena Krahl holte per Dreier die Führung zurück und stellte auf 19:20. Danach ging es hin und her. Vor der Halbzeit traf Marburg erneut von jenseits der 6,75m-Linie, dieses Mal in Person von Mila Spät. So ging es mit einer knappen 31:32 Führung in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gastgeberinnen dann besser zurück in das Spiel. Besonders auf Centerin Lola Stamenkovic war im Ludwigsburger Vorfeld Verlass: 10 der 13 Punkte gingen im dritten Viertel auf ihr Konto. Marburg konnte sich nur von der Linie im Spiel halten. Zum Ende des Spielabschnitts gelang Lene Usinger ein Dreier mit Foul zum 44:44 Ausgleich, doch der Zusatzfreiwurf verfehlte leider sein Ziel. Vor dem letzten Viertel war also wieder alles offen.

Doch bei Marburg wollte der Ball einfach nicht mehr reingehen. Vier Minuten blieben die BC-Mädels ohne Punkt, während Ludwigsburg die Führung auf 50:44 ausbaute. Drei Minuten vor Schluss zogen die Gastgeberinnen dann sogar auf 11 Punkte davon (58:47). Marburg mobilisierte die letzten Kräfte und Anouk Weber verkürzte nochmal auf 58:51 doch das Spiel war bereits entschieden. Am Ende sah das Ergebnis mit 61:51 deutlicher aus, als das Spiel tatsächlich war.

Spiel 2: TV Hofheim vs. BC Marburg: 99:41 (49:27)

Gegen den TV Hofheim durften die Marburgerinnen in dieser Saison vielmals antreten. Dabei waren es immer die Südhessinnen, die das hessische Duell für sich entscheiden konnten. Das mussten die U16-Mädels jedoch ausblenden, denn eine Niederlage würde für sie den Einzug in das Finalturnier unmöglich machen.

Das Spiel begann punktreich. Nach 8 Minuten zog Hofheim bereits auf 25:14 auf und davon, doch Anouk Weber konnte per Korb und Freiwurf vor Viertelende auf 25:17 verkürzen. Im zweiten Viertel wurde es dann deutlicher. Mit zwei Dreiern stellte Hofheim erstmals die 20-Punkte Führung her (37:17). Marburg konnte nur vereinzelt offensive Aktionen mit Punkten belohnen. Mit 49:27 ging es in die Kabinen.

Auch nach der Pause konnten die Marburgerinnen das Spiel nicht mehr drehen. Hofheim scorte Angriff für Angriff. Erst nach sieben gespielten Minuten konnte Elena Krahl per Dreier Marburgs Durstrecke beenden, doch das Spiel war bereits entschieden. Das letzte Viertel plätscherte noch so dahin und mit der Endsirene leuchtete auf der Anzeigetafel ein deutlicher 41:99 Endstand.

Damit war zwar bereits entschieden, dass Marburg die Deutsche Meisterschaften verpasst hatte, doch im letzten Spiel gegen die Basket Girls Rhein-Neckar, wollte man nichtsdestotrotz noch einen Sieg einfahren!

Spiel 3: Basket Girls Rhein-Neckar vs. BC Marburg: 49:38 (23:20)

Vor dem „Spiel um Platz 3“ konnten sich die U16-Mädels nur kurz erholen. Zwischen den beiden Spielen gab es lediglich eine gute Stunde Verschnaufpause – doch so ist das eben bei Meisterschaften. 😉

Trotz der knappen Mittagspause erwischten die Marburgerinnen den besseren Start. Frida Allmeroth legte mit zwei Punkten vor, Mila Spät stellte mit einem Step-Back Dreier auf 0:5. Danach sah es für Marburg offensiv mau aus. Immer wieder schafften es unsere U16-Mädels die Basket Girls defensiv unter Druck zu setzen, doch auf der eigenen Seite ließ man fast alles liegen. Nur Anne von Ritter-Zahony konnte einen Fast-Break erfolgreich abschließen. Nach dem ersten Viertel stand es so 12:7 für die Heidelbergerinnen. Aber Marburg kämpfte sich wieder heran.

Drei Angriffe in Folge scorten die BC-Mädels: Erst Lene Usinger, dann Lena Blaurock und schließlich gleichte Anne von Ritter-Zahony mit starken Drive zum Korb auf 13:13 aus. Unter dem Korb setzte sich Frida Allmeroth direkt zweimal durch und holte so die 15:17 Führung zurück. Darauf antwortete Heidelberg mit einem Dreier, doch Jana Mann entgegnete ebenfalls von der 6,75m-Linie und stellte auf 18:20. Kurz vor der Halbzeit wurden die BC-Mädels dann kurz nachlässig und ließen noch 5 Punkte zu, womit der 23:20 Halbzeitstand zustande kam.

Heidelberg kam besser aus der Pause und erarbeitete sich in 4 Minuten eine 31:24Führung. Doch Anne hielt nochmal dagegen und scorte erst von der Linie und dann aus dem Feld. Doch der kurze Lauf wurde von Heidelberg per Dreier beendet und auch die verbleibenden Minuten des Viertels konnten die Marburgerinnen nicht nutzen, um das Spiel wieder zu drehen. Mit 38:28 ging es in das letzte Viertel der Saison. Hier verkürzten Lene Usinger von der Dreipunktelinie und Lena Blaurock aus dem Feld nochmal auf 40:33, nach einem weiteren Kor von Lilo Riegels und einem Dreier von Mila Spät wurde es beim 42:38 vier Minuten vor Spielende nochmal richtig spannend! Aber Heidelberg behielt den kühleren Kopf und bei Marburg fand kein Wurf mehr sein Ziel. So ging auch das letzte der drei Spiele verloren…

Ein Grund den Kopf hängen zu lassen, ist aber auch das nicht. Schließlich haben unsere U16-Mädelseine grandiose Saison gespielt, sind Vize-Hessenmeisterinnen geworden und bis in die Südwestdeutschen Meisterschaften eingezogen! Wir hoffen das Team und die mitgereisten Eltern hatten trotzdem eine schönes Wochenende mit tollen Erinnerungen. Jetzt löst sich die Mannschaft in der Konstellation erstmal auf. Die 2006erinnen gehen hoch zu den Junior Dolphins während den 2007erinnen eine neue Oberliga-Saison mit dem Jahrgang 2008 bevorsteht.

„Die Mädels haben eine Bomben-Saison gespielt. Ich bin sehr stolz auf sie! Wir haben mit den Südwestdeutschen Meisterschaften unser gestecktes Ziel erreicht und konnten zeigen, dass wir – auch ohne Hanna Adaszewska – einen ansehnlichen Basketball spielen können. Gerade das Spiel gegen Ludwigsburg hat gezeigt, dass wir oben mithalten können. Leider hat es am Ende nicht gereicht, doch jetzt können wir auf diese Leistung aufbauen und in den neuen Teams weiter daran anschließen.“
Coach Florian Portsteffen

Doch im Sommer heißt es jetzt erstmal: 3×3. In der Hessen-Tour kann man sich für die German Championship qualifizieren. Alle Infos dazu hier.

Für Marburg spielten:

Anouk Weber, Anne von Ritter-Zahony, Mila Spät, Lene Usinger, Elena Krahl, Frida Allmeroth, Jana Mann, Marlene Rasch, Lilo Riegels, Lena Blaurock