Spiel in Göttingen

Theresa Simon (am Ball) und Alex Wilke bestreiten am Mittwoch innerhalb von sechs Tagen ihr drittes Spiel. Foto: Stefan Tschersich

Sechster Tag – drittes Spiel

Toyota 1. Damen-Basketball-Bundesliga: 
Flippo Baskets Göttingen – BC Pharmaserv Marburg 
(Mittwoch, 17.02., 19 Uhr).

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Innerhalb von vier Tagen trifft der Siebtplatzierte BC Pharmaserv Marburg (Bilanz 7:8*) zum zweiten Mal auf den Tabellensechsten Flippo Baskets Göttingen (8:8). Und dabei sind nicht mal Playoffs.

Als ob das nicht schon kurios genug wäre, wird’s auch noch richtig verwirrend. Diese zweite Partie am Aschermittwoch ist eigentlich das Hinspiel, ausgefallen am 27.12. wegen der Marburger Quarantäne.

Und da am vorigen Sonntag beide Teams aufgrund einer defekten Heizung in Göttingen kurfristig für beide Spiele das Heimrecht tauschten, haben die Marburgerinnen nach dem 89:62-„Auswärtssieg“ in eigener Halle nun die längste Anreise der Vereinsgeschichte zu einem „Heimspiel“ – außerhalb von Season Openings oder Finalturnieren. Der Einfachheit halber ist oben allerdings die Paarung nach Austragungsort angegeben.

Sonderlob für die Großen

Das „Rückspiel“ am Valentinstag war nur eine Halbzeit lang ausgeglichen. Mitte des dritten Viertels schraubte das Pharmaserv-Team mit einem 15:0-Lauf das Ergebnis auf +25. Mehrere Göttingerinnen blieben unter ihren statistischen Möglichkeiten. Doch so leicht werden sich die Flippo Baskets nicht nochmal einseifen lassen. Zumal nicht in eigener Halle. In der sie ja diesmal nur zu Gast sind.

Und was war am Sonntag Marburgs Erfolgsgeheimnis? „Die Präsenz von Joey [Klug], Marie [Bertholdt] und Hanna [Crymble] hat uns den Sieg gebracht“, verrät BC-Coach Christoph Wysocki. „Die Großen haben einen super Job gemacht.“ Immerhin wurden erst zum dritten Mal in dieser Saison die Rebounds gewonnen. Und das Center-Trio machte Raum für Distanzwürfe: Elf Dreier hatte der BC zuletzt 14 Monate zuvor getroffen.

Es geht nur als Mannschaft

Und auch mit der Verteidigung war Wysocki zufrieden. Zumindest in der zweiten Halbzeit. Da gab’s nur 21 Gegenpunkte. Doch: „Wir haben im zweiten Viertel 26 Punkte zugelassen. Das ist viel zu viel. Aber wir haben das in der Kabine angesprochen, und dann haben die Spielerinnen alles gut umgesetzt.“ Fortsetzung erwünscht.

Dass es Sonntag im Vergleich zur Partie zwei Tage zuvor gegen Wasserburg (67:66-Sieg) zwei Änderungen in der Starting-Five gegeben hatte – Rachel Arthur und Hanna Crymble für Theresa Simon und Joey Klug – habe keine Unruhe ins Team gebracht, sagt Wysocki: „Wir wollten was Neues probieren. Die Spielerinnen haben damit keine Probleme. Sie wissen, dass es alles nur zusammen als Mannschaften geht. Das hat man auch gesehen, als die Bank mitfiebert hat, als am Schluss die jungen Spielerinnen auf dem Feld waren.“

Das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen werde sicher anstrengend, sagt der 64-Jährige. „Aber wenn du gewinnst, kannst du auch über die Grenzen gehen. Dann macht es Spaß.“ Und zweimal hintereinander gegen den selben Gegner zu spielen, „macht die Vorbereitung ein bisschen leichter. Da brauchst du nach dem ersten Spiel nur noch kleine Veränderungen vornehmen“.

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(von Marcus Richter)