Neues von Marie

Marie Bertholdt spielt auch in der Spielzeit 2019/20 für den BC Pharmaserv Marburg. Foto: Jürgen Laackman / PSL

Fünf Fragen an Marie Bertholdt

Nach zwei Jahren im BC-Trikot hat Marie Bertholdt ihren Vertrag beim BC Pharmaserv Marburg um eine Saison verlängert. In der abgelaufenen Erstliga-Spielzeit war die 24-jährige Nationalspielerin drittbeste Marburger Scorerin (11,6 Punkte) und zweitbeste Rebounderin (5,9), in durchschnittlich 25,5 Minuten pro Spiel. Im Abschlusstraining vor dem zweiten Playoff-Halbfinale zug sich Marie einen Bänderriss im linken Knöchel zu und fiel für den Rest der Saison aus.

Wie geht’s deinem Knöchel?
Marie: Es geht immer besser. Ich brauche noch ein, zwei Wochen komplett Pause. Dann will ich schauen, dass ich auftrainieren kann, um für die Nationalmannschaft fit zu sein. Je nachdem, wie gut alles heilt. Vom Timing her war die Verletzung schlecht. Es ist nichts frustrierender, als wenn man in den entscheidenden Spiel auf der Bank sitzt und dem Team nicht helfen kann. Positiv ist, dass es nur ein Bänderriss und nichts Schlimmeres ist. Das gibt einem auch eine andere Perspektive: Mali Sola war ganze zwei Jahre ausgefallen. Ich habe versucht, positiv zu bleiben und für die Mannschaft da zu sein. Von außen hat man einen anderen Einblick und sieht manchmal auch, warum sich die Trainer aufregen.

Warum hast du dich für dein drittes Jahr in Marburg entschieden?
Marie: Das war eine relativ leichte Entscheidung. Die zwei Jahre sind schnell vergangen. Hier passt alles. Das fängt mit der Mannschaft an, die Trainer haben uns gut weiterentwickelt. Sie haben einen Plan entwickelt und das Team vorangebracht. Marburg ist auch eine schöne Stadt, ich bin hier relativ nah an meiner Familie. Die Fans machen gute Stimmung. Es ist alles sehr familiär. Man fühlt sich hier gleich wohl. Das ist wohl auch ein Grund für viele Ausländerinnen, hier lange zu bleiben. So was Tolles findet man nicht so oft. Wir haben hier noch Potenzial, und ich glaube, dass Patrick Unger das noch aus uns rausholt.

Wie fällt dein Fazit der Saison 2018/19 aus?
Marie: Es war eine tolle Saison. Höhen und Tiefen gehören dazu. Die erste Hälfte war toll. Aber aus verlorenen Spielen kann man auch lernen und sich verbessern. Bei uns haben die Stimmung und Harmonie gestimmt, und wir haben versucht, jedes Training zu kämpfen. Klar hätten wir auch gern mal im Finale gespielt. Aber es gibt viele Mannschaften, sie sich gewünscht hätten, im Pokal und den Playoffs im Halbfinale zu stehen.

Welche schönen Erinnerungen nimmst du aus der Saison mit?
Marie: Zwei Mal in Keltern zu gewinnen, gerade das Pokal-Viertelfinale, nach der hohen Heimniederlage kurz vorher. Da hatten wir uns gesagt: So leicht machen wir es ihnen nicht nochmal. Das Pokal-Halbfinale in Herne war schade, aber um Platz drei haben wir ja klar gewonnen. Auch das spannende Spiel gegen Nördlingen mit Verlängerung war toll. Und die zweite Halbzeit gegen Wasserburg im letzten Spiel war ein fast perfektes Ende. Wir haben nicht aufgegeben, alles aufs Feld gebracht, auch wenn es mit dem 20-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel nicht einfach war. Schön, dass wir nochmal gezeigt haben, was für eine Mannschaft wir sein wollen.

Nach dem Weggang von Katie Yohn und Paige Bradley wird es aber einen kleinen Umbruch geben. Wie denkst du darüber?
Marie: Das ist schon schwierig, so Leute zu verabschieden. Sie werden uns basketballerisch und als Führungspersönlichkeiten fehlen. Jetzt muss jede von uns weitere Fortschritte machen und eine neue Stufe erreichen. Auch müssen jetzt andere mehr Verantwortung übernehmen, aus der Konfortzone kommen und der Mannschaft helfen.

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(von Marcus Richter)